von wegen "Flügel": 4:0-Sieg gegen EHC Red Bull

Adler demoralisieren Gegner

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Mannheims Glen Metropolit (l) jubelt mit seinen Mannschaftskollegen über das Tor zum 3:0.

Mannheim - Klarer geht es nicht: 4:0 siegt Adler Mannheim gegen den EHC Red Bull München. Nicht nur de Tordifferenz beeindruckt, auch die Art und Weise, wie der Sieg herausgespielt wird.

Nach einem klaren 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)-Heimsieg gegen den EHC Red Bull München bleiben die Mannheimer Adler auch im sechsten DEL-Heimspiel der Saison ungeschlagen. Dennis Endras blieb im zweiten Heimspiel nacheinander ohne Gegentor, Topscorer Glen Metropolit war an allen vier Toren der Adler beteiligt. Am Sonntagabend treten die Adler zum Baden-Württemberg-Derby in Schwenningen an (live ab 17:45 Uhr auf ServusTV).

Spitzenspiel mit Rasse und Klasse

Das Spitzenspiel des Tabellenführers gegen den Zweiten der Liga hielt, was es versprach: von Anfang an gingen beide Teams ein hohes Tempo und führten zudem ein phasenweise auch körperlich sehr intensives Match. Doch die Richtung gaben nach nur 40 Sekundendie Adler vor, denn da lag die Scheibe bereits erstmals hinter Münchens Torhüter Niklas Treutle im Tor. Nach einem Schuss des Ex-Müncheners Martin Buchwieser waren sowohl Marcus Kink als auch ein Münchener Abwehrspieler noch an der Scheibe, Treutle war so ohne Chance.

Nur wenig später kassierte Matthias Plachta die erste Strafe des Spiels, die Gäste zeigten ein gutes Powerplay, doch der deutsche Nationalspieler Daryl Boyle scheiterte mit der besten Gelegenheit für München. Bei Mannheims erstem Überzahlspiel bot Michael Wolf mit einem Unterzahlkonter die gefährlichste Torszene, in Minute neun scheiterte Brophey nach einer schnellen Kombination durch die Adler-Defensive an Dennis Endras. Die Gäste hatten bis Mitte des ersten Drittels die besseren Torszenen, doch auch die Adler überzeugten spielerisch und hatten ab sofort das Heft auch in Sachen Chancen in der Hand. Beim zweiten Powerplay hatten Ullmann, Rheault, Tardif und Plachta hochkarätige Gelegenheiten. Das 2:0 war überfällig, doch Treutle avancierte zum überragenden Rückhalt seines Teams.

Hoch und runter

Nach der Überzahl ging es hoch und runter: Holzmann scheitert an Endras, Buchwieser an Treutle. Das dritte Überzahlspiel der Adler war dann endlich erfolgreich: Matthias Plachta versenkte einen Handgelenksschuss zum 2:0 im Tor der roten Bullen (15.).

Das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt zeigte zu Beginn des zweiten Drittels ein bärenstarkes Überzahlspiel, doch Dennis Endras hielt seinen Kasten weiter sauber. Die Torszenen wurden in der Folgezeit etwas weniger, das Match auf dem Eis dafür noch intensiver. Die 10.889 Zuschauer in der SAP Arena wurden für ihr Eintrittsgeld reichlich entlohnt.

Kurz nach der Hälfte des Spiels machte auch Glen Metropolit, der schon an den beiden ersten Treffern der Adler beteiligt war, sein Tor. Jamie Tardifs Versuch landete am Pfosten, Metropolit erwischte die Scheibe hinter Treutle und schob sie zum 3:0 über die Linie. Roe (34.) und Brophey (35.) vergaben danach gegen Endras, Rheault (38.) nach schöner Vorarbeit von Jochen Hecht gegen den Münchener Keeper.

Großes Finale


Im Schlussdrittel waren die Adler zunächst bei zwei aufeinanderfolgenden Strafen gegen die Gäste etwas nachlässig. Beim dritten Powerplay konnte Christopher Fischer vor dem eigenen Tor nur noch regelwidrig gegen Garrett Roe retten, doch Dennis Endras parierte den fälligen Penalty. Dafür konnte nur wenig später sein Gegenüber Niklas Treutle den Schlagschuss von Robert Raymond nicht festhalten - 4:0 für die Adler (55.). Ronny Arendt (58.) und Marcus Kink (60., Penalty) hatten sogar noch den fünften Mannheimer Treffer auf dem Schläger, doch es blieb beim 4:0.

adler/vp

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