Profi-Fußball auf dem Betzenberg 

1. FC Kaiserslautern erhält Lizenz für 3. Liga unter Auflagen 

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Wird auf dem Betzenberg bald Regionalliga-Fussball gespielt?

Kaiserslautern - Aufatmen beim 1. FC Kaiserslautern! Wie die Pfälzer mitteilen, erhalten sie die Lizenz für die 3. Liga - allerdings nur unter Auflagen.

Update vom 16. April/13 Uhr: Der 1. FC Kaiserslautern steht in der 3. Liga als Achtplazierter im Niemandsland der Tabelle. Damit sollte in sportlicher Hinsicht der Klassenerhalt nur noch reine Formsache sein. Dennoch bangt man am Betzenberg um die Lizenz für die kommende Saison. Nach eigenen Angaben belasten den Verein Verbindlichkeiten in Millionenhöhe. 

Am Dienstag (16. März) teilt der Traditionsverein mit: „Der 1. FC Kaiserslautern erhält für die Saison 2019/20 die Lizenz für die 3. Liga zunächst unter Auflagen und Bedingungen.“

Wie die Bedingungen im Detail aussehen, wird nicht bekanntgegeben - lediglich, dass diese bis Ende Mai zu erfüllen sind.  

Der kaufmännische Geschäftsführer Michael Klatt des FCK zeigt sich aber optimistisch: „Auf die Umsetzung der Bedingungserfüllung sind wir gut vorbereitet, auch wenn dies ambitioniert ist. Wir haben einen klaren Plan, wie diese Umsetzung gelingt.“ 

Bei Lizenzvergabe für die 3. Liga auch auf Großzügigkeit der Fans angewiesen  

Der stolze wie klamme Verein versucht gerade durch eine neue Fananleihe und Crowdlending sowie durch einen millionenschweren Investor die nötigen finanziellen Mittel zusammenzubekommen.

Hierfür benötigen wir weiterhin die Unterstützung von Mitgliedern, Fans, Sponsoren und Investoren“, versucht der Verein Anhänger und Geldgeber zu beschwören. 

Reichen Schuldschein-Darlehen und Fan-Anleihen zur Rettung des 1. FCK?  

Nachdem der SV Waldhof Mannheim am Dienstag (26. Februar) seine Unterlagen zum Zulassungsverfahren für die 3. Liga beim DFB eingereicht hat, zieht der 1. FC Kaiserlautern am Donnerstag (28. Februar) nach. Der Traditionsverein aus der Pfalz muss nach eigenen Angaben zwölf Millionen Euro aufbringen.

Wie der SWR berichtet, wird das Lizenzierungsverfahren des FCK durch massive Liquiditätsprobleme belastet. Um die fehlenden Millionen aufzubringen, plant der Meister von 1998 unter anderem Schuldschein-Darlehnen in Umlauf zu bringen. 

Dazu müsste der Verein aber eine Sicherheit anbieten. Da man lediglich das eigene Nachwuchs-Leistungszentrum und die spärlichen TV-Gelder in der Hinterhand hat, bleibt abzuwarten, ob das ausreicht.

Außerdem beabsichtigt FCK-Geschäftsführer Finanzen, Michael Klatt, über eine neue Fan-Anleihe 1,5 Millionen Euro zusätzlich einzunehmen. 

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Im Aufstiegsfall des SV Waldhof: Kein Derby gegen den 1. FC Kaiserlautern?

Um die Finanzierung der kommenden Saison abzusichern, bleibt den Verantwortlichen des FCK nicht mehr viel Zeit. Mitte Mai läuft die Frist aus, um weitere Unterlagen beim DFB nachzureichen. Gegenüber dem SWR sagt Michael Klatt, dass er zwar optimistisch sei, er aber den Erhalt der Lizenz nicht garantieren könne. 

Übrigens: Live-Ticker: 1. FC Kaiserslautern gegen FC Bayern München

Es bleibt zu hoffen, dass beide Vereine in einer Profi-Liga wieder aufeinandertreffen. Bei aller Rivalität zwischen Waldhof und dem FCK – ein Derby gegen die erste Mannschaft nach 18 Jahren wäre ein Highlight für alle Fussballfans in der Region.

esk

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