1. Mannheim24
  2. Sport
  3. Formel 1

Schumis Ex-Manager Willi Weber erinnert sich an einen groben Schnitzer: „Michael wusste das nicht“

Erstellt:

Kommentare

Michael Schumachers ehemaliger Manager Willi Weber enthüllte kürzlich einige brisante Geschichten um den siebenfachen Formel-1-Weltmeister.

Regensburg - 307 Formel-1-Starts, 91 Siege und sieben Weltmeistertitel: Die Statistik der Motorsport-Legende Michael Schumacher ist atemberaubend. All dies wäre wohl nicht möglich gewesen, hätte ihn sein langjähriger Manager Willi Weber nicht 1988 entdeckt und entsprechend unterstützt. Der inzwischen 80-Jährige ist schon seit Jahren nicht mehr für Schumi tätig und pflegt keinen Kontakt mit der Familie seines ehemaligen Weggefährten. Dennoch erzählte er kürzlich so manche Geschichte aus der gemeinsamen Zeit mit Schumacher.

Willi Weber entdeckte Michael Schumacher: Ex-Manager erzählt Schumi-Anekdoten

Weber, der früher aufgrund seines großzügigen Managervertrags „Mister 20 Prozent“ genannt wurde, begleitete die Karriere von Michael Schumacher seit dessen Anfängen in der Formel 3. Sukzessive entfaltete der junge Rennfahrer zu Beginn der 1990er-Jahre sein Potenzial und holte 1995 und 1996 seine ersten beiden WM-Titel. Gegenüber dem Magazin Stern packte Weber nun einige Anekdoten aus seiner mehr als zwanzigjährigen Tätigkeit als Manager des Piloten.

Willi Weber li und Berater Michael Schumacher Ferrari
Willi Weber und Michael Schumacher im Jahr 2009. © Andreas Beil/imago

Manager Weber erinnert sich an Fanartikel-Fauxpas: „Michael wusste das aber nicht“

Der damalige Manager, der besonders nach seiner Ablösung durch Sabine Kehm 2010 verstärkt für das Merchandising zuständig war, war auch für die Schumi-Fanartikel verantwortlich. Wie er erzählte, wurden zu jedem Weltmeister-Titel Baseball-Kappen für die Anhänger des erfolgreichen Fahrers produziert. Einmal missglückte das Merchandising-Konzept jedoch aus einem einfachen Grund.

„Aus Versehen ließ ich mal 100.000 Stück produzieren und nachher wurde er doch nicht Weltmeister“, erinnert sich Weber und gesteht: „Michael wusste das aber nicht. Er war aber sehr abergläubisch. Wenn er das rausbekommen hätte, wäre er verrückt geworden“.

So feierte der „vollkommen dichte“ Michael Schumacher seinen ersten WM-Titel bei Ferrari

Auch eine feuchtfröhliche Erzählung gab Weber preis. Seinen ersten Weltmeistertitel in Diensten von Ferrari im Jahr 2000 habe der heute 53-jährige Schumacher ordentlich begossen. „Ganz Italien feierte und trank bis frühmorgens. Michael trank so viel Bacardi-Cola, dass er vollkommen dicht war und Sektkübel über jeden schüttete, den er erwischte“, erinnert sich Weber an die guten Zeiten. Einige Jahre später erlosch das Verhältnis zwischen Fahrer und Manager jedoch.

Weber glaubt nicht an Versöhnung mit Familie Schumacher: „Habe damit abgeschlossen“

In der Zeit des folgenschweren Skiunfalls der Formel-1-Ikone in den französischen Alpen im Dezember 2013 brach der Kontakt zwischen Weber und der Familie Schumacher ab. Der Regensburger habe kurz nach der tragischen Nachricht „einen Fehler gemacht“, den er „tausendmal bereut“ habe, wie er erst im vergangenen Jahr gegenüber RTL meinte. Weber, der zur Zeit des Unfalls im Urlaub verweilte, beteuerte, er hätte nach der Schreckensnachricht „sofort runterfliegen müssen“.

Anders als Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt, der Schumacher bis heute regelmäßig besucht, gehörte Weber in der Folge nicht mehr zum engen Kreis. Seitdem habe ihn Schumachers Ehefrau Corinna „aus ihrem Leben gelöscht“, es gab offenbar keinerlei Austausch mehr zwischen den beiden Seiten. Eine Versöhnung werde es nicht mehr geben, wie er dem Stern bestätigte: „Das hat aber keinen Sinn. Mittlerweile habe ich damit abgeschlossen.“ (ajr)

Auch interessant

Kommentare