Stewart soll bleiben

Jetzt beginnt die Ära Gross! Adler vor Neuanfang 

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Pavel Gross wird ab der kommenden Saison neuer Adler-Trainer.

Mannheim – Mit dem Halbfinal-Aus gegen den EHC Red Bull München endet für die Adler Mannheim die Saison in der DEL. Für den Traditionsverein steht ein Neuanfang an:

Nun muss eben Pavel Gross die Titel-Sehnsüchte der Adler Mannheim stillen. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Topfavorit EHC Red Bull München steht beim siebenmaligen deutschen Eishockey-Meister ein Neuanfang an. 

Im Sommer wird der bisherige Wolfsburger Trainer Gross den Posten von Bill Stewart übernehmen - mit der Aufgabe, ein titelreifes Team zu formen. „Es gibt viele Ansatzpunkte, an denen man arbeiten muss“, bilanziert Stewart nach seiner Kurzzeit-Mission bei den Adlern. „Man darf nicht nur auf den Trainer deuten.“ 

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Bill Stewart wird auch künftig für die Adler Mannheim arbeiten.

Stewart, der Meistercoach von 2001, bleibt den Adlern nach eigenen Worten dennoch erhalten. Als er dies nach dem entscheidenden und deklassierenden 0:5 in München preisgibt, setzt der 60-Jährige ein für ihn typisches Grinsen auf. Aus seiner künftigen Funktion machte er ein Rätsel. 

122 Tage nach seiner Vorstellung in Mannheim ging seine Amtszeit als Trainer am Freitagabend zu Ende. Auch unter ihm hat dem Club zunächst eine Saison ohne Playoffs gedroht. Dass die Adler am Ende die Spielzeit unter den Top Vier abschließen würden, ist lange nicht absehbar gewesen. 

„Das Team hat gezeigt, dass Substanz und Charakter in der Mannschaft ist“, sagt Stewart und würdigt die „eigene Klasse in dieser Liga“ der Münchner. Die Ansprüche der Adler Mannheim sind dennoch andere, haben sie doch einen der teuersten Kader der Deutschen Eishockey Liga beisammen. 

Neues Führungsduo in der kommenden Saison

Als „perfekte Messlatte“ für das, was der Club in der Zukunft wieder anstrebt, hat Stewart das Halbfinalduell mit dem EHC bezeichnet. Zu Beginn der Best-of-Seven-Serie schien eine Überraschung gegen den Meister von 2016 und 2017 sogar durchaus möglich. Doch das Duell fünf ist dann schon nach dem ersten Drittel entschieden, die Serie geht mit 4:1-Siegen an den Favoriten. „Ich bin super-enttäuscht, und es war wahnsinnig ärgerlich, dass wir es München so leicht gemacht haben“, sagt Kapitän Marcus Kink

Schlüssel ist letztendlich das Spiel am Mittwoch, das die Mannheimer nach einem 2:0 und der Spieldauerstrafe für Nationalstürmer Matthias Plachta aus der Hand gegeben haben. Disziplinfanatiker Gross, der zwischen 1993 und 1999 als Spieler mit Mannheim dreimal Meister wurde, hat bei den finanziell deutlich geringer ausgestatteten Grizzlys als Chefcoach seit 2010 stets erfolgreich gearbeitet. 

Dreimal wurde Wolfsburg Vizemeister, die Niedersachsen schnitten in den vergangenen Jahren so konstant ab wie kein anderer DEL-Club. In seiner Abschiedssaison ist im Viertelfinale Schluss gewesen. Stewart lobt Gross als besten Trainer der Liga neben Münchens Meistermacher Don Jackson. In Mannheim startet der gebürtige Tscheche jetzt mit einem Dreijahresvertrag. 

Als neuer Manager wird dann der Schwede Jan-Axel Alavaara für den Kader mitverantwortlich sein, mit dem sich die Kurpfälzer für den skandinavischen Markt öffnen. Spekuliert wird, dass einige bestehende Verträge der Profis aufgelöst werden. Der ehemalige Nationalstürmer Christoph Ullmann kündigte noch in der Münchner Halle seinen Abschied an. Der frühere NHL-Stürmer Marcel Goc glaubt, dass der neue Weg Erfolg haben kann: „Nächste Saison greifen wir wieder an“, verspricht er am Samstag.

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nwo/dpa

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