Fünf Monate nach Tod von Syndia A.

Bluttat in Worms: Mord-Anklage gegen Ahmed T.

Fünf Monate nach dem Mord an Syndia A. wird Anklage gegen ihren Freund erhoben! (Archivfoto)

Worms/Mainz - Vor fünf Monaten wird Syndia A. mit mehreren Messerstichen ermordet. Ihr damaliger Freund stellt sich der Polizei als Täter. Nun ist Anklage gegen ihn erhoben worden – wegen Mordes!

Auch fünf Monate nach der Bluttat in Worms sitzt der Schock noch tief. Am 6. März wurde die 21-jährige Syndia A. in der Wohnung ihrer Eltern brutal ermordet – mit etwa 15 Messerstichen! Der Täter soll ihr Freund gewesen sein: ein Tunesier namens Ahmed T. Er stellte sich nach der grausamen Tat bei der Polizei in Worms und erklärte, sie in einem Beziehungsstreit getötet zu haben. Bei dem Verdächtigen handelte es sich um einen abgelehnten Asylbewerber, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Nach mehreren Monaten Ermittlung wird nun Anklage gegen den mutmaßlichen Mörder aus Worms erhoben.

Im Oktober 2019 erhängt sich der Mörder von Mia in seiner Gefängnis-Zelle

Worms/Mainz: Anklage gegen Ahmed T. erhoben

Wie eine Sprecherin des Landgerichts Mainz am Freitag mitteilt, habe die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ahmet T. erhoben. Man gehe vom Mordmerkmal Heimtücke aus. Das bedeutet, dass ein Täter die Arg-und Wehrlosigkeit seines Opfers bewusst ausnutzt. Wie die BILD im Laufe der Untersuchungen berichtete, soll Syndia A. getötet worden sein, als sie in ihrem Bett in Worms lag.

Nur, wenn ein solches Merkmal vor Gericht bewiesen werden kann, kann ein Angeklagter wegen Mordes verurteilt werden. Gelingt dies nicht, muss die Tat als Totschlag gewertet werden – was sich am Ende in der Länge der Freiheitsstrafe bemerkbar macht. Mit der Zulassung der Anklage und der Eröffnung des Hauptverfahrens sei voraussichtlich in den nächsten Wochen zu rechnen. 

Worms/Mainz: Mord an Syndia A. – was danach passierte

Der Mord an der 21-jährigen Syndia A. aus Worms sorgte bundesweit für Entsetzen – auch weil die Bluttat von Kandel noch nicht lange zurücklag. Beide Fälle hatten sogar Parallelen. Der mutmaßliche Mörder Ahmed T. war ein Asylbewerber aus Tunesien, der in Deutschland nur geduldet war. Eine besondere Tragik hatte die Bluttat von Worms, da der damals 21-Jährige eigentlich zwei Tage zuvor hätte abgeschoben werden sollen!

Im Laufe der Ermittlungen kamen zudem Zweifel an der Identität von Ahmed T. auf. Der Staatsanwaltschaft Mainz wären unterschiedliche Varianten der Personalien vorgelegen. Bei diesen hätte auch das Geburtsdatum variiert. Der Polizei zufolge sei er auch bereits wegen Körperverletzungen, Drogen, Bedrohung und Nötigung aufgefallen.

Worms/Mainz: Zwischenfall bei Trauermarsch für Syndia A.

Auch bei einem Trauermarsch in Worms kam es zu einem unschönen Vorfall. Während eines Gottesdienstes für die getötete Syndia A. kam ein Mann in die Kirche und schrie „Alluha Akbar“ – den Spruch, den Attentäter vor einem Anschlag ausrufen! Laut der Polizei Worms handelte es sich dabei um einen Mann, der „psychich verwirrt“ wirkte. 

Nach Trauermarsch für Ermordete in Worms: „Allahu Akbar“-Rufe sorgen für Panik bei Gottesdienst!

Nach Mord an Syndia A. (†21): 500 Teilnehmer bei Trauermarsch in Worms

Nach Mord an Syndia A. (†21): 500 Teilnehmer bei Trauermarsch in Worms

Nach Mord an Syndia A. (†21): 500 Teilnehmer bei Trauermarsch in Worms

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Nach Mord an Syndia A. (†21): 500 Teilnehmer bei Trauermarsch in Worms

Vor dem Trauermarsch am 9. März erhielt Michael Kissel, damaliger Bürgermeister von Worms, sogar Morddrohungen – wegen eines Facebook-Posts. Der Marsch fand trotzdem statt und rund 500 Menschen aus Worms und Umgebung nahmen daran teil. 

dpa/dh

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