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Nagelsmann singt Loblied auf Bayern-Star, vergisst ein „Sané-Übel“ aber trotzdem nicht

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Von: Marius Epp, Patrick Mayer

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Sané und Nagelsmann
Leroy Sané trumpfte gegen Bochum groß auf. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

Der FC Bayern hat den VfL Bochum demontiert. „Wenn er 100 Prozent Bock hat“, sei er kaum zu stoppen, sagt Coach Nagelsmann über Leroy Sané. Die Stimmen zum Spiel.

Bochum - „Die Niederlage steckt schon noch im Kopf“, sagte Julian Nagelsmann vor dem Spiel gegen den VfL Bochum (hier im Live-Ticker zum Nachlesen). Niederlagen des FC Bayern bleiben automatisch länger im Gedächtnis - schlicht, weil es nicht viel von ihnen gibt. Eine davon ereignete sich im Februar dieses Jahres, als die Münchner sich überraschend mit 2:4 gegen die Bochumer geschlagen geben mussten.

Der FC Bayern brannte auf die Revanche - und zerlegte den VfL Bochum mit 7:0 in seine Einzelteile. Vor und nach der Partie gab es natürlich Redebedarf - wir haben die Stimmen von DAZN zusammengefasst.

Simon Zoller (VfL Bochum) nach dem Spiel über ...

... die krachende Niederlage: „Wir wurden heute komplett auseinandergeschraubt. Es ist maximal enttäuschend. Wir hatten vom Anpfiff weg keinen Mumm und keine Eier, haben krasse Fehler gemacht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Wir wollen das spielen, was uns die letzten Jahre ausgezeichnet hat. Wir rennen stattdessen aber wie ein wilder Vogelhaufen über den Platz. So zerstört wurde ich noch nie.“

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... das Limit der Bayern: „Wir setzen uns erstmal keines, versuchen immer unsere Leistung zu bringen. Schon beim Aufwärmen habe ich gehört, dass unser Positionsspiel gut ist. Das ist immer ein guter Indikator. Wir wollten die Abläufe verfestigen und auch die zweite Halbzeit gewinnen. Die Energie, die wir jetzt in der Mannschaft haben, ist sehr, sehr gut. Da gönnt jeder jedem anderen alles. Das war letztes Jahr nicht immer so.“

... Leroy Sanés starken Auftritt: „Er hat sich ein bisschen aus seiner eigenen Krise rausgeholt und eine super Leistung gebracht. Er ist ein Spieler, der durch seine Art immer ein bisschen polarisiert. Wenn er 100 Prozent Bock hat, ist er einer der besten Spieler in Europa. Er hat alle Fähigkeiten, diese Technik gepaart mit dem Speed. Mir ist immer wichtig, dass Leroy auch die talentfreien Aktionen macht, also hinterhersprintet und den Ball holt.“

Matthijs de Ligt (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... das Spiel in Bochum: „Es ist unglaublich, wir haben in der ersten Halbzeit fünf Tore erzielt. Es war wichtig, dass wir den Fokus hochgehalten haben. Heute war es sehr wichtig, die gegnerischen Spieler in den richtigen Räumen zu halten.“

... den VAR nach seinem Tor: „Ich hatte keine Ahnung, worüber der Schiedsrichter geredet hat. Ich dachte, es war vielleicht ein Foul. Aber der Verteidiger hob den Arm. Ich habe nichts gemacht.“

... seine Bankrolle in den ersten beiden Saisonspielen: „Natürlich will jeder Spieler immer spielen. Aber ich habe die Situation verstanden, ich kam neu von Juventus, und Upamecano und Hernández haben gut gespielt. Aber natürlich will ich spielen.“

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) vor dem Spiel über ....

... den kurzfristigen Ausfall von Alphonso Davies: „Phonzie hatte leider hohe Werte. Er hat eine Muskelverhärtung hinten links gespürt. Es wäre ein zu hohes Risiko gewesen. Er hätte damit seine Dynamik nicht einbringen können.“

... die hohe Belastung wegen der Winter-WM 2022: „Wir wissen alle nicht, wie die Auswirkungen der WM sind. Wenn die Spieler zurückkommen, beginnen die heißen Spiele. Es wird spannend. Wir haben einen ausgeglichenen Kader, einen sehr guten Athletik-Trainer, deswegen haben wir nicht allzu großen Sorgen.“

... die Ersatzspieler und Rotation: „Es ist nicht immer leicht für die, die draußen sitzen. Ich möchte allen ihre Einsatzzeiten geben. Die Energie in der Truppe war sehr gut nach den ersten drei Spielen. Jeder weiß aber, dass er seinen Platz nicht sicher hat und umgekehrt, dass er Spielzeit bekommt. Man muss miteinander leiden, sich für einander freuen, egal, ob man auf dem Platz steht oder nicht. Das ist ein Mannschaftssport.“

Hasan Salihamidzic (Sportvorstand FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... das 4:2 der Bochumer in der Vorsaison: „Wir wissen, was hier letztes Jahr passiert ist, und wollen es besser machen. Ganz klar.“

... die neue Mannschaft der Münchner: „Wir wollten mehr Qualität im Kader, die Mannschaft in der Breite vergrößern. Im letzten Jahr hatten wir wegen der Pandemie nicht diese finanziellen Möglichkeiten. Wir hatten zwei, drei Pläne, das ist jetzt ganz gut aufgegangen. Wenn es gut läuft, haben wir über 50 Spiele im Jahr. Natürlich wollen alle spielen, aber wir haben ein gutes Trainerteam, die werden das schon moderieren.“

... die jüngsten Transfers der Bayern: „Wir wussten nicht von Anfang an, dass der Lewa (Robert Lewandowski, d. Red.) weggeht. Wir hatten aber ein, zwei Optionen auf dem Tisch, die wir mit dem Trainer besprochen haben: ‚Diesen Weg könnten wir gehen, wenn was passiert.‘ Wir hatten noch ein, zwei andere Möglichkeiten gehabt, die auch gut in die Mannschaft gepasst hätten. Der Transfermarkt ist ja noch ein paar Tage offen. Aber wir sind in einer entspannten Position.“

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum) vor dem Spiel über ...

... das 4:2 des VfL gegen die Bayern in der Vorsaison: „Das war damals ein besonderes Erlebnis, natürlich auch für die Zuschauer, das ihnen in Erinnerung bleiben wird. Das ist heute aber ein ganz anderes Spiel. Wir freuen uns, dass wir auch diese Saison wieder zwei Spiele gegen Bayern München haben.“

... das Spiel gegen die Münchner: „Bayern ist in bestechender Form. Sie haben in den ersten Spielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welche Möglichkeiten sie haben. Wir wollen aggressiv ins Eins-gegen-eins gehen und das Spiel so lange wie möglich offenhalten. Wir wollen versuchen, Bayern in die Zweikämpfe zu verwickeln. Sie werden wahrscheinlich hoch anlaufen, da ergeben sich Räume, die man anlaufen muss. Dann ergeben sich Chancen. (...) Du versuchst, die Bayern vorne anzulaufen und ihren Spielaufbau zu unterbinden. Sie versuchen immer wieder, in die Räume zu kommen. Wir werden versuchen, auf allen Positionen Zweikämpfe zu gewinnen und ihnen so ein bisschen den Spaß am Fußball zu nehmen.“ (epp/pm)

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