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Ex-Flugbegleiter verrät genialen Trick: So können Sie beim Fliegen richtig Geld sparen

Ein besserer Sitzplatz im Flugzeug ist teuer. Ein Ex-Steward verrät, wie Passagiere aber trotzdem ein Upgrade für die Business Class ergattern können - ganz ohne Aufpreis.

Frankfurt – Wer häufig mit dem Flugzeug in der Economy Class verreist, kennt es nur zu gut: Wenig Beinfreiheit, der ständige Kampf um die Armlehne mit dem Sitznachbarn und trotz großer Bemühung keine bequeme Schlafposition. Insbesondere bei Langstreckenflügen kann das Nerven kosten. Viele Passagiere träumen daher immer wieder von einem Upgrade auf die Business Class. Doch zumeist bleibt es bei den Träumereien, denn ein Upgrade kostet oft viel Geld. Das muss aber nicht sein, wie ein ehemaliger Flugbegleiter der British Airways berichtet. Mit einigen Tricks soll sich die Chance auf eine kostenlose Umbuchung in die Business Class nämlich deutlich steigern lassen.

Schon alleine die Vorstellung von einer Flugreise in der Business Class lässt die Herzen vieler Vielflieger höher schlagen. Mehr Beinfreiheit, komfortablere Sitze und exklusives Essen. Flugbegleiter erhalten während ihrer Arbeit im Flugzeug einige Einblicke. Von ihrem Insiderwissen können auch die Reisenden profitieren. Die Bestellung eines Softdrinks sorgt beim Bordpersonal oft für Unmut, auch Kaffee sollten Passagiere an Bord besser nicht bestellen. Im Gespräch mit der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ verriet nun der Ex-Steward Simon J. Marton, wie Reisende im Flugzeug die Chance auf ein spontanes Upgrade ihrer Sitzplatzkategorie erhöhen können, ohne dafür viel Geld zu zahlen.

Ein ehemaliger Flugbegleiter der British Airways verrät Tricks, wie man im Flugzeug ein Upgrade in die Business Class ergattert - ohne mehr Geld dafür zu zahlen. (Archivbild)

Im Flugzeug: Mit bestimmten Tricks erhalten Reisende ein Upgrade für die Business Class

Der 49-jährige Marton selbst war bei der Fluggesellschaft British Airways tätig. Viele Jahre war er für den Service an Bord der Boeing-Modelle 777 und 747 – dem Jumbo-Jet – ab dem Flughafen London Heathrow verantwortlich, dem größten Flughafen Europas. Laut dem ehemaligen Flugbegleiter kann der Zeitpunkt des Check-Ins darüber entscheiden, ob Flugreisende ein Upgrade in die Business Class ergattern können, ohne dafür viel Geld zu bezahlen.

Insbesondere auf notorisch überlasteten und ausgebuchten Fluglinien, zum Beispiel jene vom Flughafen Frankfurt* nach London, kann es sich lohnen spät einzuchecken. Sogar später, als man es sich für gewöhnlich traut. Wenn schließlich kurz vor der Schließung des Check-In-Schalters noch freie Plätze in der Business Class verfügbar sind, können Reisende mit etwas Glück auf ein Upgrade hoffen. Dann nämlich, wenn das Flugzeug in der Economy Class ausgebucht ist und zusätzliche Passagiere in die nächsthöhere Kategorie gesetzt werden. „Es ist ein bisschen wie bei einem Tank, der in den nächsten überläuft“, sagt Marton gegenüber der „Daily Mail“. Aber Achtung: Der Versuch kann auch nach hinten losgehen. Dann nämlich, wenn nur vereinzelte Plätze in der „Eco“ übrig sind. Diese verbliebenen Restplätze sind oft nicht allzu beliebt. Meist liegen sie im Gang des Flugzeugs in der Nähe der Bordtoiletten.

FluggesellschaftBritish Airways
SitzLondon
Gründung1974
HeimatflughafenLondon Heathrow
IATA-CodeBA
Quelle: britishairways.com

Im Flugzeug richtig Geld sparen: Flugbegleiter verrät Tricks für kostenloses Sitz-Upgrade

Besonders große Chancen haben laut Marton Passagiere, die auf der Liste der Airlines mit einem „SFU“ markiert sind. Das bedeutet so viel wie „suitable for upgrade“, also „geeignet für ein Upgrade“. Meist gilt das für besonders loyale Vielflieger, die bereits etliche Flüge mit einer Fluggesellschaft hinter sich haben und damit einen Bronze-, Silber- oder Goldstatus innehaben. Oft sind aber auch Reisende betroffen, die beispielsweise auf einem Zubringerflug mit Unannehmlichkeiten wie Verspätungen oder Problemen mit dem Gepäck zu kämpfen hatten und sozusagen als Entschädigung ein Upgrade erhalten.

Ein ehemaliger Flugbegleiter der British Airways verrät Tricks, wie man im Flugzeug ein Upgrade in die Business Class ergattert - ohne mehr Geld dafür zu zahlen. (Archivbild)

Doch laut Simon J. Marton gibt es weitere Möglichkeiten das Geld für ein Upgrade zu sparen. Es mag zwar klischeehaft klingen, jedoch soll es helfen, wenn sich Passagiere vor dem Flug besonders herausputzen. „Ja, kleiden Sie sich schick, das schadet nicht. Wenn Sie so aussehen, als könnten Sie für ein Upgrade angemessen angezogen sein, dann haben Sie eine bessere Chance als jemand in lässiger Kleidung“, erklärt Marton gegenüber der Zeitung.

Besserer Sitzplatz für wenig Geld: Flexibilität erhöht Chancen auf kostenloses Upgrade

Grundsätzlich gilt ebenfalls: Flexibilität steigert die Chancen auf ein Upgrade. Denn gerade bei stark ausgelasteten Flugverbindungen, kann die Bereitschaft, eine spätere Maschine zu nehmen ein echter Trumpf sein. Aber wie erfährt man, ob ein Flug voll ausgebucht ist? Marton empfiehlt, genau hinzuhören und auf Durchsagen und Gespräche des Gate-Personals zu achten. Ist das tatsächlich der Fall, sollten Reisende proaktiv bei der Airline vorstellig werden und ihre zeitliche Flexibilität signalisieren. Dann fliegt man zwar später, aber eben auch deutlich komfortabler.

Und ansonsten lohnt es sich grundsätzlich, freundlich beim Bodenpersonal der Airlines nachzufragen. Gerade dann, wenn man mit jemandem fliegt, der bereits in Besitz einen Business-Class-Tickets ist. „Fragen Sie das Check-in-Personal oder den Leiter an Bord, ob Sie, wenn es der Platz zulässt, vielleicht in der Nähe Ihres Kollegen sitzen können, um etwas ‚geschäftlich zu besprechen‘“, sagt Marton. Einen Versuch ist das in jedem Fall wert: „Ich habe selbst einige Passagiere mit diesem Anliegen geupgradet.“ Auch für Familien, deren Plätze im Flugzeug nicht in unmittelbarer Nähe zueinander sind, könne sich die Nachfrage lohnen. Oft versuche das Personal, diesen Wünschen nachzukommen, ohne dafür mehr Geld zu verlangen.

Überhaupt, sagt Marton, sei das Upgrade in seiner Karriere als Flugbegleiter eine Art Werkzeug gewesen, um Probleme zu beheben. Vor allem langfristig. Die positiven Auswirkungen, Flugreisenden eine bessere Sitzkategorie gewährt zu haben, hätte sich noch Jahre später bemerkbar gemacht. „Der Vorteil für die Fluggesellschaft ist, dass Kunden die Fluggesellschaft zehnmal häufiger weiterempfehlen und der Marke treu bleiben“, so Simon J. Marton. (Yannick Wenig) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © British Airways/dpa

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