Facebook-Post sorgt für Aufregung

Tierquäler werfen Hund vor fahrendes Auto – was ist dran an dieser Geschichte? 

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Der schwer verletzte Hund nach dem Vorfall in Worms

Worms - Jugendliche sollen einen Hund achtlos vor ein fahrendes Auto geworfen haben. Ein Facebook-Post sorgt aktuell für viel Wut. Doch hat sich das Ganze wirklich so zugetragen?

Eine Gruppe Jugendlicher sollen am Sonntag (20. Juni) am Fischmarkt in Worms zuerst einen Hund geklaut und dann, nachdem sie erwischt wurden, den Hund einfach achtlos auf die Straße geworfen haben. Dabei soll der Hund von einem Auto erwischt worden sein. Dieser Post auf der Facebook-Seite der Berufstierrettung Rhein-Neckar sorgt aktuell für viel Aufregung. Doch was steckt dahinter?

Wie die Tierrettung berichtet, haben Zeugen den ganzen Vorfall in Worms beobachtet und die Tat so geschildert. Der Hund ist durch das Auto schwer verletzt worden. „Der Hund befindet sich in tierärztlicher Behandlung und wird den Unfall glücklicherweise überleben“, gibt die Tierrettung Entwarnung. 

Auch die Polizei Worms sei bereits eingeschaltet, heißt es weiter. Hinweise zu den rücksichtslosen Tätern oder zum Verlauf der Tat sollen direkt an diese gehen. Wir fragen bei der Polizei in Worms nach, ob sich mittlerweile Zeugen gemeldet haben. Doch diese hat eine ganz andere Version der Geschichte. Denn anders als im Fall der toten Hunde im Schriesheimer Wald, bei denen die Obduktion noch immer nicht abgeschlossen ist, ist die Polizei mit ihren Ermittlungen weiter.

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Hund absichtlich vor fahrendes Auto geworfen – das sagt die Polizei Worms

Wie ein Polizist erklärt, habe weder jemand den Hund geklaut, noch absichtlich auf die Straße in Worms geworfen. Der Hund sei aus einem Hof ausgebüxt und über die Straße gerannt – direkt in die Arme eines 10-jährigen Mädchens, die mit ihrem Vater auf der anderen Straßenseite gelaufen sei. Diese habe den Hund kurz hochgenommen und gestreichelt und ihn dann wieder abgesetzt – nicht geworfen. Daraufhin sei der Hund wieder losgerannt und dann von einem Auto erwischt worden.

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Zeugen behaupten Jugendliche haben Hund in Worms geworfen

Die Polizei habe den Unfall vor Ort in Worms noch aufgenommen. Von Jugendlichen oder gar Absicht sei nie die Rede gewesen, erklärt uns der Polizist weiter. Wie das Gerücht entstanden ist, dass jemand den Hund absichtlich vor ein Auto geworfen hat, kann sich der Beamte auch nicht erklären. Die Tierrettung erklärt auf Anfrage, dass Zeugen und auch die Tierhalter erzählt haben, dass sich der Vorfall so zugetragen habe, dass Jugendliche den Hund vor das Auto geschmissen hätten.

„Eben hat ein Mann direkt vor unserem Fenster einen kleinen Hund in ein fahrendes Auto geworfen.“, lautet eine Zeugenaussage, die Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein-Neckar vorliegt. „Ich habe weinen müssen. Der Hund liegt immer noch da und quält sich“, schreibt der Zeuge weiter. 

Hunde gequält: Schockierende Fälle in der Region 

Erst kürzlich schockierte ein Fall von brutalster Tierquälerei die Region, als ein Mann den Hund seiner Tante getötet hat. Tierretter schildern dabei grausame Szenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Auch in Ludwigshafen bekam ein Mann vor Kurzem Probleme mit der Polizei, weil er seinen Hund bei Temperaturen von fast 30 Grad im Auto zurückließ. Diese dramatischen Fehler machen leider nicht wenige Hundebesitzer. Oft wird die Gefahr unterschätzt, die ein Auto mit geschlossenen Fenstern bei großer Hitze für einen Hund bergen kann. 

Besonders grausam geht ein Tierquäler bei einem Pferd in Ginsheim-Gustavsburg vor: Er verletzt das Pferd mehrfach im Genitalbereich.

jab

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