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Coronavirus in Worms: Inzidenz unter 200! Wird die Ausgangssperre wieder aufgehoben?

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Von: Katja Becher

Worms - In der Domstadt ist die Inzidenz am Samstag unter die kritische Schwelle von 200 gefallen. Was das für die Knallhart-Regeln bedeuten könnte: 

Update vom 16. Januar: Der Inzidenz-Wert in Worms ist am Samstag unter die kritische Schwelle von 200 gefallen. Wie das Landesuntersuchungsamt am Wochenende vermeldet, liegt der Wert in der Domstadt mittlerweile bei 198,7. Doch was bedeutet das jetzt für die harten Maßnahmen wie Ausgangssperre und 15-Kilometer-Regel, die in Worms erst seit diesem Mittwoch gelten?

Die aktuelle Corona-Verordnung von Rheinland-Pfalz sieht vor, dass Landkreise und Städte, deren Inzidenz über einem Wert von 200 liegt, zusätzliche Maßnahmen mit dem zuständigen Ministerium abstimmen müssen. Die schärferen Regeln werden über eine Allgemeinverfügung geregelt, die in Worms seit Mittwoch (13. Januar) gelten. Diese Verfügung gilt in der Stadt zunächst bis zum 31. Januar. Ausgangssperre und eingeschränkter Bewegungsradius könnten in Worms also tatsächlich im Februar wieder aufgehoben werden. Früher ist eher unwahrscheinlich. Eine Aussage der Verwaltung gibt es hierzu allerdings noch nicht.

Vieles hängt jedoch sicherlich von dem Corona-Gipfel mit den Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel ab, der auf den kommenden Dienstag (20. Januar) vorverlegt wurde. Hier könnten deutschlandweit noch schärfere Regeln im Lockdown beschlossen werden – unabhängig von den sinkenden Zahlen in Worms.

Corona in Worms: Polizei-Kontrollen zum Start der Knallhart-Regeln – mit diesem Ergebnis

Update vom 14. Januar: Seit Mittwoch gelten in Worms verschärfte Corona-Maßnahmen. Ob diese auch von den Bürgern eingehalten werden, überwacht die Polizei. Mit Kontrollen in der Innenstadt und Straßen prüfen die Beamten, ob Maskenpflicht, Ausgangssperre und 15 Kilometer Radius eingehalten werden. Unterstützung erhalten sie vom Kommunalen Vollzugsdienst der Stadt und der Bereitschaftspolizei.

Nur wenige der kontrollierten Personen empfinden die Kontrollmaßnahmen als störend, bei einem überwiegenden Teil herrscht Akzeptanz für die aktuellen Maßnahmen. Insgesamt werden 1.296 Personen und 958 Fahrzeuge kontrolliert. Hierbei können 28 Verstöße gegen die Ausgangssperre festgestellt werden. Zudem tragen vier Personen keine Maske und drei Personengruppen sind größer als erlaubt. Gegen den Bewegungsradius kann lediglich ein Verstoß festgestellt werden.

Update vom 13. Januar: Ab heute gelten in Worms härtere Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Die Bevölkerung muss sich nun auf eine Ausgangssperre, die ab Mittwoch, 21 Uhr, erstmals gilt, sowie einen eingeschränkten Bewegungsradius von 15 Kilometer einstellen. Unterdessen ist der Inzidenzwert in Worms erneut gestiegen. Er liegt nun bei 326,8 und ist damit weiterhin der höchste in ganz Rheinland-Pfalz.

Corona-Hotspot Worms: Ausgangssperre und 15-Kilometer-Regel – diese Regeln kommen

Update vom 12. Januar: Entgegen erster Aussagen der Verwaltung hat die Stadt Worms angekündigt, auch den Bewegungsradius ihrer Bürger für touristische Zwecke einzuschränken. Das erklärte Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) nach einem Telefonat mit dem Gesundheitsministerium am Montagabend. Ursprünglich hatte die Stadt, die mit einem Inzidenz-Wert von über 300 als größter Hotspot von Rheinland-Pfalz gilt, auf die Einschränkung verzichten wollen. Außerdem muss Worms die Maskenpflicht in der Fußgängerzone wieder einführen. Die Bestimmung war am 20. Dezember ausgelaufen und aufgrund des Lockdowns nicht mehr verlängert worden.

Corona-Hotspot Worms: Stadt schränkt Bewegungsradius ein – was jetzt noch erlaubt ist

Die Einschränkung des Bewegungsradius in Worms zielt nach Angaben der Stadt ausschließlich auf die Vermeidung des Tagestourismus ab. Das bedeutet: Wormser dürfen sich für Ausflüge nicht weiter als 15 Kilometer vom Stadtgebiet wegbewegen, Ebenso dürfen auch keine Tagestouristen mehr nach Worms kommen, die weiter als 15 Kilometer entfernt wohnen.

Familienmitglieder, die weiter als 15 Kilometer von Worms entfernt wohnen, dürfen weiter besucht werden – wenn sonst alle gültigen Regeln eingehalten werden. Das gilt auch für Menschen von Außerhalb, die ihre Angehörigen besuchen wollen. Weitere Anreisen aus beruflichen Gründen sind von der neuen Regel ebenfalls ausgenommen. Wer also in Mannheim arbeitet und in Worms wohnt (oder umgekehrt), darf ohne Probleme zur Arbeit fahren.

Die neue Allgemeinverfügung von Worms, in der auch eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr vorgesehen ist, wird am Dienstag veröffentlicht und tritt am Mittwoch (13. Januar) in Kraft. Die Regeln zur Ausgangssperre in Worms – und was jetzt noch erlaubt ist – liest Du weiter unten.

Corona-Hotspot Worms: Inzidenz explodiert – jetzt kommen Knallhart-Regeln

Erstmeldung vom 11. Januar: Rheinland-Pfalz verzeichnet am Montag (11. Januar) 590 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Mit Blick auf den Inzidenzwert, der am Montag im Bundesland bei 139,3 liegt, scheint sich die Lage allmählich etwas zu entspannen. Doch während in vielen Landkreisen die Corona-Zahlen sinken, ist die 7-Tage-Inzidenz in Worms in den vergangenen Tagen explodiert. Während die Domstadt in den letzten Wochen den kritischen Wert von 200 nie überschritt, liegt die Inzidenz am Montag bei 322 – der höchste Wert in ganz Rheinland-Pfalz. Jetzt zieht die Stadt die Handbremse und verschärft die Regeln.

StadtWorms
BundeslandRheinland-Pfalz
Einwohner83.542 (2019)
OberbürgermeisterAdolf Kessel (CDU)

Corona-Hotspot Worms: Höchster Inzidenz-Wert in Rheinland-Pfalz – wo liegt die Infektionsquelle?

Die Stadt Worms erklärt den sprunghaften Anstieg der Corona-Fälle zum Teil mit einem Ausbruch in einem Seniorenheim am Rande der Innenstadt. Doch wie Oberbürgermeister Adolf Kessel in einem Interview mit der Wormser Zeitung erklärte, seien in Worms die Infektionsquellen in knapp der Hälfte der Fälle „gar nicht oder nicht mit Sicherheit“ auszumachen.

Der Oberbürgermeister hatte sich deshalb bereits am Wochenende für die Einführung einer Ausgangssperre in Worms ausgesprochen. „Mit der nächtlichen Ausgangssperre lassen sich insbesondere die privaten Treffen verhindern“, so Kessel im Interview mit der Wormser Zeitung. Die Maßnahme würde jedoch nur greifen, wenn die Polizei-Kontrollen im Stadtgebiet massiv verstärkt würden.

Corona-Hotspot Worms: Ausgangssperre soll noch diese Woche kommen

Die Wormser Verwaltung hat angesichts der massiv steigenden Corona-Zahlen am Wochenende eine Allgemeinverfügung vorbereitet, in der eine Ausgangssperre geregelt wird. Diese wurde bereits vom Verwaltungsstab verabschiedet. Nun muss die Stadt die Verschärfung der Corona-Maßnahmen mit dem Land Rheinland-Pfalz und dem zuständigen Gesundheitsamt in Alzey abstimmen, was noch am Montag passieren soll.

Die Ausgangssperre in Worms würde, sobald sie in Kraft tritt, täglich von 21 bis 5 Uhr gelten – mit wenigen Ausnahmen. Wann genau diese Beschränkung jedoch greifen soll, ist aktuell noch unklar. Die verschärfte Regel könnte jedoch schon Mittwoch umgesetzt werden – sobald das Ministerium in Rheinland-Pfalz zugestimmt und die neue Allgemeinverfügung im Amtsblatt bekannt gegeben wurde.

Corona-Hotspot Worms: Diese Ausnahmen gelten von der Ausgangssperre

Ausnahmen von der nächtlichen Ausgangssperre, die in Worms von 21 bis 5 Uhr gelten soll, gibt es nur für die Personen, die einen triftigen Grund haben, das Haus zu verlassen. Dazu zählen:

Auch Menschen, die nicht in Worms leben, dürfen sich zum Zeitpunkt der Ausgangssperre nicht mehr ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit bewegen. Einen entsprechenden schriftlichen Nachweis für einen Grund, sich draußen aufzuhalten, braucht man laut Stadtverwaltung nicht. Polizei und Ordnungsdienst werden dennoch sehr genau kontrollieren, wer sich wirklich in der Öffentlichkeit aufhalten darf – und wer nicht.

Nächtliche Ausgangssperren gelten in Rheinland-Pfalz aktuell auch in Ludwigshafen, Speyer und im Rhein-Pfalz-Kreis. Außerdem trat in Rheinland-Pfalz am Montag (11. Dezember) eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Die neuen Regeln im Bundesland haben wir hier zusammengefasst.

Corona-Hotspot Worms: (Noch) kein eingeschränkter Bewegungsradius geplant

Auf die mögliche Einschränkung des Bewegungsradius will die Stadt Worms offenbar zunächst verzichten und setzt stattdessen auf einen dringenden Appell an die Bevölkerung: „Wir wissen, dass viele Menschen an den Wochenenden in den Odenwald oder in den Pfälzer Wald fahren, um den Schnee zu genießen. Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens in unserer Stadt möchte ich jedoch darum bitten, vorerst darauf zu verzichten“, zitiert der Nibelungen Kurier den Wormser Oberbürgermeister. (kab)

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