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Beeindruckende Bilder von Wüsten der ganzen Welt – Lebensraum der Extreme

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Ein neuer Bildband rückt mit den Wüsten die lebensfeindlichsten und zugleich mythisch besetzten Landschaften unseres Planeten in den Mittelpunkt.

Wüsten – Lebensraum der Extreme.
1 / 23Wüsten – Lebensraum der Extreme. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Mit einer Fläche von 7000 km² ist der Chott el-Djerid der größte Salzsee der Sahara. In der flachen, abflusslosen Senke verdunstet im Sommer fast das gesamte Wasser von der Oberfläche und lässt eine weite Salztonebene zurück.
2 / 23Mit einer Fläche von 7.000 Quadratkilometer ist der Chott el-Djerid der größte Salzsee der Sahara. In der flachen, abflusslosen Senke verdunstet im Sommer fast das gesamte Wasser von der Oberfläche und lässt eine weite Salztonebene zurück. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Südlich des nur zeitweise Wasser führenden Swakop-Flusses erstreckt sich ein Felsgebiet, das im Satellitenbild ausgeprägte geologische Bruchlinien zeigt. Gut sichtbar ist die Faltung der Gesteinsschichten, die unter anderem aus granitischen Gneisen und Quarzit-Sedimenten bestehen. Die Landschaft trägt wegen ihrer lebensfeindlichen Bedingungen auch die Bezeichnung „Mondlandschaft“. Bekannt ist die Region auch für Funde von Uran und Boltwoodit, Kristallen eines seltenen Minerals. Nur 25 Kilometer weiter westlich liegt Swakopmund an der Mündung des Swakops in den Pazifik.
3 / 23Südlich des nur zeitweise Wasser führenden Swakop-Flusses erstreckt sich ein Felsgebiet, das im Satellitenbild ausgeprägte geologische Bruchlinien zeigt. Gut sichtbar ist die Faltung der Gesteinsschichten, die unter anderem aus granitischen Gneisen und Quarzit-Sedimenten bestehen. Die Landschaft trägt wegen ihrer lebensfeindlichen Bedingungen auch die Bezeichnung "Mondlandschaft". Bekannt ist die Region auch für Funde von Uran und Boltwoodit, Kristallen eines seltenen Minerals. Nur 25 Kilometer weiter westlich liegt Swakopmund an der Mündung des Swakops in den Pazifik. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Im Westen der arabischen Halbinsel erstrecken sich neben weiten Sand- und Steinwüsten ausgedehnte Lavafelder, auch Harrat genannt. Das Harrat Khaybar bildete sich während der letzten 5 Millionen Jahre entlang eines 100 Kilometer langen Gebiets, letzte Eruptionen wurden vor mehr als 1300 Jahren vermerkt. Der Krater Jabal Bayda oder Weiße Berg trägt seinen Namen wegen der auffällig hellen Färbung des siliziumreichen Materials, die in Kontrast zu den dunklen Basalt-Lavafeldern der Umgebung steht. An den Flanken des Tuffkegels hat sich ein feingliedriges System von Abflussrinnen gebildet.
4 / 23Im Westen der arabischen Halbinsel erstrecken sich neben weiten Sand- und Steinwüsten ausgedehnte Lavafelder, auch Harrat genannt. Das Harrat Khaybar bildete sich während der letzten 5 Millionen Jahre entlang eines 100 Kilometer langen Gebiets, letzte Eruptionen wurden vor mehr als 1300 Jahren vermerkt. Der Krater Jabal Bayda oder Weiße Berg trägt seinen Namen wegen der auffällig hellen Färbung des siliziumreichen Materials, die in Kontrast zu den dunklen Basalt-Lavafeldern der Umgebung steht. An den Flanken des Tuffkegels hat sich ein feingliedriges System von Abflussrinnen gebildet. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Oberhalb des Lake Powells verläuft der Colorado River durch den Canyonlands National Park. Sehr deutlich lässt sich an den steilen Wänden der Schlucht die Abfolge der Sedimentschichten verfolgen, durch die sich der Fluss hindurchgearbeitet hat. Neben den unterschiedlichen Färbungen der Gesteinsschichten fällt auch auf, wie härtere Schichten die Erosion bremsen und zur Bildung von Stufen führt. Dadurch verschwinden nach und nach die Mauern zwischen den ursprünglichen Mäandern des Flusses.
5 / 23Oberhalb des Lake Powells verläuft der Colorado River durch den Canyonlands National Park. Sehr deutlich lässt sich an den steilen Wänden der Schlucht die Abfolge der Sedimentschichten verfolgen, durch die sich der Fluss hindurchgearbeitet hat. Neben den unterschiedlichen Färbungen der Gesteinsschichten fällt auch auf, wie härtere Schichten die Erosion bremsen und zur Bildung von Stufen führt. Dadurch verschwinden nach und nach die Mauern zwischen den ursprünglichen Mäandern des Flusses. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die Shahdad Kalut ist ein Teil der iranischen Wüste Dascht-e Lut. Sie hat ihren Namen von den zahlreichen Yardangs, die hier Kaluts heißen. Diese bestehen aus Sandstein, der sehr weich ist und daher der Erosion durch Wind wenig entgegensetzen kann.
6 / 23Die Shahdad Kalut ist ein Teil der iranischen Wüste Dascht-e Lut. Sie hat ihren Namen von den zahlreichen Yardangs, die hier Kaluts heißen. Diese bestehen aus Sandstein, der sehr weich ist und daher der Erosion durch Wind wenig entgegensetzen kann. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die südöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran liegende Wüste weist extreme Temperaturen mit Maximalwerten bis 50 °C und Tag-Nacht-Unterschieden bis zu 70 °C auf. Als vor rund 3000 Jahren das Gebiet nicht mehr vom Monsunregen erreicht wurde, trockneten die ursprünglich vorhandenen Seen aus und hinterließen ausgedehnte Salztonebenen. Diese werden von heftigen Stürmen abgeschliffen, wodurch die feinen Strukturen der abgelagerten Sedimentschichten freigelegt werden.
7 / 23Die südöstlich der iranischen Hauptstadt Teheran liegende Wüste weist extreme Temperaturen mit Maximalwerten bis 50 °C und Tag-Nacht-Unterschieden bis zu 70 °C auf. Als vor rund 3000 Jahren das Gebiet nicht mehr vom Monsunregen erreicht wurde, trockneten die ursprünglich vorhandenen Seen aus und hinterließen ausgedehnte Salztonebenen. Diese werden von heftigen Stürmen abgeschliffen, wodurch die feinen Strukturen der abgelagerten Sedimentschichten freigelegt werden. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die größte Sandwüste der Erde, die zum größten Teil in Saudi-Arabien liegende Rub al-Khali, zieht sich mit ihren bis zu 300 Metern hohen Sanddünen über Hunderte Kilometer hin. Die vom Wind frei gewehten Salztonflächen der Sebkhas zwischen den Dünen bildeten früher den Boden eines Gewässers. Heute sind sie jedoch nur mehr fallweise von Wasser bedeckt.
8 / 23Die größte Sandwüste der Erde, die zum größten Teil in Saudi-Arabien liegende Rub al-Khali, zieht sich mit ihren bis zu 300 Metern hohen Sanddünen über Hunderte Kilometer hin. Die vom Wind frei gewehten Salztonflächen der Sebkhas zwischen den Dünen bildeten früher den Boden eines Gewässers. Heute sind sie jedoch nur mehr fallweise von Wasser bedeckt. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Gaberoun liegt im Westen Libyens inmitten des Erg Ubari in der libyschen Sahara um einen stark salzhaltigen, von Palmen gesäumten See. Am See stehen Ruinen der Siedlung eines Tuareg-Stammes, der die Oase bis zur Absiedelung in den 1980er Jahren bewohnte. Heute ist Gaberoun eine Attraktion für Touristen, die hier Station auf ihrer Wüstensafari machen.
9 / 23Gaberoun liegt im Westen Libyens inmitten des Erg Ubari in der libyschen Sahara um einen stark salzhaltigen, von Palmen gesäumten See. Am See stehen Ruinen der Siedlung eines Tuareg-Stammes, der die Oase bis zur Absiedelung in den 1980er Jahren bewohnte. Heute ist Gaberoun eine Attraktion für Touristen, die hier Station auf ihrer Wüstensafari machen. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die fast vier Quadratkilometer große künstliche Insel vor Doha verdeutlicht den Wandel der Region. Ihr Name und der Grundriss verweisen noch auf das ursprünglich hier gelegene Revier für Perlentaucher, die nach dem Aufstieg der Ölindustrie an Bedeutung verloren. Heute soll The Pearl, für 45.000 Bewohner geplant, internationale Käufer anziehen. Neben Hochhäusern stehen auf der Insel auch luxuriösere Anwesen, vor allem auf den neun Anhängseln im Osten.
10 / 23Die fast vier Quadratkilometer große künstliche Insel vor Doha verdeutlicht den Wandel der Region. Ihr Name und der Grundriss verweisen noch auf das ursprünglich hier gelegene Revier für Perlentaucher, die nach dem Aufstieg der Ölindustrie an Bedeutung verloren. Heute soll The Pearl, für 45.000 Bewohner geplant, internationale Käufer anziehen. Neben Hochhäusern stehen auf der Insel auch luxuriösere Anwesen, vor allem auf den neun Anhängseln im Osten. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Abu Dhabis Stadtentwicklungsprojekt Yas Island wurde im Jahr 2006 gestartet. Heute bietet die Insel mit Ferrari World, Yas Waterworld und SeaWorld auf umfangreichen Flächen Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsparks an. Rekorde wurden für die größte je gebaute Fachwerkstruktur und für die schnellste Achterbahn der Welt erzielt. Mit dem Yas Marina Circuit, der Formel-1-Strecke für den Grand Prix von Abu Dhabi, erreicht der Stadtteil auch internationale Aufmerksamkeit.
11 / 23Abu Dhabis Stadtentwicklungsprojekt Yas Island wurde im Jahr 2006 gestartet. Heute bietet die Insel mit Ferrari World, Yas Waterworld und SeaWorld auf umfangreichen Flächen Freizeiteinrichtungen und Vergnügungsparks an. Rekorde wurden für die größte je gebaute Fachwerkstruktur und für die schnellste Achterbahn der Welt erzielt. Mit dem Yas Marina Circuit, der Formel-1-Strecke für den Grand Prix von Abu Dhabi, erreicht der Stadtteil auch internationale Aufmerksamkeit. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Auf mehr als 40 Quadratkilometern Fläche wird ein neuer Stadtteil aus dem Boden gestampft, der für 130.000 Menschen Wohnraum bereitstellen wird. Der Plan des Viertels folgt einem aufgelockerten, von geschwungenen Straßenzügen dominierten Grundriss. Derartige organische Grundrisse werden oft als ansprechender empfunden als die üblichen Rechtecksraster und deshalb gerade für Wohnviertel immer häufiger angewendet.
12 / 23Auf mehr als 40 Quadratkilometern Fläche wird ein neuer Stadtteil aus dem Boden gestampft, der für 130.000 Menschen Wohnraum bereitstellen wird. Der Plan des Viertels folgt einem aufgelockerten, von geschwungenen Straßenzügen dominierten Grundriss. Derartige organische Grundrisse werden oft als ansprechender empfunden als die üblichen Rechtecksraster und deshalb gerade für Wohnviertel immer häufiger angewendet. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Der 828 Meter hohe Turm ist seit seiner Fertigstellung im Jahr 2010 das höchste Gebäude der Welt. Als Ikone des technischen Fortschritts steht der Burj Khalifa auch beispielhaft für den enormen ökologischen Fußabdruck der Städte am Persischen Golf. Die Lage des Gebäudes im Wüstenklima ist mit einem hohen Aufwand für die Wasserversorgung und Kühlung verbunden. Die Kühlaggregate verbrauchen bei heißem Wetter bis zu 46 Megawatt Leistung.
13 / 23Der 828 Meter hohe Turm ist seit seiner Fertigstellung im Jahr 2010 das höchste Gebäude der Welt. Als Ikone des technischen Fortschritts steht der Burj Khalifa auch beispielhaft für den enormen ökologischen Fußabdruck der Städte am Persischen Golf. Die Lage des Gebäudes im Wüstenklima ist mit einem hohen Aufwand für die Wasserversorgung und Kühlung verbunden. Die Kühlaggregate verbrauchen bei heißem Wetter bis zu 46 Megawatt Leistung. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
In der Wüste sind die Möglichkeiten zur Produktion von Nahrungsmitteln stark eingeschränkt. Als Ausweg werden große Flächen für die Landwirtschaft bewässert, wobei großteils fossiles Grundwasser verwendet wird. Ein großes Problem ist dabei die Verknappung der Grundwasserreserven. In Saudi- Arabien hat daher ein Rückzug aus der Produktion von Weizen begonnen, der vor allem als Viehfutter verwendet wurde.
14 / 23In der Wüste sind die Möglichkeiten zur Produktion von Nahrungsmitteln stark eingeschränkt. Als Ausweg werden große Flächen für die Landwirtschaft bewässert, wobei großteils fossiles Grundwasser verwendet wird. Ein großes Problem ist dabei die Verknappung der Grundwasserreserven. In Saudi- Arabien hat daher ein Rückzug aus der Produktion von Weizen begonnen, der vor allem als Viehfutter verwendet wurde. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
In der Oasenstadt am Rand der Dascht-e Lut leben etwa 1000 Einwohner auf einem Schwemmfächer, der an einem Durchbruch des Flusses durch die begrenzende Bergkette zur Wüste entstand. Hier ist unterirdisch fließendes Wasser verfügbar, sodass Landwirtschaft betrieben werden kann. Das Dorf liegt nur 80 Kilometer nördlich von Bam, das 2003 von einem verheerenden Erdbeben zerstört wurde.
15 / 23In der Oasenstadt am Rand der Dascht-e Lut leben etwa 1.000 Einwohner auf einem Schwemmfächer, der an einem Durchbruch des Flusses durch die begrenzende Bergkette zur Wüste entstand. Hier ist unterirdisch fließendes Wasser verfügbar, sodass Landwirtschaft betrieben werden kann. Das Dorf liegt nur 80 Kilometer nördlich von Bam, das 2003 von einem verheerenden Erdbeben zerstört wurde. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die Versorgung der Landwirtschaft mit Wasser benötigt heute oft technisch komplexe Systeme. Der Süden Kaliforniens wird über den All-American Canal mit Wasser aus dem Lake Mead versorgt. Um unerwartete Änderungen im Verbrauch durch die Landwirte abzufedern, wurde das Brock Reservoir errichtet, das knapp 10 Millionen Kubikmeter Wasser fasst.
16 / 23Die Versorgung der Landwirtschaft mit Wasser benötigt heute oft technisch komplexe Systeme. Der Süden Kaliforniens wird über den All-American Canal mit Wasser aus dem Lake Mead versorgt. Um unerwartete Änderungen im Verbrauch durch die Landwirte abzufedern, wurde das Brock Reservoir errichtet, das knapp 10 Millionen Kubikmeter Wasser fasst. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die ausgedehnten Makgadikgadi-Salzpfannen südöstlich des Okavango-Deltas sind nur in Jahren mit starken Regenfällen mit Wasser gefüllt. Sie sind Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, darunter Flamingos und Rosapelikane. Wegen der unwirtlichen Bedingungen der Region hat die Ausbeutung der Salzvorkommen erst Anfang der 1990er Jahre eingesetzt. In der Sowa-Pfanne wird Salz und Natriumkarbonat abgebaut, dabei wird auch der Wasserhaushalt des Ökosystems belastet.
17 / 23Die ausgedehnten Makgadikgadi-Salzpfannen südöstlich des Okavango-Deltas sind nur in Jahren mit starken Regenfällen mit Wasser gefüllt. Sie sind Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, darunter Flamingos und Rosapelikane. Wegen der unwirtlichen Bedingungen der Region hat die Ausbeutung der Salzvorkommen erst Anfang der 1990er Jahre eingesetzt. In der Sowa-Pfanne wird Salz und Natriumkarbonat abgebaut, dabei wird auch der Wasserhaushalt des Ökosystems belastet. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Die Sierrita-Mine ist eine große Kupfermine im Süden Arizonas. Nachdem sie nach ihrer Gründung im Jahr 1907 zunächst als Untertagebau geführt worden war, wurde 1959 zum Tagebau übergegangen. In der Mine werden Kupfer und Molybdän abgebaut. Die hier gefundenen Vorkommen gehören zu den ergiebigsten der Welt.
18 / 23Die Sierrita-Mine ist eine große Kupfermine im Süden Arizonas. Nachdem sie nach ihrer Gründung im Jahr 1907 zunächst als Untertagebau geführt worden war, wurde 1959 zum Tagebau übergegangen. In der Mine werden Kupfer und Molybdän abgebaut. Die hier gefundenen Vorkommen gehören zu den ergiebigsten der Welt. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Autoreifen gehören zu den Verschleißteilen des modernen Verkehrswesens. Während in Mitteleuropa der überwiegende Teil der Altreifen recycelt wird, werden sie in Kuwait im Sand vergraben. Dieses Lager liegt westlich von Kuwait City und birgt etwa sieben Millionen Altreifen. Im April 2012 brach ein Großbrand aus, bei dem etwa fünf Millionen Altreifen verbrannten.
19 / 23Autoreifen gehören zu den Verschleißteilen des modernen Verkehrswesens. Während in Mitteleuropa der überwiegende Teil der Altreifen recycelt wird, werden sie in Kuwait im Sand vergraben. Dieses Lager liegt westlich von Kuwait City und birgt etwa sieben Millionen Altreifen. Im April 2012 brach ein Großbrand aus, bei dem etwa fünf Millionen Altreifen verbrannten. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Doha, die Hauptstadt des Emirates Katar, ist der Prototyp der arabischen Version einer modernen Planstadt. Im Umkreis der bestehenden Stadt entstehen künstliche, zum Teil ins Meer gebaute Stadtteile der Superlative, wie „The Pearl“, und der riesige Komplex des neuen Flughafens. Sie stehen für eine Entwicklung, die in der „Qatar National Vision 2030“ festgelegt wurde und die den Wüstenstaat zu einem der modernsten der Welt machen soll. Mit dem 2014 eröffneten Hamad International Airport, auf dem im Jahr 2017 mehr als 35 Millionen Passagiere abgefertigt wurden, ist Doha ein Drehkreuz des internationalen Flugverkehrs.
20 / 23Doha, die Hauptstadt des Emirates Katar, ist der Prototyp der arabischen Version einer modernen Planstadt. Im Umkreis der bestehenden Stadt entstehen künstliche, zum Teil ins Meer gebaute Stadtteile der Superlative, wie "The Pearl", und der riesige Komplex des neuen Flughafens. Sie stehen für eine Entwicklung, die in der "Qatar National Vision 2030" festgelegt wurde und die den Wüstenstaat zu einem der modernsten der Welt machen soll. Mit dem 2014 eröffneten Hamad International Airport, auf dem im Jahr 2017 mehr als 35 Millionen Passagiere abgefertigt wurden, ist Doha ein Drehkreuz des internationalen Flugverkehrs. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Im Jahr 1967 wurde südlich der Oase Liwa das Shah-Erdgasfeld entdeckt. Seit 2014 werden hier pro Tag etwa 30 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Wegen des mit 23% sehr hohen Anteils an Schwefelwasserstoff und 10% CO2 ist eine aufwendige Aufbereitung erforderlich. Dabei entsteht als zusätzliches Produkt Schwefel, von dem in Zukunft bis zu 22.000 Tonnen pro Tag produziert werden sollen. Damit sind die Vereinigten Arabischen Emirate vor Kanada der größte Schwefelproduzent der Welt.
21 / 23Im Jahr 1967 wurde südlich der Oase Liwa das Shah-Erdgasfeld entdeckt. Seit 2014 werden hier pro Tag etwa 30 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Wegen des mit 23 Prozent sehr hohen Anteils an Schwefelwasserstoff und 10 Prozent CO2 ist eine aufwendige Aufbereitung erforderlich. Dabei entsteht als zusätzliches Produkt Schwefel, von dem in Zukunft bis zu 22.000 Tonnen pro Tag produziert werden sollen. Damit sind die Vereinigten Arabischen Emirate vor Kanada der größte Schwefelproduzent der Welt. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Der Uluru, auch unter der Bezeichnung Ayers Rock bekannt, ist der zweitgrößte Monolith der Erde. Von Wind und Sand geformt ragt er 348 Meter aus den Ausläufern der Großen Sandwüste im Herzen Australiens empor. Sein Farbenspiel in je nach Wetter und Sonnenlicht unterschiedlichen Rottönen hat den Felsen zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens gemacht. Nach den Aborigines, für die der Uluru ein heiliger Ort ist, stammt die Farbe vom Blut zweier riesiger Schlangen, die hier miteinander kämpften. Der Felsen ist auch wegen der hier gefundenen Felsmalereien Teil des UNESCO-Welterbes und darf seit 2019 nicht mehr erklettert werden.
22 / 23Der Uluru, auch unter der Bezeichnung Ayers Rock bekannt, ist der zweitgrößte Monolith der Erde. Von Wind und Sand geformt ragt er 348 Meter aus den Ausläufern der Großen Sandwüste im Herzen Australiens empor. Sein Farbenspiel in je nach Wetter und Sonnenlicht unterschiedlichen Rottönen hat den Felsen zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens gemacht. Nach den Aborigines, für die der Uluru ein heiliger Ort ist, stammt die Farbe vom Blut zweier riesiger Schlangen, die hier miteinander kämpften. Der Felsen ist auch wegen der hier gefundenen Felsmalereien Teil des UNESCO-Welterbes und darf seit 2019 nicht mehr erklettert werden. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019
Zwischen den Gebirgen des Tibesti und des Ennedi liegen die Ounianga-Seen, die größten Seen der Sahara. Sie sind Reste eines einst deutlich größeren Sees, der auch den heutigen Tschadsee einschloss. Der Salzsee Lac Teli ist der größte See der Ounianga-Serir-Gruppe, der zweitgrößten Gruppe der Ounianga-Seen. Spezielle hydrogeologische Verhältnisse verhindern, dass trotz der starken Verdunstung von mehr als 6000 Millimetern Wasser pro Jahr die anderen Seen versalzen. Die Größe und Form der Seen wird von Wanderdünen beeinflusst, die von den vorherrschenden Nordostwinden verlagert werden. Spuren des Menschen reichen bis weit in vorgeschichtliche Zeiten zurück, als die Sahara noch keine Wüste war.
23 / 23Zwischen den Gebirgen des Tibesti und des Ennedi liegen die Ounianga-Seen, die größten Seen der Sahara. Sie sind Reste eines einst deutlich größeren Sees, der auch den heutigen Tschadsee einschloss. Der Salzsee Lac Teli ist der größte See der Ounianga-Serir-Gruppe, der zweitgrößten Gruppe der Ounianga-Seen. Spezielle hydrogeologische Verhältnisse verhindern, dass trotz der starken Verdunstung von mehr als 6000 Millimetern Wasser pro Jahr die anderen Seen versalzen. Die Größe und Form der Seen wird von Wanderdünen beeinflusst, die von den vorherrschenden Nordostwinden verlagert werden. Spuren des Menschen reichen bis weit in vorgeschichtliche Zeiten zurück, als die Sahara noch keine Wüste war. © eoVision 2019 - Originaldaten: © European Space Imaging 2019

Nach Themenbereichen angeordnet zeigt er auf großformatigen Doppelseiten ausdrucksstarke Satellitenaufnahmen, die von Satelliten der neuesten Generation aus 600 Kilometern Höhe aufgenommen wurden und aus der Perspektive des Weltraums kleinste Details der Erde wiedergeben.

Wüsten – Lebensraum der Extreme: Karge Landschaften, deren spröde Schönheit ihresgleichen sucht

Die faszinierenden Bilder des Buches illustrieren die unglaubliche landschaftliche Vielfalt der Wüsten, die weit über die meist damit verbundenen Dünenlandschaften hinausreicht. Nirgendwo sonst werden die Ergebnisse der Prozesse, welche die Oberfläche der Erde modellieren, besser sichtbar.

In dieser harschen Umgebung steht das Leben vor besonderen Herausforderungen – auch der Mensch, der sich auf den Wassermangel und auf extreme Temperaturen einstellen muss. Vom Bergbau über Siedlungen und landwirtschaftlichen Strukturen bis zu Jahrtausende alten, historischen Stätten und Naturreservaten reichen die sorgfältig ausgewählten Beispiele der Wüsten aus aller Welt.

Lesen Sie hier: Diese Orte sollten Sie niemals besuchen - und doch beeindrucken sie.

Die Themenbereiche werden durch kurze Einführungstexte eingeleitet und durch Beiträge ausgewiesener Experten bereichert, die Bilder selbst sind durch kurze Beschreibungen und Maßstabsleisten ergänzt. In der Spannung zwischen der Ästhetik der Aufnahmen und ihren Inhalten wird deutlich, wie sehr der Mensch den natürlichen Gegebenheiten ausgesetzt ist. Damit trägt das Buch dazu bei, die Umwelt und ihre zunehmend begrenzten Ressourcen bewusster wahrzunehmen.

Über die inhaltlichen Anregungen hinaus ist der Bildband mit der Vielfalt der Farben und Strukturen seiner Aufnahmen ein Augenschmaus für Liebhaber ästhetischer Fotografie. Die Produktion des Bildbandes erfolgte in Kooperation mit DigitalGlobe und European Space Imaging.

Lesen Sie hier: Begeisterung bei Game-of-Thrones-Fans: Islands berühmte Drehorte.

Wüsten – Lebensraum der Extreme

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