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Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen – Skigebiete jetzt geschlossen?

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Von: Franziska Kaindl

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Obwaldner-Skigebiete in der Schweiz.
Obwaldner-Skigebiete in der Schweiz. © imago images / Geisser

Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, das Skiurlaub weiterhin ermöglicht. Allerdings werden nun auch hier die Corona-Maßnahmen verschärft.

In Deutschland fällt der Winterurlaub* bis zum 31. Januar erst einmal ins Wasser, doch in der Schweiz durften Skigebiete während der Corona-Pandemie weiterhin öffnen. Wegen steigender Fallzahlen werden aber auch hier nun die Maßnahmen verschärft. Ist Skiurlaub jetzt noch möglich?

Schweiz verschärft Corona-Maßnahmen wegen Virus-Mutation

„Die Ansteckungszahlen stagnieren auf sehr hohem Niveau und mit den neuen, viel ansteckenderen Virusvarianten droht ein rascher Wiederanstieg“, teilte der Bundesrat nach seiner wöchentlichen Sitzung laut dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mit. Darum werden nun die Corona-Maßnahmen stark verschärft: Ab Montag, 18, Januar, gilt eine Homeoffice-Pflicht, sofern dies aufgrund der Aktivität und in verhältnismäßigem Aufwand möglich ist. Zudem müssen alle Läden, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten geschlossen bleiben.

Bei solch strengen Regeln ist fast zu erwarten, dass Skigebiete nun ebenfalls ohne Wenn und Aber schließen müssen – tatsächlich überlässt die Regierung die Entscheidung darüber weiterhin den Kantonen. Diese dürfen die Öffnung der Pisten aber nur erlauben, solange es die epidemiologische Lage zulasse und sofern es genügend Kapazitäten bei Tests, Contact Tracing und in Krankenhäusern gäbe. Es wird darauf hingewiesen, dass in Skigebieten strenge Schutzkonzepte eingehalten werden müssen. Après-Ski-Aktivitäten seien nicht erlaubt.

Auch interessant: Wo ist Urlaub trotz Corona aktuell noch mit wenigen Beschränkungen möglich

Skigebiete dürfen geöffnet bleiben – trotz Furch vor steigenden Corona-Fallzahlen

Aber wieso dürfen Skigebiete öffnen, während Angestellte nur noch von Zuhause arbeiten dürfen? „Beim Skifahren handelt es sich um eine Aktivität, die draußen an der frischen Luft stattfindet – im Gegensatz etwa zum Einkaufen“, begründete der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset das Laisser-faire die Entscheidung laut FAZ. In den Skigebieten gebe es bereits zahlreiche Einschränkungen, zum Beispiel dürften Restaurants nicht mehr öffnen.

Trotzdem kam es über den Jahreswechsel zu 28 positiven Corona-Fällen in einem einzigen Hotel in Wengen – und das, obwohl Schutzkonzepte eingehalten wurden, wie unter anderem htr.ch berichtet. Bei dem Superspreader handelt es sich um einen britischen Gast, der das mutierte Coronavirus in sich trug. Danach erhöhte der Kanton Bern die Testkapazitäten in Wengen – zu einer Schließung des Skigebiets kam es bisher aber nicht. (fk) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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