„Wir wollen jedes Spiel gewinnen!“

Adler-Star Glen ist schon ein Metropolit(aner)!

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Glen Metropolit (rotes Trikot) im Zweikampf.

Mannheim - Oldie but Goldie! Für keinen Adler-Crack gilt diese Weisheit mehr als für Glen Metropolit. Der 40-jährige Haudegen im Interview über die Lage beim Tabellenführer.

Glen Metropolit hat in Mannheim voll eingeschlagen. Mit vier Toren und 18 Vorlagen ist der 40-jährige Kanadier derzeit der Top-Scorer der Adler. 

Doch der ehemalige NHL-Star glänzt in erster Linie nicht durch seine Scoring-Qualitäten, sondern durch seine technischen Fähigkeiten und seiner außergewöhnlichen Spielübersicht. 

Der Routinier im Interview zur aktuellen Situation bei den Adlern:

Glen, die Adler sind mit einem Sieg und einer Niederlage aus der Länderspielpause gekommen. Wie zufrieden bist du mit dem Start ins zweite Saisondrittel?

Ich denke, dass wir in beiden Partien mit unseren Leistungen zufrieden sein können. Gegen Köln hat es zum Sieg gereicht, gegen Ingolstadt leider nicht. Man kann einen Rückstand nicht immer in einen Sieg ummünzen, wobei wir am Sonntag durchaus ein besseres Ergebnis verdient gehabt hätten.

Lass und noch kurz über die beiden Spiele sprechen. Der Auswärtssieg in Köln war völlig verdient. Die Haie hatten zwar einen guten Start in die Partie, aber ab der Mitte des ersten Drittels habt ihr das Spiel in die Hand genommen und kontrolliert. Wie würdest du das Spiel im Nachhinein zusammenfassen?

Wir wussten, dass Köln nach dem enttäuschenden Saisonstart und der Pause mit viel Energie und Schwung aus der Kabine kommen wird, aber wir sind unserer Spielweise treu geblieben, haben das Spiel einfach gehalten und es dann an uns gerissen. Gerade nach der Pause war dieser Sieg sehr wichtig für uns.

Gegen den amtierenden Meister habt ihr Euch sehr schwer getan und die erste Heimniederlage der Saison kassiert. Was waren deiner Meinung nach die ausschlaggebenden Gründe dafür?

Wir haben einige klare Chancen nicht genutzt und uns Fehler geleistet, die Ingolstadt eiskalt bestraft hat. Trotzdem hat die Mannschaft Moral bewiesen und bis zum Schluss gekämpft. An manch anderen Tagen gewinnen wir solche Spiele. Wir müssen jetzt aus den Fehlern lernen und die positiven Dinge aus dem Spiel mitnehmen.

Die Adler spielen bis dato eine bärenstarke Saison und sind Tabellenführer. Du hast in deiner Karriere schon einiges erlebt und in vielen Teams gespielt. Wie beurteilst du die aktuelle Situation bei den Adlern?

Wir haben eine geniale Truppe. Alle Spieler verstehen ihre Rolle innerhalb der Mannschaft, ziehen an einem Strang und stellen persönliche Interessen hinten an. Das ist enorm wichtig, um Erfolg zu haben und wenn alle verletzungsfrei bleiben, dann können wir in dieser Saison einiges erreichen.

Im November sprießen die Barthaare. Tolle Schnauzer zieren die Gesichter einiger Spieler, um auf Krankheiten wie Prostata- oder Hodenkrebs aufmerksam zu machen.

Das ist richtig. Für mich ist diese Aktion immer etwas sehr Besonderes, weil ich vor einigen Jahren einen guten Freund an Leukämie verloren habe. Es soll Männer dazu bewegen, mehr Voruntersuchungen zu absolvieren. Viele gehen damit sehr fahrlässig um, aber es betrifft uns alle und wir sollten es in unser Bewusstsein rufen.

Das zweite Baden-Württemberg-Derby gegen die Wild Wings steht vor der Tür. Die erste Begegnung haben die Adler mit 2:5 verloren. Brennen die Adler jetzt auf eine Revanche?

Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal gegen welchen Gegner. Wir wissen aber auch, dass diese Spiele für unsere Fans eine besondere Bedeutung haben und deswegen werden wir alles daran setzen, die drei Punkte in Mannheim zu behalten.

Adler Mannheim/pek

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