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Jean Todt packt über Besuche bei Michael Schumacher aus: „Mal sehen wir uns dreimal in der Woche“

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Zu Michael Schumacher dürfen seit Jahren nur ausgewählte Besucher. Ein Vertrauter der Familie teilte kürzlich positive Nachrichten mit den Fans der Formel-1-Ikone.

Gland - Bald ist der schwere Unfall von Michael Schumacher neun Jahre her, seit Ende Dezember 2013 wird der siebenfache Formel-1-Weltmeister von der Außenwelt abgeschottet. Nur noch enge Freunde dürfen Schumi seitdem besuchen, dazu zählt vor allem der ehemalige FIA-Präsident und Ferrari-Teamchef Jean Todt. Der Franzose berichtete kürzlich von seinen Besuchen im Hause Schumacher und richtete sich an die Fans des legendären Formel-1-Piloten.

Jean Todt spricht über Michael Schumacher: „Die Fans sollten wissen, ...“

Erst im Juli erwies sich Todt erneut als guter Freund, als er beim Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen, den Michaels Frau Corinna für ihren Mann entgegennahm, die Laudatio auf seinen Weggefährten hielt. Todt ist bereits seit Mitte der 1990er-Jahre mit der Familie befreundet, holte Schumi 1996 sogar zu Ferrari, wo beide gemeinsam etliche Erfolge feierten. In einem Interview mit der Sport Bild ging der 76-Jährige auf das Zusammensein mit Schumacher ein.

Todt sei „glücklich, dass die Fans, nicht nur in Deutschland, so viel an ihn denken“ und „so viel“ nach seinem Zustand fragen. „Die Fans sollten wissen, dass er in besten Händen ist“, richtet sich Todt an die Anhänger und Bewunderer des 53-Jährigen. Schumacher sei demnach „in der besten Situation, in der er sein kann, und umgeben von Menschen, die ihn lieben“.

Jean Todt zu Schumacher-Besuchen: „Mal sehen wir uns dreimal in der Woche“

Als prominentester Vertrauter der Familie Schumacher ist Todt als regelmäßiger Besucher im Anwesen am Genfer See bekannt. Auch mehr als acht Jahre nach Schumachers Skiunfall schaut er regelmäßig vorbei, wie er erzählt: „Mal sehen wir uns dreimal in der Woche, mal auch einen ganzen Monat nicht“, so Todt, der betont: „Sie sind meine Freunde, und wir sind in ständigem Kontakt. Was immer ich für die Schumacher-Familie tun kann, werde ich tun.“ Dass Michael, Corinna, Gina und Mick dem ehemaligen Rennfahrer viel bedeuten, zeigt vor allem ein Satz: „Solange ich auf dieser Welt bin, werde ich sie immer besuchen“.

Jubelszene aus dem Jahr 2006: Schumi freut sich mit Teamchef Jean Todt über seinen Sieg in Imola.
Jubelszene aus dem Jahr 2006: Schumi freut sich mit Teamchef Jean Todt über seinen Sieg in Imola. © Pakusch/imago

Auch Mick Schumacher und Todt pflegen ein enges Verhältnis - „Tauschen uns sehr oft aus“

Auch mit Mick Schumacher pflegt Todt laut eigener Aussage ein enges Verhältnis. „Wir tauschen uns sehr oft aus. Wir vertrauen einander und diskutieren“, verriet er im Interview. Er freue sich darum jedes Mal, wenn der Haas-Pilot um Punkte fährt. „Wenn man jemanden liebt, fühlt man mit ihnen mit: Sind sie traurig, bist du auch traurig. Sind sie glücklich, bist du auch glücklich“, meint Todt.

Mick sei in der letzten Zeit „durch eine schwierige Phase gegangen, hatte zu kämpfen, und das manchmal aus unfairen Gründen“. So seien die Leistungen des Schumi-Sohns nicht wirklich analysiert worden, viel mehr wurde er lediglich mit seinem Teamkollegen Kevin Magnussen verglichen.

Zu den Gerüchten um einen Rennstall-Wechsel von Mick Schumacher konnte sich Todt nicht äußern, da er „die Vertragssituation gar nicht so sehr verfolge“, der Haas-Fahrer sollte „die beste Option“ wählen. Aktuell gilt Alpine als Interessent, ein Pilot des französischen Teams setzte sich sogar öffentlich für die Verpflichtung des 23-Jährigen ein. Todt wird seinen Freund also wohl weiterhin in der Königsklasse verfolgen können. (ajr)

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