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Brand am Hambacher Schloss: Feuerwehr löscht Glutnester im Wald

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Von: Daniel Hagen

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Neustadt - Vor ein paar Tagen brennt es im Pfälzerwald nahe des Hambacher Schlosses. Rund 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Jetzt müssen wieder Glutnester gelöscht werden. 

Update vom 6. August, 15 Uhr: Nach fast drei Stunden ist der Einsatz im Pfälzerwald beendet. Dort hat ein Mitarbeiter des Hambacher Schlosses eine Rauchentwicklung beobachtet, die sich in dem Bereich befindet, der am Mittwoch abgebrannt ist. Die Einsatzkräfte entdecken daraufhin gleich mehrere solcher Glutnester, weshalb der komplette Bereich mit Wärmebildkameras abgesucht werden muss.

„Der Brand hat sich anscheinend so in den Boden gefressen, dass kleinere Windböen ausreichen, um die Sache wieder zu entzünden. Aufgrund der heutigen Lage wird die Brandstelle über das Wochenende immer wieder von der Feuerwehr in Augenschein genommen“, heißt es im Bericht der Feuerwehr Neustadt.

Nach Brand in Pfälzerwald: Feuerwehr muss Glutnester löschen

Update vom 6. August, 11:15 Uhr: Erneut ist die Feuerwehr im Pfälzerwald nahe des Hambacher Schlosses im Einsatz. Das berichtet die Feuerwehr Neustadt auf ihrer Facebook-Seite. Die Lage sei aber im Griff. Auf Nachfrage, ob es wieder einen Waldbrand gebe, geben die Einsatzkräfte aber Entwarnung. Es hätten nur ein paar Glutnester gelöscht werden müssen.

Nach Brand am Hambacher Schloss: Polizei vermutet Zigarette als Auslöser

Update vom 5. August, 21 Uhr: Ist der Brand des Pfälzerwaldes am Hambacher Schloss durch eine grobe Fahrlässigkeit ausgelöst worden? Die Ermittler der Polizei haben laut Mannheimer Morgen bereits eine Vermutung für den Ausbruch des bedrohlichen Feuers. So habe wahrscheinlich ein Wanderer im Bereich der Käsgasse eine glimmende Zigarette weggeworfen.

„Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder ein aus dem Ruder gelaufenes Grillfeuer oder herumliegendes Glas kann verheerende Folgen haben. Ausgetrocknete Bodenvegetation oder Reisig in den Wäldern können schnell Feuer fangen. Besonders gefährlich ist dabei der Funkenflug, der offenes Feuer in der freien Natur zum unkalkulierbaren Risiko macht“, warnt auch der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk.

Flammen-Hölle am Hambacher Schloss: Riesen-Einsatz für Feuerwehr – 2 Männer verletzt

Update vom 4. August, 14:40 Uhr: Mehr als zwölf Stunden habe der Einsatz im Zusammenhang mit dem verheerenden Waldbrand am Hambacher Schloss angedauert. Um 15:02 Uhr seien die Einsatzkräfte alarmiert worden, über 200 Feuerwehrleute waren bei der Brandbekämpfung vor Ort.

Das Technische Hilfswerk und Deutsche Rote Kreuz hätten die Maßnahmen unterstützt, ebenfalls ein Löschhubschrauber der Polizei. Zwei Feuerwehrmänner wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Mit Rettungswagen kamen sie vorsorglich in ein Krankenhaus, welches sie inzwischen aber wieder verlassen konnten, wie die Feuerwehr am heutigen Nachmittag mitteilt. Beiden Kameraden gehe es gut.

Waldbrand unterhalb des Hambacher Schlosses
Rauch steigt aus einem Wald beim Hambacher Schloss auf, wo ein größeres Stück Wald gebrannt hat. © Fynn Trenkner/dpa

Neustadt: Flammen-Hölle im Pfälzerwald – 200 Feuerwehrleute retten Hambacher Schloss

Update vom 4. August, 9:47 Uhr: Auch am Tag nach dem rund acht Hektar großen Waldbrand am Hambacher Schloss ist die Feuerwehr weiterhin auf dem Gelände im Einsatz. Gegen 19 Uhr hatten die rund 200 Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle und somit ein Übergreifen auf das geschichtsträchtige Schloss, der „Wiege der deutschen Demokratie“, verhindern können.

Nachdem die Nachlöscharbeiten am Donnerstagnacht um 0:30 Uhr beendet gewesen seien, habe die Feuerwehr nachts Brandwache gehalten. Aktuell sei man dabei, letzte Glutnester zu bekämpfen, so ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber der dpa. Es sei davon auszugehen, dass der Einsatz am Donnerstag abgeschlossen werden könne. Danach soll das Gelände als weitere Vorsichtsmaßnahme noch einmal vollständig gewässert werden. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt.

Neustadt: Waldbrand am Hambacher Schloss – über 200 Feuerwehrleute im Einsatz

Update vom 3. August, 19:45 Uhr: Wie die Einsatzkräfte über die Facebook-Seite Feuerwehren Metropolregion Rhein-Neckar bekannt geben, befinden sich beim Brand im Pfälzerwald derzeit rund 200 Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen. Seit etwa 19 Uhr soll der Brand am Hambacher Schloss unter Kontrolle sein. Die Löscharbeiten sind aber noch nicht beendet.

Neustadt: Brand am Hambacher Schloss – Pfälzerwald in Flammen

Erstmeldung vom 3. August: Weißer Rauch steigt über Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) auf. Dort wird gegen 15 Uhr die Feuerwehr alarmiert, weil im Pfälzerwald ein Brand ausgebrochen ist. Besonders besorgniserregend daran ist, dass die Flammen sich am südlichen Hang nahe des Hambacher Schlosses ausbreiten. Sollte das Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden, droht Gefahr für das geschichtsträchtige Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert.

Neustadt: Brand am Hambacher Schloss – Löschhubschrauber im Einsatz

Wie mehrere Medien berichten, sind über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neustadt, Haßloch und Maikammer vor Ort, um den Brand im Pfälzerwald zu löschen. Zuletzt sind auch zwei Löschhubschrauber eingetroffen. Die Löschung erweist sich aber als schwierig, da die Flammen schnell übergreifen. Mittlerweile sei eine Fläche von rund sechs bis sieben Hektar betroffen.

Laut der Rheinpfalz bestehe allerdings keine Gefahr mehr für das Hambacher Schloss, da die Feuerwehr den Brand auf dieser Seite unter Kontrolle gebracht habe. Allerdings scheinen sich die Flammen am Ende der Käsgasse so auszubreiten, dass sie auf ein Wohnhaus übergreifen könnten. Die Stadtverwaltung Neustadt hat zudem eine Warnung herausgegeben, im Bereich Diedesfeld, Hambach und Hambacher Höhe Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Neustadt: Waldbrand am Hambacher Schloss – Feuerwehrmann verletzt

Während der Löscharbeiten nahe des Hambacher Schlosses ist laut der Rheinpfalz ein Feuerwehrmann verletzt worden. Dieser befindet sich mittlerweile in einem Krankenhaus. Über die Schwere seiner Verletzungen ist noch nichts bekannt. Mehrere Einsatzkräfte hätten zudem Gerätschaften und Material im Wald zurücklassen müssen, um den Flammen zu entkommen.

Wegen der aktuellen Trockenheit hat es bereits Ende Juli einen großen Waldbrand in der Südpfalz gegeben – und zwar im Landkreis Germersheim. (dpa/dh)

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