Rundgang mit der IBA Heidelberg

„Der schönste Bahnhof Deutschlands“

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IBA-Direktor Michael Braum führt die Teilnehmer durch die Bahnstadt und Bergheim.

Heidelberg-Bahnstadt/Bergheim – „Wissen schafft Stadt“ – so lautet das Motto der Internationalen Bauausstellung (IBA). HEIDELBERG24 war beim achten IBA-Rundgang durch die Bahnstadt und Bergheim dabei.

Gegen Kritiker, die die Bahnstadt als „Schlafstadt“ bezeichnen, wehrt sich Bahnstadts Stadtteilvereinsvorsitzender Dieter Bartmann: „Die Bürger fühlen sich hier wohl und engagieren sich. Die Wohnungen sind nicht gleichförmig.“ 

Um bei einem gemeinsamen Rundgang darüber zu diskutieren und neue Denkanstöße zu schaffen, haben sich am Samstag rund 120 Heidelberger sowie IBA-Direktor Michael Braum in der Kindertagesstätte Bahnstadt auf der Schwetzinger Terrasse getroffen. 

Impressionen vom IBA-Rundgang

Die Kita im stadtteiltypischen Passivhausstandard mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und Räumen für Experimente: Ein Konzept, das aufgeht und weiter wächst.

Auch der Spielplatz und die Freiflächen rund um die Halle02, die gerade saniert wird, kommen bei IBA-Chef Prof. Michael Braum gut an.

Ebenerdig soll man in Zukunft von der Bahnstadt über den Bahnhof nach Bergheim gelangen. „Der schönste Bahnhof Deutschlands“, feixt Braum beim Gang durch den mehr als angestaubten 50er-Jahre-Bau. Ein Areal allerdings,„das wachgeküsst werden muss.“ 

In Bergheim sieht der Stadtteilvereinsvorsitzende Thomas Morr dringenden Bedarf für ein „Gesamtkonzept Bergheim mit der Stadtautobahn Mittermaierstraße, die den Stadtteil zusätzlich teile“

Nächster Halt: Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum Bergheim-West, wo Mietersprecherin und Fotografin Sabine Arndt betont, wie wichtig die Vernetzung des Zentrums mit anderen Einrichtungen sei – knapp 180 Menschen arbeiten hier mittlerweile und der Bedarf an günstigem Gewerberaum gerade für Existenzgründer bleibe weiter hoch. „Wir arbeiten weiter daran, damit die Kreativwirtschaft auch innerhalb der Stadt besser wahrgenommen wird“, so Arndt.

Zu den IBA-Projekten, d.h. den Ideen, die die IBA bis jetzt in den beiden Stadtteilen auf die „Förderungskandidatenliste“ gestellt hat, gehören in der Bahnstadt das geplante „B3“ mit Schule, Kita, Bürgerzentrum und Sporthalle am Gadamerplatz. 

In Bergheim sind das das International Welcome Center auf dem Landfriedareal die Kandidaten sowie das Learning Village, das Akteure aus dem Bildungsbereich (Volkshochschule, Akademie für Ältere, Wilckensschule u.v.m.) zukünftig noch besser miteinander vernetzen soll sowie die Erweiterung der Sammlung Prinzhorn.

Endstation des Rundgangs: die Stadtbücherei – mit ihren 650.000 Besuchern pro Jahr als gesamtstädtische Institution und bedeutender Bergheimer Treffpunkt nicht mehr aus dem Stadtteil wegzudenken. Abschlussdiskussion. Holger Schultze, Intendant des Theater und Orchesters betont, er sich vorstellen könne, „dass wir hier in Bergheim wieder aktiv werden. Ich habe bei diesem Rundgang viele Orte neu entdeckt.“

Ihrem Ziel bis 2022 ist die IBA mit dem Rundgang am Samstag ein Stück näher gekommen: Diskussionen anregen und dem Wissenschaftsstandort Heidelberg Impulse für die Zukunft geben!

Carl Zillich, kuratorischer Leiter der IBA, plant auch zukünftig eine Weiterführung der überaus erfolgreichen Rundgänge durch die Stadtteile, die vor allem Schüler und Studenten ansprechen soll. IBA-typisch vernetzt: mit Uni, Pädagogischer Hochschule, Haus der Jugend, Kulturfenster oder SRH.

jbm

Quelle: Heidelberg24

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