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Mann stirbt an Bord eines Flugzeugs an Covid-19 – Airline in der Kritik

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Von: Franziska Kaindl

Reisende in einem Flugzeug.
Ein Mann mit Corona-Symptomen schaffte es an Bord eines Flugzeugs. (Symbolbild) © imago images / Frank Sorge

Vor Kurzem musste eine Maschine der United Airlines wegen eines medizinischen Notfalls notlanden. Wie sich herausstellt, hatte der betroffene Passagier Covid-19.

Wegen des gesundheitlich schlechten Zustands eines 69-jährigen Passagiers musste der Flug 591 der United Airlines von Orlando nach Los Angeles notlanden. Kurz darauf wurde der Mann im Krankenhaus für tot erklärt. Nun ist bekannt: Er starb an akutem Atemversagen und Covid-19.

Flugzeug muss notlanden: Passagier mit Corona-Symptomen an Bord

Als das Flugzeug für die Notlandung* nach New Orleans umgeleitet wurde, erfuhr die Besatzung, dass der Passagier einen Herzstillstand erlitten hatte, so eine Sprecherin der Airline laut dem Nachrichtensender CNN. Die Ehefrau wurde demnach dabei belauscht, wie sie einem Sanitäter erklärte, dass ihr Mann Covid-ähnliche Symptome vorwies – einschließlich Geschmacks- und Geruchsverlust. Allerdings war die Krankheit zu diesem Zeitpunkt noch nicht durch einen Arzt bestätigt gewesen.

Passagiere bei United Airlines müssen selbst angeben, ob sie Symptome an sich festgestellt haben. Der Mann habe laut der Sprecherin beim Einchecken für den Flug angegeben, dass er nicht mit Covid-19 diagnostiziert worden war und auch keine Symptome zeigte, die mit dem Coronavirus zusammenhängen könnten. Offenbar habe der Mann falsche Angaben gemacht.

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Airline in der Kritik: Wie hat es der Mann trotz Covid19-Erkrankung an Bord geschafft?

Im Nachhinein muss die Airline nun viel Kritik einstecken. Einige Passagiere des Fluges melden sich auf Twitter zu Wort und zeigen sich schockiert über den Vorfall. Eine Nutzerin schreibt zum Beispiel: „Kann ich fragen, wie ihr einen Covid-positiven Mann gestern Abend an Bord lassen konntet? Er hat beim Boarding gezittert und geschwitzt. Er war offensichtlich krank und ist dann mitten im Flug gestorben. Wir hatten eine Notlandung in New Orleans und haben nicht einmal das Flugzeug gewechselt. Wir saßen alle nur da und haben stundenlang gewartet, während ihr sein Blut und seine Keime mit Feuchttüchern aufgewischt habt. Geht ihr so mit der Sicherheit und Gesundheit anderer Leute um?“

Die Airline verteidigt sich aber: Da der Zustand des Mannes zunächst als Herzstillstand eingestuft wurde, wurde der Flug nach dem Zwischenstopp fortgesetzt. Die Passagiere bekamen die Möglichkeit auszusteigen oder einen späteren Flug zu nehmen, so die Fluggesellschaft laut CNN-Bericht. Alle entschieden sich aber dazu, nach Los Angeles weiterzufliegen. Die örtlichen Gesundheitsbehörden wurden nun Kontakt zu den Passagieren aufnehmen, von denen die amerikanische Behörde CDC annimmt, dass sie dem Virus ausgesetzt gewesen sein könnten. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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