Kurzfristige Entscheidung

Flüchtlinge: Kreis schafft zusätzliche Unterkünfte in Weinheim

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Durch die hohen Flüchtlingszahlen muss der Kreis weitere Unterkünfte in Weinheim schaffen (Symbolfoto).

Weinheim - Wegen der hohen Flüchtlingszahlen muss der Rhein-Neckar-Kreis kurzfristig weitere Unterkünfte schaffen. 250 Personen sollen im Ebert-Park-Hotel untergebracht werden. 

Da derzeit insbesondere über die „Balkan-Route“ eine hohe Zahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden nach Deutschland kommt, müssen die Kommunen und Kreise kurzfristig Unterkünfte schaffen und auch auf Notunterkünfte zurückgreifen.

So auch der Rhein-Neckar-Kreis, dem das Regierungspräsidium Karlsruhe für September die vorläufige Unterbringung weiterer 696 Personen angekündigt hat. 

Hotel und Druckhaus als Gemeinschaftsunterkünfte

Deshalb plant das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, künftig in Weinheim das Ebert-Park-Hotel in der Freiburger Straße als Gemeinschaftsunterkunft für 250 Flüchtlinge zu nutzen. Aller Voraussicht nach sollen die ersten Asylbewerber dort Mitte November einziehen.

Außerdem soll das ehemalige Druckhaus der DiesbachMedien in der Bergstraße als vorübergehende Notunterkunft eingerichtet werden. Auch hier sollen rund 250 Personen Platz finden. 

Dazu müssen aber zunächst noch beispielsweise Sanitäranlagen und Waschmaschinencontainer eingerichtet werden. Deshalb sei noch nicht absehbar, wann die Notunterkunft bezogen werden kann. Der Kreis geht allerdings davon aus, dass die Unterkunft noch in diesem Jahr bezugsfertig ist.

Darüber hinaus werden an der künftigen Gemeinschaftsunterkunft in der Stettiner Straße mehrere Wohncontainer aufgestellt, in denen bis zu 80 Personen untergebracht werden können. Diese werden voraussichtlich zum Jahresende belegt werden können. Die Wohncontainer sollen aber wieder abgebaut werden, sobald die Wohngebäude zur geplanten Gemeinschaftsunterkunft an diesem Standort errichtet und bezugsfertig sind. 

Dezentrale Unterbringung derzeit nicht möglich 

Das Konzept der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern in Weinheim, mit einer Begrenzung auf maximal 80 Personen an einem Standort, ist aufgrund der aktuellen Entwicklung mit den extrem hohen Zugangszahlen derzeit nicht mehr zu halten“, berichtet Stefan Becker, Leiter des Ordnungsamts Rhein-Neckar-Kreis. 

Aufgrund der aktuellen Lage müsse der Rhein-Neckar-Kreis umgehend reagieren, die Situation seit den Gesprächen mit der Stadtverwaltung und der Bürgerschaft in Weinheim habe sich im vergangenen Jahr grundlegend geändert

Bei den bereits geplanten Gemeinschaftsunterkünften, die an den drei bekannten Standorten in Weinheim errichtet werden, bleibt es aber wie gegenüber der Bürgerschaft zugesagt bei jeweils 80 Plätzen“, ergänzt Becker. 

Die Stadtverwaltung Weinheim, die Gemeinderatsfraktionen sowie das Netzwerk Asyl Weinheim für Integration (NAWI) wurden über die geplanten Belegungen informiert. 

Rückgriff auf Gewerbeimmobilien

Um die Belegung weiterer Sporthallen zu vermeiden, muss das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis vorübergehend auch auf Notunterkünfte in Gewerbeimmobilien zurückgreifen, die nicht zu einer dauerhaften Unterbringung von Flüchtlingen geeignet sind. 

Die kurzfristige Schaffung von Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung wird die Landkreisverwaltung auch in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Dabei ist sie auf die Unterstützung und Solidarität in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden angewiesen.

Rhein-Neckar-Kreis/rmx

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