Wegen Corona-Pandemie

Muss DEL-Saisonstart verschoben werden? „Geisterspiele keine Option“

Mannheim – Muss der DEL-Saisonstart wegen der Corona-Pandemie verschoben werden? Geisterspiele sind für DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke jedenfalls keine realistische Option:

  • DEL: Saisonstart für 18. September geplant.
  • Geisterspiele für DEL-Boss Tripcke keine Option.
  • Muss Saisonstart wegen Corona-Pandemie verschoben werden?

Update vom 20. April: Die DEL setzt weiterhin darauf, dass die Saison 2020/21 wie geplant am 18. September startet. „Alle Planungen gehen erstmal dahin“, sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke gegenüber ‚Sport1‘. In der vergangenen Woche ist von der Politik beschlossen worden, dass es bis zum 31. August 2020 keine Großveranstaltungen geben soll. „Wenn man da jetzt eine so klare Linie fährt, was wahrscheinlich auch Sinn macht, ist die Hoffnung groß, dass es danach wieder normal weiter geht“, hofft Tripcke.

Adler Mannheim: Muss der Saisonstart der DEL verschoben werden?

Geisterspiele wie sie im Fußball geplant sind, sind im Eishockey kaum realistisch. „Wir brauchen definitiv Spiele mit Zuschauern. Außer in ganz kurzfristigen Ausnahmesituationen sind für uns Geisterspiele keine Option“, so der DEL-Boss weiter. Sollte der Termin für den Saisonstart nicht eingehalten werden, könnte es Veränderungen im Spielplan geben. Auch eine Verkürzung der Playoffs sei möglich. 

Peter John Lee, Geschäftsführer von den Eisbären Berlin, hält einen späteren Saisonstart für möglich. „Vielleicht starten wir später in die Saison. Das werden wir intern diskutieren“, sagt Lee der Bild-Zeitung. Die DEL-Klubs befinden sich momentan im wöchentlichen Austausch über die aktuelle Situation. „Dort werden wir, wenn es soweit ist, bestimmt auch verschiedene Varianten, also Plan B oder C, diskutieren“, so Lee weiter.

Adler Mannheim: Saisonstart der DEL für 18. September geplant

Erstmeldung vom 3. April: Während die Fußball-Bundesliga wegen der Corona-Pandemie momentan pausiert, hat die DEL bereits vor einigen Wochen die Konsequenzen gezogen und hat die Eishockey-Saison noch vor dem ersten Playoffs-Spiel abgebrochen und für beendet erklärt. Der wirtschaftliche Schaden ist immens. „Für die DEL-Gruppe rechne ich mit rund 15 bis 20 Millionen Euro an Umsatz-Verlust durch die Absage der Playoffs“, sagt DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur.

Adler Mannheim: Saisonstart ohne Zuschauer?

Die Adler Mannheim haben aufgrund der angespannten Situation vorerst alle Aktivitäten auf dem Transfermarkt gestoppt. Der Blick in die Zukunft ist von großer Ungewissheit geprägt.

Sollte sich die Situation bis zum DEL-Saisonstart am 18. September nicht verbessern, hätte dies für das Eishockey in Deutschland verheerende Folgen. Geisterspiele wie sie die Bundesliga plant sind laut Tripcke keine realistische Option, da sie „wirtschaftlich keinen Sinn“ machen. 

Adler Mannheim: DEL-Saison soll im September beginnen

Der Spielbetrieb wäre dann nicht refinanzierbar. Das kann nur übergangsweise und kurzzeitig ein Szenario sein“, betont der DEL-Boss und fügt hinzu: „Wir haben im Eishockey wesentlich geringere TV-Einnahmen als im Fußball. Ohne Zuschauer und die in den Arenen engagierten Sponsoren hätten wir nur ungefähr ein Drittel der normalen Einnahmen.

Sollte der Saisonauftakt mit Zuschauern nicht möglich sein, werden die ersten Partien sehr wahrscheinlich später stattfinden. „Wenn es soweit kommen sollte, dass es nur die Option gibt, die neue Saison zu verschieben oder zu verkürzen, dann besprechen wir das natürlich mit den Clubs. Man muss dann sehen, was wirtschaftlich darstellbar ist. Aber bei einer Profiliga ohne Zuschauer, entfällt das Geschäftsmodell“, so der 52-Jährige weiter. 

nwo/dpa

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Daniel Glaser

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