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Von Sternschnuppen bis Supermond: Diese Himmelsphänomene erwarten uns 2022

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Von: Jason Blaschke

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Das Jahr 2022 ist geprägt von gleich mehreren Himmelsereignissen, die zum Teil auch von Deutschland aus gut zu sehen sind. Sogar eine Sonnenfinsternis steht an.

Nachteulen konnten 2022 schon mehrere Himmelsphänomene beobachten, sofern das Wetter in Deutschland mitgespielt hatte. Im Mai etwa konnten aufmerksame Beobachter eine seltene Mondfinsternis mit Blutmond am Himmel beobachten. Ebenso spektakulär war Mitte 2021 ein Super-Mond in Deutschland, eine Nacht mit gleich zwei astronomischen Höhepunkten – einem Super-Mond und einer Mondfinsternis.

Himmelsphänomene 2022 – kürzeste Nacht im Jahr 2022 steht kurz bevor

Aber keine Sorge – wer die Himmelsphänomene bisher verpasst hat, bekommt 2022 noch ein paar gute Gelegenheiten. Im Sommer etwa lassen sich gleich mehrere Sternschnuppen-Schauer beobachten und im Oktober ist eine partielle Sonnenfinsternis ein großes Highlight für alle Hobby-Astronomen und Nachteulen. Doch noch lange vor Sternschnuppen und Sonnenfinsternis erwartet uns am 21. Juni ein Himmelsereignis, das alljährlich zu beobachten ist.

Im Zentrum steht dabei die Sonne, die Berichten von t-online zufolge am 21. Juni den Gipfel ihrer Jahresbahn erreicht und von einer aufsteigenden in eine absteigende Bewegung wechselt. Das hat zur Folge, dass die Menschen in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland den längsten Tag und zugleich die kürzeste Nacht im Jahr 2022 erleben. Noch deutlicher bekommen es die Menschen zu spüren, die nördlich des Polarkreises leben.

Tagundnachtgleiche ist wichtiges Himmelsereignis – Polarnächte ab September

In Ländern wie Norwegen, Schweden, Finnland, Russland, Kanada oder Grönland erleben die Menschen einen Polartag – sprich: Die Sonne geht 24 Stunden lang nicht unter. Und schon am 23. September überschreitet die Sonne abermals den Himmelsäquator – im Unterschied zu Juli aber in südliche Richtung. Laut t-online passiert die Sonne den sogenannten Herbstpunkt, man spricht auch von der Herbst-Tagundnachtgleiche – sprich: Tag und Nacht sind gleich lang.

Nach der Herbst-Tagundnachtgleiche werden die Nächte wieder länger als der Tag. Zumindest einmal so lange, bis im Frühjahr 2023 wieder die Frühlings-Tagundnachtgleiche eintritt und die Tage länger werden, als die Nacht. Mit der Herbst-Tagundnachtgleiche im September beginnt am Nordpol die sechs Monate lange Polarnacht, in der die Sonne gar nicht aufgeht. Der Rhythmus ist jedes Jahr gleich – ähnlich wie die Sternschnuppen.

Sternschnuppen-Schauer 2022: Perseiden und Leoniden im Sommer entdecken

Die Monate August und November werden auch als Sternschnuppen-Monat bezeichnet, in welchen neben sporadischen Meteoren auch mehr oder minder regelmäßig Sternschnuppenschwärme auftreten. Auch 2022 gibt es in Deutschland wieder einige Sternen-Schauer zu beobachten, den Anfang machen im August die Perseiden, die am besten zwischen dem 9. und 13. August beobachtet werden können – ein echtes Phänomen, das Hobby-Astronomen nicht verpassen sollten.

Die Perseiden gelten 2022 als schönster und reichster Sternschnuppen-Strom – mit etwas Glück kann man Mitte August bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde entdecken. Allerdings muss man aufmerksam sein – ein einzelner Perseide ist bis zu 60 Kilometern pro Sekunde schnell. In welchem Zeitraum die meisten Sternschnuppen am Himmel zu sehen sind, berichtet fr.de in einem Service-Artikel zum Sternschnuppen-Spektakel 2022 in Deutschland.

Sonnenfinsternis und Sternschnuppen – 2022 wird noch richtig spannend

Neben den Perseiden sind aber auch die Sternschnuppen-Schauer der Leoniden vom 13. bis 30. November 2022 ein astronomischer Höhepunkt. In der Nacht vom 16. auf den 17. November sollen die Leoniden laut t-online am besten zu sehen sein. Im Unterschied zu den Perseiden ist bei den Leoniden bloß eine Rate von etwa 20 Meteoren pro Stunde üblich. Zudem sind die Leoniden mit etwa 70 Kilometer pro Sekunde noch mal etwas schneller unterwegs als die Perseiden.

Experten gehen allerdings davon aus, dass 2022 mit einer bescheidenen Leoniden-Aktivität zu rechnen ist. Etwas spannender wird es am 25. Oktober, wenn eine partielle Sonnenfinsternis auch in Deutschland beobachtet werden kann. Im Unterschied zur totalen Sonnenfinsternis wird bei einer partiellen Finsternis bloß ein Teil der Sonne vom Mond verdeckt. Astronomen sagen voraus, dass man in den Vormittags- und Mittagsstunden das Himmelsphänomen beobachten kann.

Bei einer Partiellen Sonnenfinsternis wird nur ein kleiner Teil der Sonne vom Mond verdeckt. Für eine solche Nahaufnahme des Phänomens ist ein Teleskop mit 2000mm Brennweite nötig.
Bei einer Partiellen Sonnenfinsternis wird nur ein kleiner Teil der Sonne vom Mond verdeckt. Für eine solche Nahaufnahme des Phänomens ist ein Teleskop mit 2.000 Millimeter Brennweite nötig. © Henning Kaiser/dpa

Himmelsphänomene 2022 – gleich mehrere Planeten am Himmel entdecken

Die totale Mondfinsternis am 8. November 2022 wird in Deutschland nicht sichtbar sein. Mit Finsternissen und Sternschnuppen ist es 2022 etwas schwierig, dafür sollen zahlreiche Planeten am Nachthimmel gut zu sehen sein, sofern das Wetter mitspielt. Je nach Monat ist ein anderer Planet besser zu erkennen – wer ein Teleskop besitzt, ist klar im Vorteil. Welche Planeten wann am Himmel bestaunt werden können, haben wir im Folgenden zusammengefasst:

Die Planeten sind übrigens nicht nur schön zu beobachten, sondern können auch bei einer Verfinsterung eine elementare Rolle am Himmel spielen. Das wird etwa am 8. Dezember 2022 der Fall sein, wenn der Mars vom Mond bedeckt wird. Experten sprechen hier von einer „Mars-Verfinsterung“, die in Deutschland zwischen 6 und 7 Uhr stattfinden soll. Wer am 8. Dezember 2022 also rechtzeitig aufsteht, kann mit etwas Glück das Himmelsphänomen beobachten.

Sonne, Mond und Planeten sind Jahresregenten – 2022 ist es der Jupiter

Die Sonne, der Mond und die Planeten Jupiter, Merkur, Venus, Mars, und Saturn bilden zusammen übrigens die Jahresregenten, die in der Wissenschaft zwar weniger von Bedeutung sind, in einigen Kulturen aber eine wichtige Rolle gespielt haben. Viele Menschen glaubten einst, dass die Regenten die Großwetterlage im jeweiligen Jahr bestimmen. Aus reiner Tradition wird jedes Jahr immer ein Regent ernannt – 2022 ist es der Jupiter.

Und obwohl die Regenten mittlerweile keine tiefere Bedeutung mehr haben, wird laut t-online auf manchen Kalendermünzen oder Kalenderschriften der Regent noch abgebildet. In den alten Schriften des Abt's Moritz Knauer (von 1652 bis 1659) steht das Jahr des Jupiter übrigens für warmes und trockenes Klima, was 2022 gar nicht einmal so verfehlt ist, denn: Berichten von echo24.de zufolge soll der Sommer 2022 von Hitze und Trockenheit geprägt sein.

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