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Mythos weiße Weihnachten: Wann es in Baden-Württemberg wirklich schneit

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Von: Pauline Wyderka

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Alle Jahre wieder wird um die ausbleibende weiße Weihnacht getrauert. Dabei ist Schnee an Weihnachten schon lange eher die Ausnahme. Wann es in BW wirklich schneit:

Alle Jahre wieder hält eine frostige Frage Deutschland in Atem: Gibt es endlich wieder weiße Weihnachten? Und so sehr sich die Vorfreude jedes Jahr aufbaut, so groß ist immer wieder die Enttäuschung, wenn es doch nicht klappt. Doch weiße Weihnachten sind in Baden-Württemberg schon lange mehr die Ausnahme als die Regel. HEIDELBERG24 geht der Frage auf den Grund, wann wirklich mit dem ersten Schnee zu rechnen ist.

Schneefall in BW: Weiße Weihnachten eher die Ausnahme

Mit neun weißen Weihnachten in den letzten 50 Jahren steht Heidelberg selbst im landesweiten Vergleich noch gut da. Laut Daten der WAZ kommen andere Städte in Baden-Württemberg, wie Freiburg oder auch Stuttgart, mit je fünf und sieben verschneiten Weihnachten, weniger gut weg.

Auch die Deutsche Presse-Agentur schreibt, dass weiße Weihnachten statistisch gesehen eher selten sind. Und selbst dann heißt „weiß“ vor allem erst einmal nur eins: Eine Schneedecke von 1 cm Dicke. In Stuttgart ist seit den Neunzigern bnn.de zufolge immerhin jede vierte Weihnacht weiß. Wie jedes Jahr gibt es auch jetzt schon verschiedene Prognosen zu der Frage, ob es 2022 weiße Weihnachten gibt.

Schnee in BW: Anfang Januar kommt ein kritischer Zeitpunkt

Wenn weiße Weihnachten so selten sind, müsste man doch eigentlich die Erwartungen dafür, wann es wirklich ein Winterwunderland gibt, anpassen, oder nicht? Aber auf welche weißen Zeiten kann man sich dann noch freuen? Wann und wie viel es jeweils schneit, hängt in Baden-Württemberg vor allem mit den Höhenmetern zusammen. So fällt in Ulm beispielsweise jährlich mehr Schnee als in Mannheim.

Doch auch anhand der Durchschnittstemperaturen lassen sich Schneezeiten bestimmen. Im Januar ist es statistisch am kältesten. Dann stellen sich hochwinterliche Temperaturen ein. Laut wetterprognose-wettervorhersage.de ist der Zeitraum zwischen dem 1. und dem 6. Januar besonders kritisch. Setzen sich bis dahin keine frostigen Temperaturen durch, dann ist das Zirkulationsmuster der Hoch- und Tiefdruckgebiete so eingefahren, dass ein Umschwung unwahrscheinlich ist.

Winter im Schwarzwald: Zwei Personen laufen durch einen verschneiten Wald.
Schneefall in Baden-Württemberg © picture alliance/dpa/Patrick Seeger

Schnee im Winter: Wenig Niederschlag in BW

Natürlich braucht es für Schnee nicht nur niedrige Temperaturen, sondern auch viel Niederschlag. Dafür hält sich der Januar laut wetterprognose-wettervorhersage.de in Sachen Niederschlag oft zurück. Der Deutsche Wetterdienst gibt zudem an, dass Baden-Württemberg im Bundesvergleich ein eher niederschlagsarmes Bundesland ist. Für den Schnee ist das natürlich schade, im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch viel Sonne.

Zusammenfassend muss es für Schnee in BW im Januar also richtig kalt werden, dann stehen die Chancen gut. Vielleicht lohnt es sich ja, ein wenig umzudenken und sich statt auf weiße Weihnachten auf weiße Heilige Drei Könige zu freuen? Na ja – irgendwie klingt das nicht so schön.

Winter in BW: Meist zu warm

Wettertrends des Deutschen Wetterdienstes zeigen auch, dass die Wintermonate in den letzten Jahren immer häufiger zu warm sind. Hin und wieder kommt es dann aber doch zum Rekord-Winter mit Frostpeitsche und ordentlich Schnee. Ein neuer „Kälteangriff“ nach dem 1. Advent macht jedenfalls Hoffnung. (paw)

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