1. Mannheim24
  2. Service
  3. Wetter

Wetter in BW: Neuer Temperaturrekord an Silvester? So warm wird‘s

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eliran Kendi

Kommentare

Baden-Württemberg - Zum Jahresende strömt Warmluft nach Deutschland und beschert uns ungewöhnlich hohe Temperaturen – doch reicht es auch für einen neuen Silvesterrekord?

Auch ohne neue Temperaturrekorde war das Wetter 2021 im elften Jahr hintereinander zu warm in Deutschland. Mit einer Durchschnittstemperatur von 9,1 Grad habe das Jahr um 0,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 gelegen, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag (30. Dezember) in seiner großen Jahresbilanz. Dieser Trend wird sich an Silvester aller Voraussicht nach zuspitzen, denn die Meteorologen erwarten außergewöhnlich hohe Temperaturen. Wie der DWD berichtet, gelangt seit Donnerstag schubweise sehr milde Luft vom Atlantik nach Deutschland. Dabei wird die Kaltluft immer weiter verdrängt. Steht uns damit in der Silvesternacht ein Temperaturrekord in Baden-Württemberg bevor?

StadtTemperaturen
Mannheim11/7 Grad Celsius
Karlsruhe11/7 Grad Celsius
Heidelberg12/10 Grad Celsius
Stuttgart12/4 Grad Celsius
Freiburg14/6 Grad Celsius

Wetter an Silvester 2021: Milde Temperaturen zum Jahreswechsel in Baden-Württemberg

Der aktuelle Temperaturrekord wurde im Jahr 1961 aufgestellt. Damals wurden im baden-württembergischen Mülheim an Silvester 17 Grad gemessen. Ganz so warm wird es zum Jahreswechsel 2021/22 nicht. Entlang des Rheins werden die Höchstwerte erwartet. Zwischen Mannheim und Freiburg liegen die Werte am späten Silvesterabend bei 14 bis 15 Grad Celsius.

Zuvor scheint tagsüber in Baden-Württemberg nach Nebelauflösung die Sonne. Es wird sehr mild bei Höchsttemperaturen bis zu 17 Grad. In der Nacht zum Samstag (Neujahr) im Süden zum Teil noch aufgelockert, örtlich Nebel, sonst stark bewölkt.

Baden-Württemberg: Wetter-Jahresrückblick 2021

Die Jahresbilanz 2021 fällt zwiespältig aus – besonders mit Blick auf die Extremwetter-Ereignisse, allen voran die Flutkatastrophe im Juli nach großflächigem Starkregen. „Es gab zum Glück in Deutschland keine neuen Temperaturrekorde und für fast ganz Deutschland ausreichend Niederschlag. So konnten sich vor allem unsere Wälder von der Trockenheit der drei vorangegangenen Jahre etwas erholen“, sagt DWD Klimavorstand Tobias Fuchs und fügt hinzu: „Zugleich war 2021 aber auch das Jahr der schlimmsten Flutkatastrophe seit Jahrzehnten – ausgelöst durch großflächigen Dauerregen und Starkniederschläge.“

Mit Niederschlägen von 935 Liter pro Quadratmeter war Baden-Württemberg die vergleichsweise nasseste Region in Deutschland. Gleichwohl lag der Wert unterhalb der Referenzperiode 1961 bis 1990, der 980 Liter pro Quadratmeter betrug.

Aber es gab auch weitere Auffälligkeiten: Mit 1805 Sonnenstunden belegte das Bundesland im Jahr 2021 indes den erst Platz der sonnigsten Regionen Deutschlands und lag deutlich über dem Durchschnitt. „In der zweiten Februardekade gab es ungewöhnlich hohe Temperaturen von bis zu 22 Grad und damit vielerorts auch neue Monatsrekorde“, heißt es von den DWD-Meteorologen.

Ganz anders sah es im April aus, der nach Angaben des Wetterdienstes 2021 der bisher frostreichste Ostermonat seit Messbeginn war. Der Mai war demnach zu kühl, der Folgemonat wiederum gilt den Fachleuten als drittwärmster Juni seit 1881. „Starkregen und Gewitter sorgten in der Bilanz für einen recht nassen Sommer“, heißt es vom DWD.

Der Herbst wiederum habe sich überwiegend trocken und sonnig präsentiert und zum Abschluss wird der Jahreswechsel nun „einen Hauch von Frühling“ bringen. (esk/dpa/dwd)

Auch interessant

Kommentare