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Heidelberg: Zuschuss-Hammer – Miet-Förderung für Bahnstadt-Bewohner endet 2023

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Die Stadt dreht Hunderten Haushalten in der schicken Bahnstadt den Geldhahn zu. Grund: Die Mietwohnraumförderung wird im Jahr 2023 eingestellt.

Schlechte Nachricht für viele Bewohner in Heidelberg-Bahnstadt. Die dortige Mietwohnraumförderung endet im Jahr 2023, wie die Stadtverwaltung dem Gemeinderat in der Sitzung am Donnerstag (2. Juni) mitgeteilt hat. Die Maßnahme wird eingestellt, weil das dafür vorgesehene Geld zur Neige geht.

StadtteilHeidelberg-Bahnstadt (seit 2011)
Einwohnerzahl4.846 (Stand: 2020)
Fläche1,09 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Mietwohnraumförderung in Bahnstadt seit 2012

Für den Stadtteil Bahnstadt gibt es zwei Förderungen für preisgünstiges Wohnen. Eine davon ist die seit 2012 existierende Förderung für Haushalte in Mietwohnungen (Subjektförderung). Nach elf Jahren wird diese Förderung Ende 2023 auslaufen.

Grund: Das sechs Millionen Euro umfassende Guthaben, das mit dem Einzug der ersten Bahnstädter*innen im Jahr 2012 zur Verfügung stand, ist bald aufgebraucht. Betroffene Mieterhaushalte bekommen in Härtefällen vonseiten der Stadt Heidelberg künftig Unterstützung bei der Suche nach bezahlbarem Ersatzwohnraum.

Bahnstadt: Über 12 Prozent der Haushalte beziehen Subjektförderung

Die eigens für die Bahnstadt entwickelte Subjektförderung, die es in anderen Stadtteilen nicht gibt, ist seit 2012 oft in Anspruch genommen worden. Insgesamt sind es 372 geförderte Mieterhaushalte. Das entspricht einem Anteil von 12,1 Prozent des dortigen Wohnungsbestandes. Vergleicht man den Anteil geförderter Haushalte in der Bahnstadt mit dem der geförderten Wohnungen der übrigen Stadtteile, belegt die Bahnstadt nach dem Emmertsgrund, Boxberg und Bergheim den vierten Platz. 

Bahnstadt-Bewohner*innen erhalten noch bis Ende 2023 einen einkommensabhängigen Mietzuschuss in Höhe von bis zu vier Euro pro Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche. Förderfähige Haushalte wurden im Herbst 2021 über das zu erwartende Förderende informiert. Bis Dezember 2021 konnten noch Anträge auf Mietzuschuss für maximal 24 Monate gestellt werden. Seit Jahresbeginn 2022 können nur noch Folgeanträge für ein Jahr bewilligt werden. Erstanträge können nicht mehr gefördert werden. 

Heidelberg: Neuer geförderter Wohnraum in Bahnstadt-Neubauten 

Künftig rückt eine weitere Förderart, die sogenannte Objektförderung, in den Fokus. Über diese entsteht günstiger Wohnraum in Neubauten in der Bahnstadt und auf den übrigen Konversionsflächen. Die Miete fällt dort in Summe für Haushalte mit Anspruch auf eine Wohnberechtigungsbescheinigung geringer aus als mit einem Zuschuss der künftig entfallenden Subjektförderung. 

Geförderte Wohnungen werden derzeit im Mark-Twain-Village und in den Campbell Barracks gebaut. Ein Teil der öffentlich geförderten Wohnungen wird ab 2022 und damit vor Ende der Subjektförderung in der Bahnstadt bezugsfertig sein. 83 weitere geförderte Wohnungen werden momentan in der Bahnstadt gebaut, darunter am Europaplatz.

Die Straße „Langer Anger“ in der Heidelberger Bahnstadt. (Archivfoto)
Die Straße „Langer Anger“ in der Heidelberger Bahnstadt. (Archivfoto) © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

Heidelberg: Künftig sollen in der Bahnstadt mehr geförderte Wohnungen entwickelt werden

Noch mehr geförderte Wohnungen (die genaue Zahl steht noch nicht fest) werden bei künftigen Bauvorhaben in der Bahnstadt entwickelt, unter anderem im Kopernikusquartier zwischen Czernyring und Grüner Meile und auf den Grundstücken zwischen Montpellier- und Czernybrücke. Bei Fragen hilft Dir die Wohnraumförderstelle im Amt für Baurecht und Denkmalschutz unter der Telefonnummer 06221/58-25720 oder per E-Mail an wohnbaufoerderung@heidelberg.de.

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Erst Ende Mai war bekannt geworden, dass Ex-Hoffenheim-Kicker Lukas Rupp (31) in der Bahnstadt aus dem „Alten Wasserturm“ eine Event-Location machen will – als Café, Bar und Restaurant. (PM/pek)

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