In Baden-Württemberg liegt Deutschlands zweitgrößter Stadtpark

Das Stadtbild Stuttgarts wird von der Kessellage geprägt. Und von den vielen Parks, die sich wie ein grüner Gürtel durch die Innenstadt ziehen und durchaus rekordverdächtig sind:
Baden-Württemberg beherbergt mit dem Europa-Park Rust nicht nur den größten Freizeitpark Deutschlands, sondern auch den zweitgrößten „Volkspark“ des Landes. Dies ist eine Bezeichnung für öffentlich zugängliche Parkanlagen, die in vielen großen Städten zu finden sind. In der Hauptstadt Stuttgart vereinen sich mehrere grüne Oasen zum sogenannten Grünen U – dem zweitgrößten Stadtpark Deutschlands.
| Stadt | Stuttgart (BW) |
| Einwohnerzahl | 632.865 (31. Dez. 2022) |
| Fläche | 207,32 km² |
| Stadtgliederung | 23 Bezirke, 152 Stadtteile |
Stuttgart ist Heimat des zweitgrößten Stadtparks Deutschlands
Die Wirtschaftskraft Stuttgarts, die stark von der Industrie geprägt ist, kann mit der eines ganzen zentralamerikanischen Staates verglichen werden. Trotz dieser industriellen Prägung bietet das Grüne U, das sich wie ein Band durch die Innenstadt schlängelt, den Stadtbewohnern zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung fernab des städtischen Trubels.
Schon in den 1920er Jahren gab es Überlegungen, die verschiedenen Parks in Stuttgart miteinander zu verknüpfen. Diese Idee wurde jedoch erst zur Internationalen Gartenschau 1993 in die Tat umgesetzt.
Das Grüne U in Stuttgart ist eine Fusion mehrerer Parks innerhalb des Stadtgebiets
Das Grüne U in Stuttgart setzt sich aus mehreren Parks in der Innenstadt zusammen, die 1993 zu einer Einheit verschmolzen wurden. Mit einer Länge von 8 Kilometern und einer Fläche von 5,6 Quadratkilometern zählt das Grüne U nach der Eilenriede in Hannover (Niedersachsen) zu den größten „Volksparks“ bzw. Volksgärten in Deutschland und gehört sogar weltweit zu den größten seiner Art.
Durch Brücken miteinander verbunden sind die folgenden Stuttgarter Parks, die das Grüne U bilden:
- Schlossgarten
- Park der Villa Berg
- Rosensteinpark
- Leibfriedscher Park
- Wartberg
- Höhenpark Killesberg
Während eines Spaziergangs entlang der 8 Kilometer langen Route des Grünen U in Stuttgart stößt man auf einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Der Weg beginnt bei den Alten und Neuen Schloss im Herzen der Stadt und führt durch den Oberen Schlossgarten mit dem Eckensee und dem Landtag von Baden-Württemberg, sowie dem Opern- und Schauspielhaus. Über Brücken erreicht man sowohl den Mittleren als auch den Unteren Schlossgarten, vorbei am Planetarium und den Mineralbädern Leuze und Berg bis zum Neckar.
Vom Schlossgarten zum Höhenpark und zurück – ohne Warten auf den berüchtigten Autoverkehr
Vom Schlossgarten aus kann man entweder südlich direkt in den Park rund um die Villa Berg gelangen, einem „Lost Place“ in Stuttgart, der in Kürze renoviert werden soll, oder man kann entlang des Neckars zum Rosensteinpark spazieren, in dem sich das Staatliche Museum für Naturkunde befindet und von dem aus man weiter zum Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma spazieren kann. Über eine Brücke im nordwestlichen Teil des Parks erreicht man den Leibfriedschen Garten, in dem sich die Ruine einer Villa befindet, die einst einem bedeutenden Unternehmer gehörte, wie MANNHEIM24 berichtet.
Weitere Brücken führen zum Wartberg-Park mit dem Egelsee, einem Park mit vielen Kleingärten, der besonders für Familien mit Kindern attraktiv ist. Schließlich erreicht man den Killesbergpark, den letzten Park im Grünen U, von dessen Turm aus – einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt – man den zweitgrößten „Volkspark“ Deutschlands in seiner Gesamtheit überblicken kann.
Die erwähnten Brücken überqueren zudem Bundesstraßen, sodass man vom Schlossplatz zum Killesbergpark oder umgekehrt ohne Unterbrechung spazieren kann. In Stuttgart befindet sich zudem der weltweit erste Autotunnel, wie BW24 berichtet.




