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Die Top 20 der umsatzstärksten Klubs der Welt - vier davon kommen aus Deutschland

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Von: Moritz Bletzinger

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Die Bayern in Person von Manuel Neuer stemmen beim Turnier in Lissabon den Champions-League-Pokal in die Luft
Die Bayern feiern ihren Champions-League-Sieg beim Turnier in Lissabon. Wo sie im Ranking der weltvollsten Klubs der Welt rangieren, zeigt die Fotostory. © Peter Schatz/IMAGO/Poolfoto UCL

Die Deloitte Sports-Business-Gruppe veröffentlichte ihre jährliche „Money League“. In den Top20 finden sich vier deutsche Klubs wieder.

Groß waren die Sorgen in der Fußballwelt, die Corona-Pandemie könne das System komplett zum Einsturz bringen. 8,2 Milliarden Euro erwirtschafteten die 20 umsatzstärksten Vereine in der Saison 2019/20 laut Deloitte-Sports-Gruppe. Im Vorjahr hatte die sogenannte „Money League“ noch 9,3 Milliarden Euro eingefahren.

Transferausgaben und -erlöse werden im renommierten Ranking nicht eingerechnet. Und so ist der kumulierte Umsatzrückgang von über einer Milliarde Euro in erster Linie auf die beinahe gänzlich fehlenden Spieltagserlöse (-257 Millionen Euro) und die niedrigen Einnahmen aus den Medienrechten (-937 Millionen Euro) zurückzuführen.

Platz 20: Eintracht Frankfurt (Neueinsteiger)

Fußball: Bundesliga, Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04, 16. Spieltag im Deutsche Bank Park. Frankfurts André Silva (l-r), David Abraham, Djibril Sow, Amin Younes, Torschütze Luka Jovic und Aymen Barkok jubeln nach dem Tor zum 2:1.
Die SGE jubelt: Eintracht Frankfurt landet in einer Liste mit den besten der Welt. © Arne Dedert/picture alliance/dpa

Wie es sich für eine Bankenmetropole gehört, schickt Frankfurt seinen größte Fußballklub nun zwischen die umsatzstärksten Verein der Welt. Die Einbußen im Vergleich zum Vorjahr halten sich bei der SGE in Grenzen. Hallo, „Money League“.

Eintracht Frankfurt in der „Money League“ 2021: 174 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 182,2)

Fußball: Bundesliga, FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt, 15. Spieltag. Frankfurts Mannschaft jubelt nach nach Andre Silva Treffer zum 0:1.
Goldene Trikots? Warum nicht? Eintracht Frankfurt glänzt im Umsatz-Ranking. © Torsten Silz/picture alliance/dpa

Mit einem Umsatz von 174 Millionen Euro in der Saison 2019/20 sorgt die Eintracht dafür, dass zum ersten Mal in der 24-jährigen „Money League“-Geschichte vier deutsche Vereine vertreten sind.

Platz 19: SSC Neapel (Vorjahr: 20.)

Fußball: Champions League, Gruppenphase, Gruppe E, 5. Spieltag, FC Liverpool - SSC Neapel im Anfield Stadion. Nikola Maksimovic (l-r) aus Neapel, Giovanni Di Lorenzo aus Neapel und Kalidou Koulibaly aus Neapel applaudieren ihren Fans.
Der SSC Neapel ist Dauergast in der Champions League und so erarbeitet sich der Klub aus dem finanzschwachen Süden Italiens wieder einen Platz im Ranking. © Jon Super/picture alliance/dpa/AP

Sportlich durchaus eine Liga über Eintracht Frankfurt schiebt sich der SSC Neapel in der „Money League“ einen Platz vor die Hessen. Die Süditaliener rücken auf Rang 19.

SSC Neapel in der „Money League“ 2021: 176,3 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 207,4)

Fußball: Europa League, SSC Neapel - HNK Rijeka, Gruppenphase, Gruppe F, 4. Spieltag im Stadion San Paolo: Fußballfans versammeln sich vor dem Stadion, um der Fußball-Legende Diego Maradona zu gedenken.
Die Fußballwelt und vor allem Neapel wurden 2020 schwer getroffen: Die Gli Azzurri trauern um Diego Armando Maradona. © Alessandro Garofalo/picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press

Ans Jahr 2020 wird man in Neapel dennoch nicht gerne zurückdenken. Der Tod von Vereinsikone Diego Maradona traf die fußballbegeisterte Stadt ins Mark. Der Argentinier hatte die Gli Azzuri zur bislang letzten Meisterschaft der Klubgeschichte geführt.

Platz 18: Olympique Lyon (Vorjahr: 17.)

Fußball: Champions League, Gruppenphase, Gruppe G, 2. Spieltag RB Leipzig - Olympique Lyon in der Red Bull Arena. Lyons Memphis Depay (M) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit seinen Mitspielern.
Olympique Marseille begeisterte 2020 in der Champions League: Erst im Halbfinale war gegen den FC Bayern Schluss. © Jan Woitas/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Die Saison 2019/20 war für Olympique Lyon schon einigermaßen kurios. In der Champions League sorgten die Franzosen mit ihrem Halbfinal-Einzug für eine faustdicke Überraschung. Genauso weit ging es im Pokal-Wettbewerb Coupe de France. Im Liga-Pokal Coupe de la Ligue schaffte es Lyon sogar ins Finale. In der Liga reichte es jedoch nur für Rang sieben. Die Olympique-Damen tüteten derweil übrigens ihren fünften Champions-League-Titel in Folge ein.

Olympique Lyon in der „Money League“ 2021: 180,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 220,9)

Fußball: Champions League, Olympique Lyon - RB Leipzig, Gruppenphase, Gruppe G, 6. Spieltag, im Groupama Stadion. Moussa Dembele (l) von Lyon im Kopfballduell mit Leipzigs Spieler Dayot Upamecano.
Olympique Lyon 2019/20: Top in der Königsklasse, Flop in der Liga - am Ende steht ein dickes Minus. © Robert Michael/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Über 40 Millionen Euro weniger als noch im Jahr zuvor haben die Franzosen in der Saison 2019/ 2020 umgesetzt. Die verpatzte Königklassen-Qualifikation wird sich wohl im nächsten Jahr noch einmal bemerkbar machen. Trotzdem ging es im Ranking nur einen Platz nach unten.

Platz 17: FC Everton (Vorjahr: 19.)

Fußball: Premier League, England, FC Everton - FC Arsenal, 14. Spieltag, Stadion Goodison Park. Evertons Yerry Mina feiert den zweiten Treffer seiner Mannschaft.
Nach oben ging es für den FC Everton: Da freut sich sicherlich auch Yerry Mina. © Clive Brunskill/picture alliance/dpa/PA Wire

Der erste englische Klub im Ranking hat den geplatzten TV-Vertrag mit China überraschend gut weggesteckt und sogar zwei Plätze gut gemacht. Der FC Everton landet auf Rang 17 und darf nach oben schielen.

FC Everton in der „Money League“ 2021: 212 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 210,5)

Fußball: Premier League, England, FC Everton - Brighton & Hove Albion, 4. Spieltag im Goodison Park. Evertons James Rodriguez bejubelt sein Tor zum 4:1
Zwei Plätze besser als in der Vorsaison: Der FC Everton konnte seinen Umsatz trotz Corona-Pandemie steigern. © Andrew Yates/picture alliance/dpa/CSM via ZUMA Wire

Trotz der Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie und den ausbleibenden Zahlungen aus China konnten die Toffees ihren Umsatz im Vergleich zur Saison 2018/19 sogar um 1,5 Millionen Euro erhöhen. Damit sind sie einer von nur drei Klubs im Ranking, die tatsächlich ein Umsatz-Plus verbuchen.

Platz 16: FC Schalke 04 (Vorjahr: 15.)

Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - 1. FC Köln, 17. Spieltag in der Veltins-Arena. Schalkes Ozan Kabak liegt nach dem Gegentor zum 1:2 auf dem Rasen.
Schalke am Boden: Sportlich und finanziell war 2020 für Königsblau zum Vergessen. © Marius Becker/picture alliance/dpa

Für Schalke 04 kam es 2020 einfach nur knüppeldick. Der klamme Revierklub stand während der Corona-Krise vor dem finanziellen Abgrund. Die drohende Insolvenz vor Augen jagte ein Desaster das andere. Auch sportlich. Immerhin konnten die Knappen Anfang 2021 die Überbietung der historischen Sieglos-Serie von Tasmania Berlin (31 Bundesligaspiele in Folge ohne Sieg) in letzter Sekunde verhindern.

FC Schalke 04 in der „Money League“ 2021: 222,8 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 324,8)

Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - Bayern München, 18. Spieltag: Schalkes Maskottchen Erwin geht die Treppen auf einer leeren Tribüne hinab.
Der FC Schalke 04 schrammte 2020 nur haarscharf an der Insolvenz vorbei: Knappe Erwin und die S04-Fans sorgen sich um ihren Klub. © Leon Kuegeler/picture alliance/dpa/Reuters/Pool

Um über 100 Millionen Euro ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Und mit leeren Taschen taumelt S04 dem Abstieg entgegen. Fans und Verantwortliche fürchten das Worst-Case-Szenario.

Platz 15: Zenit St. Petersburg (Neueinsteiger)

Fußball: Champions League, FC Brügge - Zenit St. Petersburg, Gruppenphase, Gruppe F, 5. Spieltag: Emmanuel Dennis vom FC Brügge und Sardar Azmoun von Zenit (vorne) kämpfen um den Ball.
„Money League“-Überraschung: Zenit St. Petersburg springt aus dem Nichts auf Platz 15. © Kurt Desplenter/picture alliance/dpa/BELGA

Dass es auch komplett in die andere Richtung gehen kann, zeigt ein Team mit dem selben Sponsor auf der Brust. Zenit St. Petersburg landet als Neueinsteiger auf Platz 15 der „Money League“.

Zenit St. Petersburg in der „Money League“ 2021: 236,5 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 180,4)

Fußball: Champions League, Borussia Dortmund - Zenit St. Petersburg, Gruppenphase, Gruppe F, 2. Spieltag im Signal Iduna Park. Die Spieler von Zenit stehen im Kreis vor dem Spiel.
Zenit St. Petersburg: Nach langem Warten wieder in der Champions League - das merkt der Verein auch auf dem Konto. © Martin Meissner/picture alliance/dpa/POOL AP

Um über 56 Millionen Euro konnte Zenit seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Wie hat der Verein das geschafft? Bei genauerem Hinsehen ist der finanzielle Höhenflug keine ungeheure Überraschung. 2019/20 nahm St. Petersburg zum ersten Mal seit vier Jahren wieder an der Champions League teil. Außerdem fanden die Russen in der Corona-Pandemie andere Voraussetzungen als andere europäische Klubs vor. In Russland durfte schon im Juni wieder vor Fans gespielt werden.

Platz 14: Inter Mailand (Vorjahr: 14.)

Fußball: Pokal Italien, AC Florenz - Inter Mailand, Achtelfinale im Stadio Artemio Franchi. Romelu Lukaku (M) von Inter Mailand feiert mit seinen Teamkollegen, nachdem er das zweite und entscheidende Tor seiner Mannschaft erzielt hat.
Inter Mailand: Trozt sportlichen Aufschwungs gehen die bloßen Zahlen nach unten - im europäischen Vergleich bleiben sie damit trotzdem stabil. © Jennifer Lorenzini/picture alliance/dpa/LaPresse/AP

Es ist noch gar nicht lange her, da gehörte Inter Mailand zur Beletage des europäischen Fußballs. Nach Jahren des Misserfolgs schickt sich das Team an, endlich wieder in besser Zeiten vorzustoßen. Zumindest sportlich...

Inter Mailand in der „Money League“ 2021: 291,5 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 364,6)

Steven Zhang steht auf einer Tribüne und lacht
Ganz schön jung: Steven Zhang, Geburtsjahr 1991, ist Präsident von Inter. © Daniele Buffa/imago images

... denn finanziell sieht es für Inter in Corona-Zeiten alles andere als rosig aus. Der Klub, der dem chinesischen Einzelhandelsriesen Suning Commerce gehört, muss einen Umsatzrückgang von über 70 Millionen Euro hinnehmen. Seit 2015 hat der Verein den höchsten Zuschauerschnitt der Serie A, diese Einnahmen fehlen nun. Im Bild zu sehen: Stevan Zhang, der 1991 geborene Präsident des Klubs.

Platz 13: Atletico Madrid (Vorjahr: 13.)

Diego Simeone hat seine Hände zur Seite ausgestreckt und jubelt
Trainer Diego Simeone, genannt „El Cholo“, ist ein brodelnder Vulkan, gilt aber als exzellenter Taktiker © Peter Byrne/dpa/PA wire/picture alliance

Der sportliche Erfolg von Atletico Madrid ist ganz eng mit dem Namen Diego Simeone verbunden. Seit 2011 trainiert der Argentinier den spanischen Spitzenklub und kann in dieser Zeit eine lange Liste an Erfolgen aufweisen: Spanischer Meister und Pokalsieger, zwei Mal Sieger der Europa League, dazu stand Atletico zwei Mal im Champions-League-Finale. Nicht schlecht, Señor Simeone.

Atletico Madrid in der „Money League“ 2021: 331,8 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 367,6)

Zu sehen ist ein Stadion-Innen-Schuss des neuen Atletico-Stadions Wanda Metropolitano
Im neuen Stadion von Atletico fand 2019 das Champions-League-Finale statt © Joe Giddens/dpa/PA Wire/picture alliance

Finanziell mussten die Hauptstädter ein Minus von fast 36 Millionen Euro hinnehmen. Seit 2017 spielt Atletico seine Heimspiele in ihrer neuem Schmuckstück, dem Wanda Metropolitano. Seitdem konnten die Einnahmen an einem Spieltag um 50 Prozent gesteigert werden. Voraussetzung natürlich: Fans sind zugelassen. Die fehlten 2020 zu großen Teilen wegen Corona.

Platz 12: Borussia Dortmund (Vorjahr: 12.)

Hans-Joachim Watzke steht bei der BVB-Mitgliederversammlung am Sprecherpult
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke führte den BVB wieder in ruhigere Gewässer - vor allem finanziell © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

Borussia Dortmund ist nur knapp an den Top Ten gescheitert. Wie im letzten Jahr belegt der BVB einen respektablen 12. Platz in der „Money League“. Der Ärger über das Verpassen der Top Ten dürfte sich in Dortmund in Grenzen halten. Trotz Corona hat der Verein einen Umsatzrückgang von nur sechs Millionen Euro. Durchaus eine Stange Geld, aber im Vergleich zu anderen europäischen Schwergewichten fast schon Peanuts.

Borussia Dortmund in der „Money League“ 2021: 365,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 371,7)

Erling Haaland fällt im Zweikampf mit Matthias Ginter auf den Boden
Erling Haaland und die Borussia stolpern im Moment durch die Bundesliga © Martin Meissner/dpa/Pool AP/picture alliance

Als Zuschauerkrösus Europas treffen Geisterspiele den BVB besonders hart. Bis zu drei Millionen Euro sollen den Dortmundern an einem normalen Spieltag durch die Lappen gehen. Umso beeindruckender das Umsatzergebnis der Schwarz-Gelben.

Platz 11: FC Arsenal (Vorjahr: 11.)

Mikel Arteta streckt die Hände fragend zur Seite aus
Guter Rat ist teuer - vor allem wenn man kein Geld einnimmt! Es läuft einfach nicht für Arsenal-Trainer Mikel Arteta © Andy Rain/dpa/PA Wire/picture alliance

Beim FC Arsenal läuft es nicht gerade rund - weder sportlich, noch finanziell. Die Gunners landeten in der Liga 2019/ 2020 fernab der europäischen Wettbewerbe auf einem nicht zufriedenstellenden achten Rang.

FC Arsenal in der „Money League“ 2021: 388 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 445,2)

Bernd Leno steht im Tor und greift sich mit der linken Hand an die Stirn
Torhüter Bernd Leno ist vermutlich bald der letzte Deutsche beim FC Arsenal © Armando Franca/dpa/picture alliance

Noch schlimmer: Dem FC Arsenal brechen die Einnahmen weg. Sie behaupten sich in der „Money Tabelle“ zwar auf dem elften Platz, ein Umsatzrückgang von 57 Millionen Euro lässt sich aber nicht so einfach wegstecken. Harte Zeiten für alle Fans der Gunners.

Platz 10: Juventus Turin (Vorjahr: 10.)

Juve-Präsident Andrea Angelli hat die Hände gefaltet, als ob er beten würde
Juve-Präsident Andrea Agnelli braucht noch keinen Beistand von oben - trotz 62 Millionen Miese © Salvatore Di Nolfi/dpa/KEYSTONE/picture alliance

Als erstes Team hat es Juventus Turin in die Top Ten der „Money Tabelle“ geschafft. Platz zehn, genau wie im Vorjahr. Aber auch der italienische Rekordmeister muss eine heftige Umsatzeinbuße in Kauf nehmen. Ein Minus von 62 Millionen Euro im Vergleich zur Saison 2018/2019. Das ist selbst für den von Autohersteller Fiat unterstützten Verein eine ganze Menge Holz.

Juventus Turin in der „Money League“ 2021: 397,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 459,7)

Gigi Buffon und Cristiano Ronaldo feiern mit dem Meistertitel in der Hand
Gigi Buffon und Cristiano Ronaldo bejubeln die neunte Juve-Meisterschaft in Folge © Alberto Lingria/dpa/XinHua/picture alliance

Zumindest sportlich lief es in der vergangenen Saison. Zwar war in der Champions League einmal mehr im Achtelfinale Schluss, aber zumindest in er Liga konnte der neunte Meistertitel in Folge eingefahren werden. Ja richtig gelesen: Der neunte Titel in Folge. Da soll sich nochmal einer über die Bundesliga beschweren.

Platz 9: Tottenham Hotspur (Vorjahr: 8.)

Jose Mourinho steht an der Seitenlinie und hat seine Hände in die Taschen gesteckt
Jose Mourinho ist seit November 2019 Trainer von Tottenham © Ian Walton/dpa/PA Wire/picture alliance

Tottenham Hotspur hat mit Jose Mourinho eine der schillerndsten Trainer-Persönlichkeiten an der Seitenlinie. Und er brachte in der laufenden Saison sogar den Erfolg zurück - die Spurs standen für ein paar Spieltage an der Tabellenspitze. Und wie läuft es finanziell?

Tottenham Hotspur in der „Money League“ 2021: 445,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 521,1)

Zu sehen ist das Tottenham-Log auf der Außenfassade des neuen Stadions
Aufgrund explodierender Baukosten gilt das Tottenham Hotspur Stadium als die teuerste Arena Europas © Steve Parsons/dpa/PA Wire/picture alliance

Als Buchhalter von Tottenham wird man zuletzt einige schlaflose Nächte gehabt haben. Die Saison 19/20 wurde mit einem Umsatzminus von über 75 Millionen abgeschlossen. Besonders schwer im Magen liegt das neue Tottenham-Stadion. Die teuerste Arena Europas mit über einer Milliarde Baukosten (geplant waren 400 Millionen Euro) ist zwar ein echtes Schmuckstück, aber eben auch sauteuer.

Platz 8: FC Chelsea (Vorjahr: 9.)

Timo Werner und Kai Havertz jubeln über ein Tor
Timo Werner und Kai Havertz kamen für viel Geld zum FC Chelsea © IMAGO/PA Images

Geld spielt beim FC Chelsea eigentlich keine Rolle. Vor der aktuellen Saison wurden mal eben Kai Havertz und Timo Werner für über 130 Millionen Euro verpflichtet. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass der Verein zum Abschluss der Saison 2019/ 2020 im Vergleich zur Vorsaison knapp 43 Millionen Euro weniger in der Tasche hatte. 469,7 Millionen Euro Umsatz reichen aber immer noch für Platz acht in der „Money Tabelle“.

FC Chelsea in der „Money League“ 2021: 469,7 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 513,1)

Thomas Tuchel dirigiert seine Spieler mit den Händen
Thomas Tuchel wird neuer Trainer beim FC Chelsea © Dave Thompson/dpa/AP/picture alliance

Sportlich bewegen sich die Londoner nur im Mittelfeld der Premier League. Daher musste im Januar 2021 Frank Lampard seinen Hut nehmen. Nachfolger als Chelsea-Trainer wurde kein geringerer als Thomas Tuchel. Billig dürfte diese Verpflichtung sicher nicht gewesen sein...

Platz 7: Paris Saint-Germain (Vorjahr: 5.)

Neymar jubelt mit herausgesteckter Zunge
Neymar ist mit 222 Millionen Euro Ablöse weiterhin der teuerste Spieler der Welt © Christophe Ena/dpa/AP/picture alliance

Paris Saint-Germain zählt zu den größten Verlierern der Corona-Krise. Hatte das französischen Spitzenteam in der Saison 2018/19 noch einen Umsatz von 635,9 Millionen Euro, ist er in der Saison 2019/20 auf 540 Millionen Euro gefallen. Das Minus von fast 96 Millionen Euro ist der dritthöchste Verlust in den Top 20 der „Money Tabelle“.

PSG in der „Money League“ 2021: 540 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 635,9)

Spieler von PSG um Neymar bejubeln ein Tor
Sportlich läuft es auch in dieser Saison für PSG - die Pariser sind in der Tabelle wieder ganz oben zu finden © David Vincent/dpa/AP/picture alliance

Dementsprechend fällt PSG in der „Money Tabelle“ von Platz fünf auf Platz sieben. Neben den fehlenden Zuschauereinnahmen fehlte den Parisern auch das Geld aus der TV-Vermarktung. Rechteinhaber Mediapro hatte sich wegen Corona geweigert, die vorgesehenen Raten zu zahlen.

Platz 6: Manchester City FC (Vorjahr: 6.)

Pep Guardiola streckt den rechten Arm und und streckt den Daumen nach oben
Seit 2016 ist Pep Guardiola Trainer von Manchester City - er kam vom FC Bayern nach England © Clive Brunskill/dpa/PA Wire/picture alliance

Geld spielt bei Manchester City eigentlich keine Rolle. Seit 2008 ist der Scheich von Abu Dhabi Mansour Bin Zayed Al Nahyan Haupteigentümer beim Premier-League-Klub. Mit allen Mitteln soll der Erfolg in die englische Arbeiterstadt kommen. Dafür wurde unter anderem vor Jahren Pep Guardiola verpflichtet. Meister- und Pokaltitel wurden zu Hauf gewonnen, der ganz große Wurf - nämlich der Champions-League-Titel - ist bis heute nicht gelungen .

Manchester City in der „Money League“ 2021: 549,2 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 610,6)

Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan winkt auf der Tribüne Manchester-City-Fans zu
Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist der Haupteigentümer von Manchester City © Robin Parker/dpa/epa/picture alliance

Finanziell hat Manchester City die Saison 2019/20 mit einem Minus von über 61 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. Ein schöner Batzen Geld, für den Scheich aber offenbar zu verkraften. Vor der aktuellen Spielzeit wurden alleine 180 Millionen Euro für Spielertransfers ausgegeben. Der Kader hat einen Wert von 1,06 Milliarden Euro. Noch Fragen?

Patz 5: FC Liverpool (Vorjahr: 7.)

Der FC Liverpool feiert den Meistertitel mit Konfetti und Feuerwerk
2020 wurde der FC Liverpool endlich wieder Englischer Meister - zum ersten Mal seit 1990! © Laurence Griffiths/dpa/PA Wire/picture alliance

Der FC Liverpool ist in der „Money League“ nach oben geklettert. Der Englische Meister war in der Saison 2018/19 noch auf dem siebten Platz, mit einem Umsatz von fast 559 Millionen Euro steht der LFC jetzt auf dem fünften Platz. Umsatzeinbußen von 46 Millionen Euro dürften den Liverpool-Verantwortlichen aber sicher nicht gefallen.

FC Liverpool in der „Money League“ 2021: 558,6 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 604,7)

Jürgen Klopp sitzt auf der Trainerbank und atmet durch
Jürgen Klopp und der FC Liverpool haben mit vielen Verletzungen zu kämpfen - dazu passen aktuelle auch die Ergebnisse nicht © Peter Powell/dpa/PA Wire/picture alliance

Die Gründe für den geschrumpften Umsatz sind klar. Alleine die (fast komplett) fehlenden Zuschauer an der legendären Anfield Road machen einen großen Teil aus.

Platz 4: Manchester United (Vorjahr: 3.)

Paul Pogba behauptet sich im Zweikampf mit Dani Olmo von RB Leipzig
Paul Pogba ist der Star im Mittelfeld von Manchester United © Nick Potts/dpa/PA Wire/picture alliance

Manchester United ist sicher einer der Verlierer der Corona-Krise. 131 Millionen Euro weniger im Vergleich zum Vorjahr sind der zweitgrößte Umsatzverlust in den Top 20 der „Money League“. Insgesamt war die Saison 2019/20 finanziell kein gutes Jahr: Die Schulden der Red Devils haben sich vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 von knapp 225 Millionen auf rund 525 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Manchester United in der „Money League“ 2021: 580,4 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 711,5)

Ole Gunnar Solskjaer lacht in die Kamera
Ole Gunnar Solskjaer soll den ersten Meisertitel seit 2013 für Manchester United holen © Clive Brunskill/dpa/Getty-Pool/PA Wire/picture alliance

Die Premier-League-Hinrunde lief für das Team von Ole Gunnar Solskjaer richtig gut. Die Mannschaft lauerte zu Halbzeit auf Rang zwei der Tabelle. Ein Wermutstropfen dagegen die Champions-League-Gruppenphase: United musste Paris SG und RB Leipzig den Vortritt lassen.

Platz 3: FC Bayern München (Vorjahr: 4.)

Karl-Heinz Rummenigge steht im Interview bei Sky und dem ZDF
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann mit dem Umsatz 2019/20 zufrieden sein - trotz Corona © Arne Dedert/dpa/picture alliance

Herzlich Willkommen in den Top drei der „Money League“. Der FC Bayern klettert in der Umsatztabelle vom vierten auf den dritten Platz. Natürlich mussten auch die Münchner in Corona-Zeiten Umsatzeinbußen hinnehmen. Mit knapp 26 Millionen Euro fallen die aber „moderat“ aus. Mit einem Umsatz von 634,1 Millionen Euro liegen nur noch zwei Teams vor den Bayern.

FC Bayern in der „Money League“ 2021: 634,1 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 660,1)

Die Bayern in Person von Manuel Neuer stemmen beim Turnier in Lissabon den Champions-League-Pokal in die Luft
Die Bayern feiern ihren Champions-League-Sieg beim Turnier in Lissabon © Peter Schatz/IMAGO/Poolfoto UCL

Sportlich hätte die Saison 2019/20 gar nicht besser laufen können. Meistertitel? Check. Pokalsieg? Check. Champions-League-Titel? Check. Natürlich ließen die Spieler es anschließend ordentlich krachen*. Großer Wermutstropfen trotz der vielen Erfolge: Die Siegesfeiern fanden ohne Bayern-Fans statt. Statt voller Allianz Arena hieß es Geisterspiele.

Platz 2: Real Madrid CF (Vorjahr: 2.)

Real-Präsident Florentino Perez steht an einem Rednerpult. Hinter ihm hängt ein großes Bild des Real-Stadions
Seit 2009 hält Präsident Florentino Perez erneut alle Real-Zügel in der Hand © Manu Fernandez/dpa/AP/picture alliance

Auf dem zweiten Platz in der „Money League“ rangiert wie im Vorjahr Real Madrid. Der Umsatz der Königlichen betrug in der Saison 2019/20 714,9 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von mehr als 42 Millionen Euro.

Real Madrid in der „Money League“ 2021: 714,9 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 757,3)

Zinedine Zidane dirigiert seine Spieler an der Seitenlinie
Was er anfasst, wird zu Gold! Real-Trainer Zinedine Zidane gewann mit seiner Mannschaft den Meistertitel © Marius Becker/dpa/picture alliance

Auf dem Rasen gab es in der letzten Saison den ersten Meistertitel seit 2017 zu bejubeln. Die Königlichen unter Trainer Zinedine Zidane setzten sich am Ende gegen den Dauerrivalen FC Barcelona durch und gewannen so die 34. Meisterschaft.

Platz 1: FC Barcelona (Vorjahr: 1.)

Enttäuschte Barca-Spieler Luis Suarez, Messi und Griezmann nach der Niederlage gegen die Bayern
Der negative Höhepunkt in einer sportlich katastrophalen Saison 2019/20 - das 2:8 in der Champions League gegen die Bayern © Michael Regan/IMAGO/Poolfoto UCL

Kein Team hat die Corona-Krise so schwer erwischt wie den FC Barcelona. Die Katalanen haben zwar auch in der Saison 2019/20 den höchsten Umsatz verbuchen können (knapp 0,2 Millionen mehr als Konkurrent Real), dennoch belaufen sich die Umsatzeinbußen auf unglaubliche 125,7 Millionen Euro. 2018/19 hatte Barca noch einen Umsatz von fast 841 Millionen.

FC Barcelona in der „Money League“ 2021: 715,1 Millionen Euro Umsatz (Vorjahr 840,8)

Lionel Messi steht auf dem Platz und schaut unzufrieden drein
Gehen Lionel Messi und der FC Barcelona bald getrennte Wege? Gerüchte gibt es schon länger © Miguel Morenatti/dpa/AP/picture alliance

Die Schuld für den hohen Umsatzeinbruch aber nur bei der Corona-Krise zu suchen, wäre zu einfach. In den letzten Jahren hat der FC Barcelona schlecht gewirtschaftet - teure Spielertransfers und hohe Spielgehälter seien hier genannt. Wie spanische Medien berichten, soll der Verein Verbindlichkeiten in Höhe von 1,17 Milliarden Euro haben! Es wird bereits spekuliert, dass der große FC Barcelona womöglich sogar Superstar Lionel Messi teuer verkaufen müsse.

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