Gäste klagten über Atemprobleme

Zwei Monate nach Miramar-Evakuierung: Ermittler nennen neue Details! 

Weinheim - Zwei Monate nachdem das Miramar geräumt werden musste, nachdem Gäste über Atemwegsreizungen klagten, geben die Ermittler neue Erkenntnisse bekannt: 

  • Badegäste im Miramar in Weinheim erleiden Atemwegsreizungen 
  • Feuerwehr sperrt und untersucht Saunabereich
  • Etwa 1.400 Gäste müssen das Miramar am 29. Dezember 2019 verlassen
  • Zwei Monate später nennen Ermittler neue Details.

Update vom 22. Februar: Seit dem Großeinsatz im Miramar am 29. Dezember hatten die Ermittler untersucht, was genau bei vielen Besuchern des Freizeitbades Haut- und Atemwegsreizungen ausgelöst hatte. Nun kann die Polizei ein Fremdverschulden ausschließen. „Der Verdacht, dass Substanzen mutwillig verbreitet wurden, hat sich nicht erhärtet“, sagt ein Sprecher der Polizei acht Wochen nach dem Vorfall in Weinheim. Es werde noch das Ergebnis einer Analyse abgewartet, bis man mit Sicherheit sagen könne, um welche Stoffe es sich gehandelt habe. Die Klärung des Falles sei ein „hochaufwendiges Verfahren“

Rund 1.400 Besucher hatten Ende Dezember 2019 das Bad in Weinheim vorzeitig verlassen müssen, nachdem mehrere Gäste über Haut- und Atemwegsreizungen geklagt hatten.

Weinheim: Einsatz im Miramar mit Verletzten – Ursache gibt Rätsel auf

Update vom 3. Januar: Fast eine Woche nach dem Großeinsatz am Miramar rätseln die Ermittler immer noch über die Ursache, die bei vielen Besuchern Haut- und Atemreizungen ausgelöst hat. Es werde derzeit noch analysiert, welcher Stoff die Beschwerden ausgelöst haben könnte, sagt ein Polizeisprecher am Freitag. Neben der Substanz, die auf einem Bademantel gefunden wurde, werden auch weitere Kleidungsstücke untersucht.

Drei Frauen mussten am Sonntag kurzzeitig in einer Klinik versorgt werden. 66 Besucher waren vom Rettungsdienst in Augenschein genommen worden. Seitdem hat es laut Polizei keinerlei Beschwerden mehr in dem Bad gegeben. Das Miramar in Weinheim hat seinen Betrieb am Montag wieder aufgenommen, nachdem Messungen der Luft im Bad und eine Überprüfung der technischen Anlagen unbedenklich ausgefallen waren.

Schrecklicher Vorfall: Drei Frauen werden in der Badewelt Sinsheim von einem 31-jährigen Mann sexuell belästigt. Der Täter ist ihnen im Schwimmbecken aufgelauert.

Nach Großeinsatz im Miramar: Bad wieder offen – Ursache noch unklar

Update um 13:30 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, können zwei der drei Verletzten, die in umliegenden Krankenhäusern gebracht wurden, bereits wieder das Hospital verlassen. Dabei handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 32 und 20 Jahren. Eine 13-Jährige muss zu weiteren Beobachtung in einer Klinik bleiben, sie kann sie aber voraussichtlich noch im Laufe des Tages verlassen. 

Weitere Ermittlungen im Miramar-Fall dauern an. Der Bademantel, auf dem eine Flüssigkeit gefunden wurde, wird von der Analytischen Task Force der Berufsfeuerwehr Mannheim und den Experten der Kriminaltechnik des Polizeipräsidiums Mannheim untersucht. „Wie der Stoff auf die Bekleidung gelangte und ob dieser ursächlich für die Beschwerden der Betroffenen war, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.  

Update um 10:30 Uhr: Wie ein Sprecher der Polizei Mannheim auf Anfrage mitteilt, ist am Montagmorgen der genaue Grund für den Vorfall im Miramar noch unklar. Alle 66 untersuchten Personen hätten eine Reizung der Haut oder Atemwege vorgewiesen. Es müsse allerdings noch ermittelt werden, ob diese alle zusammenhängen. Bestätigt ist aber, dass die erste Besucherin, die sich beim Badedienst gemeldet hat, eine Flüssigkeit an ihrem Bademantel gehabt habe, das man auch in Putzmitteln finde. 

Doch auch hier müsse geklärt werden, wie das alles zusammenhänge – denn die Beschwerden seien nicht nur im Saunabereich aufgetreten. Obwohl zum Zeitpunkt des Vorfalls etwa 4.500 Menschen im Miramar in Weinheim gewesen sind, habe man erst gegen 21 Uhr, also eine Stunde vor der Schließung, die Gäste zum Gehen gebeten. So habe man die Besucher besser untersuchen und ihnen Informationen geben können. 

Weinheim: Miramar geräumt – Reizungen der Haut und der Atemwege

Erstmeldung: Etwa 4.500 Besucher machen sich am Sonntagabend (29. Dezember) einen schönen und entspannten Abend im Miramar Freizeitbad in Weinheim. Doch gegen 19 Uhr meldet sich eine Besucherin der Saune beim Badedienst und klagt dort über Hautreizungen, nachdem sie ihre Badekleidung wieder angezogen hat. Nachdem sich kurz darauf eine weitere Person mit ähnlichen Symptomen meldet, ruft der Badedienst des Miramar in Weinheim Feuerwehr und Polizei. Als die Einsatzkräfte eintreffen, wird der Saunabereich umgehend abgesperrt und mit Gefahrstoffmessgeräten untersucht. Nach Informationen von Hardy Prothmann, Berater des Miramars, seien dabei keine kritischen Stoffe gefunden worden. 

Weinheim: Miramar geräumt – mindestens zwei Personen verletzt

Kurz nach 21 Uhr muss das Miramar in Weinheim dann komplett geräumt werden – davon sind rund 1.400 Personen betroffen! Laut der Polizei Mannheim sei es dabei zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen. Im Eingangsbereich wird eine Betreuungs- und Verletztensammelstelle von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst eingerichtet, bei der sich alle Gäste untersuchen lassen können. 

Insgesamt 66 Gäste des Miramars nehmen das Angebot des Rettungsdienstes wahr. Ob es darunter Verletzte gegeben hat, ist bislang unklar. Allerdings ist es bestätigt, dass eine 13-Jährige, eine 20-Jährige und eine 32-Jährige mit Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden in Krankenhäuser gebracht werden müssen! 

Weinheim: Miramar geräumt – Ursache unklar

Was genau die Beschwerden ausgelöst hat, wird derzeit von der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg und dem Kriminalkommissariat Mannheim ermittelt. Zur Bestimmung werden auch Task Force der Berufsfeuerwehr Mannheim und die Experten der Kriminaltechnik der Spurensicherung hinzugezogen. 

Rund 1.400 Besucher müssen nach einem Vorfall das Miramar verlassen.

Erst Anfang Dezember ereignet sich im Freizeitbad Bellamar in Schwetzingen ein ähnlicher Vorfall. Die Saune muss geräumt werden, nachdem ein Bademeister Massageöl anstatt eines speziellen Aufgusses verwendet hat. 

Weinheim: Miramar geräumt – Keine Gefahr für Bevölkerung

Laut Hardy Prothmann werde eine betriebliche Störung derzeit ausgeschlossen und alle Anlagen würden einwandfrei funktionieren. Es habe zudem zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Trotz der Vorkommnisse werde das Miramar in Weinheim am Montag (30. Dezember) regulär geöffnet haben – allerdings mit verstärktem Personal. 

An erster Stelle steht immer das Wohl der Gäste und deshalb ist es richtig, auch in Verdachtsfällen vorsorglich zu handeln, selbst falls sich hinterher herausstellt, dass es sich um einen Fehlalarm oder eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt. Das Miramar bittet in dieser Hinsicht die Gäste um Verständnis“, erklärt Geschäftsführer Marcus Steinhart in einer Mitteilung. 

pm/pol/dh

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

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