Adler Mannheim

2:3 - Iserlohn dreht die Partie im Schlussabschnitt

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Adler Mannheim - Iserlohn Roosters

Mannheim - Die Adler sind gegen die Iserlohn Roosters über zwei Spielabschnitte das dominante Team, lassen aber zu viele Chancen liegen. Das rächt sich im Schlussdrittel:

Unnötige Niederlage für die Adler.

Die Adler Mannheim verlieren am 47. Spieltag in der SAP Arena mit 2:3 gegen die Iserlohn Roosters und lassen wichtige Zähler im Kampf um die Playoff-Plätze liegen.

Adler-Trainer Bill Stewart sieht nach dem überzeugenden Auftritt seines Teams in Wolfsburg keinen Grund, den Kader zu ändern. David Wolf bestreitet gegen die Iserlohn Roosters sein 400. DEL-Spiel.

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Torloses Anfangsdrittel

Die Geschichte des ersten Drittels ist schnell erzählt. Die Gastgeber kommen mit ordentlich Dampf aufs Eis, befinden sich gefühlt 15 Minuten in der gegnerischen Zone und erarbeiten sich auch ein Schuss-Plus. Tore erzählen die Adler aber nicht, Roosters-Goalie Sebastian Dahm hält seinen Kasten sauber.

Gegen Ende des Abschnitts kommen die Iserlohner besser in die Partie und zu guten Gelegenheiten. Dennis Endras im Mannheimer Tor bestätigt aber die bestechende Form der letzten Wochen mit sehenswerten Saves.

Fotos: Adler Mannheim - Iserlohn Roosters

Kolarik trifft in Unterzahl

Im Mittelabschnitt gehen die Hausherren in Führung, und das in Unterzahl: Wolf muss noch einige Sekunden auf der Strafbank verbringen, als Mark Stuart die Scheibe erkämpft und Luke Adam passt. Adam leitet direkt weiter auf Chad Kolarik, der im 1-gegen-1 mit Dahm die Nerven behält und trocken links unten einnetzt (22.) - der 22. Saisontreffer des Amerikaners!

Die Blau-Weiß-Roten haben deutlich mehr Scheibenbesitz und kommen auch zu Chancen, können diese aber nicht nutzen oder scheitern wiederholt am exzellent haltenden Dahm im Kasten der Roosters. Die Gäste kommen zwar selten, dann aber gefährlich vor das Tor von Endras. Der Mannheimer Schlussmann hält, was es zu halten gibt.

Iserlohn eiskalt im Schlussdrittel

Devin Setoguchi hat im Schlussdrittel die Riesenchance die Führung auszubauen, nachdem Adam die Scheibe schön liegen lässt - Dahm hält erneut sicher (44.). Stattdessen drehen zwei unnötige Scheibenverluste innerhalb von 85 Sekunden die Partie.

Erst verliert Nikolai Goc die Scheibe im eigenen Drittel, Travis Turnbull passt auf Jack Combs, der eiskalt vollstreckt (49.). Der Ausgleich.Kurz darauf kann Garrett Festerling die Scheibe an der blauen Linie nicht behaupten, Marko Friedrich ist auf und davon und lässt Endras keine Chance (51.). Plötzlich steht es 1:2 aus Adler-Sicht. 

Luigi Caporusso erhöht die Iserlohner Führung nach einem Konter: Blaine Down bedient den Kanadier, der Endras den Puck unter dem Schoner durchschiebt (57.). Knapp 90 Sekunden vor Spielende keimt noch einmal Hoffnung auf in der SAP Arena. Matthias Plachta zimmert den Puck nach Pass von Mathieu Carle zum Anschluss in den Winkel (59.), Dahm im Roosters-Kasten pariert aber alle folgenden Mannheimer Versuche.

Die Adler mit einer herben Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs. Am Dienstag (30. Januar, 19:30 Uhr, SAP Arena) wartet mit dem souveränden Tabellenführer Red Bull München die nächste schwierige Aufgabe auf die Blau-Weiß-Roten.

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Adler Mannheim - Iserlohn Roosters 2:3 (0:0/1:0/1:3)

Tore: 1:0 Kolarik (21.), 1:1 Combs (49.), 1:2 Friedrich (50.), 1:3 Caporusso (57.), 2:3 Plachta (59.)

Zuschauer: 11.564

rmx

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