Nach der dritten Niederlage in Folge 

Gross geht mit Adler-Spielern hart ins Gericht: „Eine clevere Mannschaft lernt aus Fehlern!“

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Nach der 3:6-Niederlage gegen die Krefeld Pinguine (3. November) ringt Trainer Pavel Gross um die richtigen Worte. 

Mannheim – Drei Niederlagen in Folge, dabei zwei Packungen vor eigenem Publikum. Der Cheftrainer des amtierenden deutschen Meisters ist bedient – und ringt um Worte.

Die Adler Mannheim laufen gegenwärtig ihrer Form hinterher und wenn man glücklos agiert, kommt bekanntlich auch noch Pech hinzu. Obwohl die Mannheimer gegen die Pinguine aus Krefeld (3. November) das erste Drittel dominieren, machen die Gäste das Tor. Mit der einzigen nennenswerten Aktion markiert Ex-Adler Kai Hospelt (3.) im Nachschuss den 1:0-Führungstreffer für die Pinguine. „Sicher hatten wir im ersten Drittel genug Chancen, um anders in dieses Spiel zu starten. Aber auch wenn wir vorne unsere Chancen nicht nutzen, dürfen wir die Defensive nicht derart vernachlässigen“, resümiert Adler-Stürmer Markus Eisenschmid das Spielgeschehen und verweist auf das, was noch kommen sollte.   

Adler Mannheim werden vom Tabellenvorletzten gnadenlos ausgekontert

Im Mittelabschnitt das gleiche Bild: Die Blau-Weiß-Roten drängen auf den Ausgleich, aber Krefeld kontert und kann erhöhen: Wieder pariert Goalie Endras gekonnt, doch Alex Trivellato netzt den Rebound zum 0:2 (24.) ein. Mit dem Anschlusstreffer keimt noch einmal Hoffnung bei den Hausherren auf. Der für den angeschlagenen Mark Katic aufgerückte Borna Rendulic (31.) kann nach einer schönen Kombination auf 1:2 verkürzen, doch die Gäste zeigen sich unbeeindruckt und schlagen prompt mit einem Doppelschlag zurück. Philipp Kuhnekath (33.) und Grant Besse (34.) und erhöhen den Rückstand auf 1:4 und zu allem Überfluss stellt kurz vor Drittelende Chad Costello (40.) den für die Fans bitteren 1:5-Pausenstand her – mit Pfiffen werden die Adler Mannheim in die Kabine geschickt und stellen sogar ihren Support im Schlussabschnitt vollständig ein. 

Für Tommi Huhtala ist den Mittelabschnitt ausschlaggebend für die Niederlage: „Die vielen Unterzahlkonter, die wir im zweiten Abschnitt zugelassen haben, waren der springende Punkt. Wenn der Gegner die besseren Torchancen hat, nutzt es dir auch nichts, die spielbestimmende Mannschaft zu sein. Wir können und wollen das so, wie es heute gelaufen ist, nicht akzeptieren.“

Adler Mannheim verlieren gegen die Krefeld Pinguine deutlich 

Im Vorfeld ist ausdrücklich vor Costello gewarnt worden: Der US-Amerikaner punktet – sieben Tore und elf Vorlagen in 16 Spielen – wie am Fließband. Offenbar sind die Warnungen vergebens gewesen. Auch gegen die Adler Mannheim zeigt der Flügelstürmer, was er kann, und macht mit seinem zweiten Treffer (53.) das halbe Dutzend voll. Anschließend zeigen die Adler-Cracks zwar Charakter und können noch zwei Treffer nachlegen, doch die deutliche Niederlage ist nicht mehr abzuwenden: Markus Eisenschmid (55.) und Brent Raedeke (58.) treffen zum 3:6-Endstand. 

Adler Mannheim: Pavel Gross ist nach erneuter Niederlage bedient 

Ausgerechnet gegen den vor der Insolvenz bedrohten Tabellenvorletzten kassieren die Gastgeber eine deutliche Packung – das dürfte nicht folgenlos bleiben. Chefcoach Pavel Gross zeigt sich auf der anschließenden Pressekonferenz völlig konsterniert und ringt um die richtigen Worte: „Es ist nicht akzeptabel, dass wir zu Hause sieben und sechs Gegentore bekommen und uns derart auskontern lassen! Wir lernen aus den vorangegangenen Spielen nichts dazu – eine smarte und clevere Mannschaft lernt aus Fehlern!“ Nun geht es erstmal in die Deutschland-Cup-Pause. Damit bleibt genug Zeit, um die Köpfe freizubekommen und die Niederlagenserie zu verarbeiten, bevor es am 18. Spieltag bei den Augsburg Panther (15. November/19:30 Uhr) weitergeht. 

esk 

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