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Weihnachtsmarkt Heidelberg: Budenzauber bald vorbei – Darum sind Standbetreiber „froh“

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Die Heidelberger Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt am Karlsplatz.
Die Heidelberger Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt am Karlsplatz. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Zwei Wochen nach seinem Start ist für den Weihnachtsmarkt jetzt Schluss. Die Schausteller sind darüber aber nicht wirklich traurig – der Grund dafür:

Update vom 2. Dezember: Der Budenzauber in Heidelberg bekommt wohl noch einen Tag Aufschub. Nach Informationen des „SWR“ sollen schärfere Corona-Maßnahmen erst am Samstag (4. Dezember) in Kraft treten. Dazu zählt wohl auch die Schließung aller Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg. In Stuttgart will man aber zunächst die Ergebnisse des Corona-Gipfels am Donnerstag (2. Dezember) abwarten.

Weihnachtsmarkt Heidelberg: Diese Woche ist‘s vorbei! Darum sind Standbetreiber „froh“

Update vom 1. Dezember: Noch ist es nicht offiziell, aber die Landesregierung wird wohl am Donnerstag (2. Dezember) schärfere Corona-Maßnahmen erlassen. Dann müssen alle Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg schließen. Das betrifft auch den beliebten Weihnachtsmarkt in der Heidelberger Altstadt. Große Traurigkeit kommt bei Veranstalter Heidelberg Marketing und den betroffenen Schaustellern aber nicht auf: Das Ganze sei den Menschen nicht mehr zuzumuten gewesen, erklärt Heidelberg Marketing-Chef Mathias Schiemer laut „SWR“. Auch die Budenbetreiber seien überwiegend froh über das vorzeitige Ende des Weihnachtsmarkts. Einen konkreten Zeitpunkt für die Schließung des Weihnachtsmarkts gibt es aktuell noch nicht. Man müsse die Verordnung des Landes abwarten, ergänzt Mathias Schiemer. Letzter Tag könnte dann schon der 2. oder 3. Dezember sein.

Wir haben das alle herbeigesehnt“, sagt der Vorsitzende des Heidelberger Schaustellerverbands, Horst Kräher, gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“. Aktuelle verbrenne man nur Geld. Er hätte nie gedacht, dass er „mal über einen Abbruch des Weihnachtsmarkts so froh“ sein würde. Die Umstellung auf die 2G-Plus-Regel habe den Schaustellern „das Genick gebrochen“, so Kräher. Bei 3G und selbst bei 2G sei der Umsatz noch „okay“ gewesen. Bei der zusätzlichen Testpflicht hätten viele Besucher aber nicht mehr mitgemacht. Ein bisschen Ärger fließt seitens der Standbetreiber aber auch ein: Im Restaurant könne man bei 2G stundenlang drinnen zusammen sitzen. Auf dem Weihnachtsmarkt müsste man im Freien aber zusätzlich ein negativen Test nachweisen.

Weihnachtsmarkt Heidelberg: Glühwein nur mit 2G – Das müssen Ungeimpfte wissen

Update vom 15. November, 12:36 Uhr: Angesichts der steigenden Corona-Zahlen haben Stadt und Heidelberg Marketing am Montag verkündet, dass die Regeln auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt massiv verschärft werden. Auf dem Karlsplatz, dem Universitätsplatz und dem Marktplatz gelte demnach die 2G-Regel – mit eingezäunten Bereichen und Einlasskontrollen. Am Bismarckplatz und Anatomiegarten sollen die Buden frei zugänglich sein. Hier gebe es aber ausschließlich ein Angebot „ToGo“ und nicht zum Verweilen. Hier gibt es alle Infos zur 2G-Regel auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt im Überblick.

Weihnachtsmarkt Heidelberg: Corona-Zahlen explodieren – Findet der Budenzauber statt?

Update vom 15. November, 15:39 Uhr: In Baden-Württemberg schnellen die Corona-Zahlen immer weiter in die Höhe. Kann der Heidelberger Weihnachtsmarkt, der am 18. November starten soll, trotzdem stattfinden? „Wir gehen davon aus, dass der Weihnachtsmarkt stattfindet“, teilt ein Sprecher der Stadt Heidelberg auf Anfrage mit. Weitere Informationen zur Durchführung des Programms wollen Stadt und Heidelberg Marketing am Montagmittag bekannt geben. Dann dürfte sich auch die Frage klären, ob die Corona-Regeln für den Budenzauber in der Altstadt noch einmal verschärft werden.

StadtHeidelberg
Fläche108,84 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dezember 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Weihnachtsmarkt Heidelberg: 2G oder 3G? Welche Regeln für Besucher gelten sollen

Erstmeldung vom 26. Oktober: Bald ist es endlich wieder soweit: Nach einem Jahr Corona-Pause taucht der berühmte und beliebte Weihnachtsmarkt die Altstadt in Heidelberg vom 18. November bis zum 22. Dezember endlich wieder in besinnliches Feiertagsleuchten. Grundlage für die Umsetzung des Weihnachtsmarktes ist ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept, das fortlaufend weiterentwickelt wird. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Heidelberg hervor. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärt: „Wir wollen den Menschen aus Heidelberg und der Region nach einem Jahr Zwangspause wieder einen Bummel über unseren schönen Weihnachtsmarkt ermöglichen – und damit einen weiteren Schritt zur Rückkehr in die Normalität.

Normalität zu Weihnachten – danach dürften sich die meisten Menschen sehnen. „Der Heidelberger Weihnachtsmarkt ist insbesondere für Familien eine ganz besondere Veranstaltung zum Jahresende“, so Würzner. Doch auch für die Schausteller und Budenbetreiber, die finanziell auf das Vorweihnachtsgeschäft angewiesen sind, ist das grüne Licht für die Durchführung des Marktes eine Erleichterung.

Heidelberger Weihnachtsmarkt: Nach Absage-Schock 2020 – „Wir freuen uns sehr!“

Der Schock saß tief, als vor einem Jahr die Absage für den Weihnachtsmarkt kam. Betroffen waren davon nicht nur die Budenbetreiber. Auf Anfrage von HEIDELBERG24 teilte Weihnachtsmarkt-Veranstalter Heidelberg Marketing damals mit, dass auch die Eisbahn auf dem Karlsplatz 2020 nicht aufgebaut werde. Das lohne sich für die Betreiber der Eisbahn unter Corona-Bedingungen nicht, so Heidelberg Marketing-Geschäftsführer Mathias Schiemer. Umso mehr darf man sich auf das Comeback im November 2021 freuen. „Wir arbeiten bereits seit Monaten in enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg an den Planungen“, sagt Schiemer. „Trotz aller Herausforderungen: Wir freuen uns sehr auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt.

Um den vom Pleitejahr 2020 gebeutelten Schaustellern unter die Arme zu greifen, ist der Beginn des Weihnachtsmarktes in diesem Jahr bereits vor dem Totensonntag geplant. Und was für ein Comeback das wird! Auf dem Bismarckplatz, am Anatomiegarten, auf dem Universitäts- und dem Marktplatz gibt es beim Adventsspaziergang rund 100 Buden und weitere Attraktionen zu entdecken, verrät Schiemer. Zudem lockt der Kornmarkt mit dem Winterwäldchen und – na klar – der Karlsplatz mit der Eisbahn vor romantischer Schlosskulisse.

Weihnachtsmarkt Heidelberg: Kein 2G-Modell und keine Lasershow

In Mannheim haben sich die Veranstalter der drei Weihnachtsmärkte auf die 2G-Regel verständigt. Dafür gibt es in der Quadratestadt keine Maskenpflicht auf den Weihnachtsmärkten. Für Heidelberg ist das laut Heidelberg Marketing-Chef Schiemer keine Option: „Wir werden unseren Weihnachtsmarkt ohne Zaun und ohne 2G durchführen.“ Dafür will man mit farbigen Bändchen arbeiten, die sich Weihnachtsmarktbesucher anziehen. Sie müssen dann auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt auch Maske tragen. Damit kommt die Stadt Heidelberg den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg nach.

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Und was ist mit der winterlichen Himmelsshow, die im Frühsommer angekündigt wurde? Den Plan, den Besuchern mit Hunderten Drohnen ein leuchtendes Spektakel an den Heidelberger Nachthimmel zu zaubern, haben man zunächst „zurückgestellt“, sagt Schiemer. Man werde sich aber in den kommenden Jahren erneut mit dem Thema beschäftigen.

Heidelberg: Weihnachtsmarkt-Führungen an Adventstagen

Glühwein, gebrannte Mandeln, Fritten und Bratwürstchen – und das alles in der einmaligen Heidelberger Altstadt. Wie soll man da noch den Überblick behalten? Auch für dieses Problem haben sich die Veranstalter eine Lösung einfallen lassen. Bei adventlichen Weihnachtsmarktführungen können Besucher beim Naschen Wissenswertes über weihnachtliche und vorweihnachtliche Traditionen der Regionen lernen. Der Spaziergang führt vom Neckarmünzplatz aus durch die Altstadt und endet nach anderthalbstündigem Staunen am Universitätsplatz. Die Führungen beginnen an jedem der vier Adventstage um 17:30 Uhr, Tickets gibt es an der Tourist Information am Neckarmünzplatz zum Standardpreis von 10 Euro, ermäßigt für 8 Euro. (luko/rmx)

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