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Krachende Pleite für Rainer Koch! Frau kegelt langjährigen Funktionär überraschend aus dem DFB-Präsidium

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Von: Marius Epp

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Rainer Koch gehört nach 15 Jahren nicht mehr dem DFB-Präsidium an. Beim DFB-Bundestag verlor er sein Amt des Vizepräsidenten überraschend gegen Silke Sinning.

Bonn - Paukenschlag beim DFB*-Bundestag! Rainer Koch wurde am Freitag in Bonn aus dem Präsidium gewählt. Er verlor sein Vizepräsidenten-Amt an die Sportwissenschaftsprofessorin Silke Sinning.

Koch zog bei der Abstimmung überraschend deutlich den Kürzeren. Für das Amt des ersten Vizepräsidenten Amateure hatte er sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Koch (63) werden von seinen Kritikern zahlreiche Verfehlungen und Verstrickungen in dubiose Machenschaften vorgeworfen.

Rainer Koch beim DFB-Bundestag.
Rainer Koch beim DFB-Bundestag. © IMAGO/Nico Herbertz

DFB-Bundestag: Rainer Koch verliert sein Präsidiums-Sitz an Silke Sinning

Zuletzt hatten die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, Reinhard Grindel und Fritz Keller dazu aufgefordert, das „System Koch“ zu beenden. Koch sitzt allerdings noch im DFB-Vorstand. Hans-Joachim Watzke wurde als erster Vizepräsident Liga von den Delegierten einstimmig bestätigt. Nachfolger des abgetretenen Stephan Osnabrügge als Schatzmeister wurde Stephan Grunwald, Nachfolger Kochs für die Amateure Ronny Zimmermann. Zum neuen DFB-Präsidenten wurde zuvor Bernd Neuendorf gewählt.

Silke Sinning gehörte eigentlich dem Team des Präsidentschafts-Kandidaten Peter Peters an, dennoch trat sie nach dessen Niederlage gegen Koch an und gewann die Abstimmung mit 163 zu 68 Stimmen.

DFB: Silke Sinning von Sieg über Koch gerührt - „Überhaupt nicht damit gerechnet“

„Mit diesem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich wollte Mut zeigen. Herzlichen Dank für ihr Vertrauen“, sagte die sichtlich gerührte Sinning. In ihrer Bewerbungsrede hatte sie offensiv für ihre Wahl geworben und dafür viel Applaus erhalten.

Koch berief sich dagegen vorwiegend auf zuvor getroffene Absprachen und äußerte zudem Kritik an der Rivalin, was bei etlichen Delegierten nicht gut ankam. Der langjährige Vizepräsident war zuletzt immer heftiger für seine Rolle bei den DFB-Krisen attackiert worden und galt vielen als nicht mehr haltbarer Strippenzieher bei den Machtkämpfen hinter den Kulissen.

Ex-DFB-Präsident Reinhard Grindel begrüßte die neue Zusammensetzung des DFB-Präsidiums und stellte gleich eine Forderung an den neuen Präsidenten Neuendorf: „Ich rate Neuendorf nach dem Verlauf des Bundestages sehr dazu, auch die Vertretung des DFB im UEFA-Exekutivkomitee anzustreben.“ Darin sitzt Koch. (epp/SID/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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