Langjähriger Kapitän 

Kink fehlt bei Banner-Zeremonie der Adler - emotionales Statement veröffentlicht

+
Marcus Kink verlässt die Adler Mannheim nach 15 Jahren.

Mannheim – Nach seinem Abschied von den Adler Mannheim, wird Ex-Kapitän Marcus Kink bei der Banner-Zeremonie in der SAP Arena nicht dabei sein. Das ist der Grund:

Update vom 6. September: Am Samstag (7. September/ab 18 Uhr) wird das Meister-Team 2018/19 in der SAP Arena geehrt. Der Meister-Kapitän ist bei der Banner-Zeremonie allerdings nicht dabei. Nachdem die Adler Mannheim nicht mehr mit ihm planen, hat Marcus Kink beschlossen, der Zeremonie fern zu bleiben. „Emotional wäre das für mich eine zu harte Nummer gewesen“, erklärt Kink dem Mannheimer Morgen.

In einem emotionalen Brief verabschiedet sich der ehemalige Adler-Kapitän von der Organisation und den Fans. Darin dankt er unter anderem auch Daniel Hopp. „Gerne hätte ich noch in den vertraglich vereinbarten zwei Jahren täglich alles gegeben – für meine Mannschaft und für die Fans. Aber so ist es im Leistungssport, der Trainer trifft die Entscheidungen. Im Play-off-Viertelfinale durfte ich letztmals das Trikot der Adler tragen – das Trikot, das ich so liebe. Ohne zu wissen, dass es kein weiteres Mal gibt, ohne mich verabschieden zu können und „Auf Wiedersehen“ zu euch zu sagen“, schreibt der 34-Jährige.

Marcus Kink nach Adler-Abschied „enttäuscht“

Meldung vom 5. August: Zehn Tage nach Bekanntgabe der Trennung zwischen Markus Kink und den Adler Mannheim hat sich der langjährige Kapitän zu seiner Freistellung geäußert: „Im ersten Moment war ich natürlich traurig und enttäuscht", erklärt Kink im Interview mit dem Mannheimer Morgen, fügt aber an: „Mit einigen Tagen Abstand sehe ich das schon anders. Als Leistungssportler muss ich immer auf so eine Situation vorbereitet sein."

Marcus Kink äußert sich zur Trennung von den Adler Mannheim 

Aktuell genießt der 34-Jährige die freie Zeit mit seiner Familie: „Das ist auch mal ganz schön, denn das ist in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen." Bei welchem Verein er in Zukunft spielen wird, ist derzeit noch unklar. 

Ein Engagement bei einem DEL-Klub kommt für Kink jedoch nicht in Betracht: „Das ist momentan nicht geplant, es haben sich in den vergangenen Tagen aber neue Möglichkeiten ergeben". Einen Wechsel ins Ausland würde er dagegen nicht ausschließen: „Wenn ich ein passendes Angebot erhalte - warum nicht?"

(mab)

Erstmeldung: Adler-Kapitän „passt nicht mehr ins Konzept“!

Erstmeldung vom 25. Juli: Marcus Kink (34) wird nicht mehr für die Adler Mannheim aufs Eis gehen. Das gibt der Verein am Donnerstag (25. Juli) bekannt. Seit 2004 verteidigte der gebürtige Düsseldorfer die Farben der Blau-Weiß-Roten aus der Quadratestadt. Damit ist jetzt Schluss. Obwohl Kink noch zwei Jahre Vertrag hat, gehen beide Seiten jetzt getrennte Wege.

Kapitän Marcus Kink verlässt Adler Mannheim

Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen. Marcus trägt die Adler tief in seinem Herzen und wir ihn in unseren. Er gehört definitiv zu den verdientesten Spielern der Clubgeschichte und hat in all den Jahren stets im Sinne der Adler gehandelt. Dafür gebührt ihm unser größter Respekt. Letzten Endes sind wir jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass Marcus nicht mehr ins sportliche Konzept der Adler passt. Wir haben uns im vergangenen Jahr einer Neuausrichtung verschrieben und werden diesen Weg mit aller Konsequenz weitergehen, auch wenn das zur Folge hat, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen“, so Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp.

Die Adler bedanken sich bei Marcus Kink für seine Vereinstreue, sein Engagement und die Wertschätzung, die er dem Club entgegengebracht hat, und wünschen ihm sowohl privat als auch beruflich alles erdenklich Gute für die Zukunft“, heißt es in einer Vereinsmitteilung.

Adler Mannheim trennen sich von Marcus Kink

Am 5. Oktober 2004 streifte Marcus Kink sich erstmals ein Adler-Trikot über, keine zwei Wochen später traf er zum ersten Mal für Blau-Weiß-Roten. Insgesamt 15 Jahre war Kink auf und neben dem Eis ein echtes Vorbild, prägte den Club wie kein zweiter.

98 Tore für Mannheim, 174 Vorlagen für Mannheim, 812 Spiele für Mannheim – das sind zweifelsfrei beeindruckende Statistiken. Was diese Zahlen nicht auszudrücken vermögen, ist der Stellenwert, den Kink innerhalb der Mannschaft und der Organisation genoss. 

Marcus Kink spielte 15 Jahre für Adler Mannheim

Als 19-Jähriger wechselte Marcus Kink von Köln nach Mannheim, entwickelte sich durch harte Arbeit, unbändigen Willen und unnachahmlichen Einsatz nach und nach zu einem Führungsspieler und zu einer Identifikationsfigur für den Club. Der deutsche Nationalspieler und Silbermedaillengewinner von Olympia 2018 nahm sich Jahr für Jahr den Neuzugängen an, hatte aber auch stets ein offenes Ohr für langjährige Mannschaftskollegen, Mitarbeiter und Fans. 

Insgesamt neun Jahre führte Marcus Kink die Adler als Kapitän aufs Eis. 2007, 2015 und 2019 feierte der Angreifer die Meisterschaft mit Mannheim, 2007 gewann er auch den deutschen Eishockeypokal.

Marcus Kinks Rückennummer soll nicht mehr vergeben werden 

Nach Marcus Kinks offiziellem Karriereende werden die Adler gemeinsam mit ihrem langjährigen Kapitän, dessen Rückennummer 17 in Mannheim nicht mehr vergeben wird, über eine würdige Abschiedszeremonie entscheiden.

Seit Ende Juni halten sich Gerüchte, Marcus Kink könnte beim SC Riessersee anheuern, der von dessen Bruder George trainiert wird. 

Der Kader der Adler Mannheim für die Saison 2019/20:

Torhüter: Mirko Pantkowski*, Dennis Endras, Johan Gustafsson

Verteidiger: Joonas Lehtivuori, Sinan Akdag, Janik Möser, Denis Reul, Cody Lampl, Thomas Larkin, Moritz Seider, Mark Katic, Björn Krupp, Tobias Müller*, Chad Billins

Stürmer: Brent Raedeke, Markus Eisenschmid, Ben Smith, Nico Krämmer, Matthias Plachta, Marcel Goc, Samuel Soramies*, Pierre Preto*, Tommi Huhtala, Louis Brune*, Andrew Desjardins, David Wolf, Phil Hungerecker, Valentino Klos*, Jan-Mikael Järvinen, Borna Rendulic, Yannik Valenti*, Tim Stützle

*Förderlizenz

pol/rmx

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare