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Heidelberg: Eingezäunt – Weihnachtsmärkte finden ohne Ungeimpfte statt

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Von: Katja Becher

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Heidelberger Weihnachtsmarkt: Angesichts steigender Corona-Fallzahlen haben sich Stadt und Heidelberg Marketing für eine Verschärfung der Maßnahmen entschieden. Was jetzt geplant ist:

Es war bereits absehbar: In Anbetracht der steigenden Inzidenzen geht die Weihnachtsmarkt-Planung der Stadt Heidelberg nicht auf. Vermutlich wird Baden-Württemberg die sogenannte „Alarmstufe“ in wenigen Tagen erreicht haben – und damit wird 2G zur Pflicht. Was bedeutet das für den Weihnachtsmarkt?

„Wir wollen nicht, dass die Menschen mit schweren Herzen in diese Jahreszeit gehen“, so Oberbürgermeister Eckart Würzner bei einer Pressekonferenz am Montagmittag (15. November). Eine vollständige Absage des Weihnachtsmarktes sei keine Option gewesen. Stattdessen weichen die Veranstalter auf das 2G-Modell aus, das von Anfang an Teil der Planung gewesen sei.

2G auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt: Zäune und Einlasskontrollen – an diesen Plätzen

Heidelberg Marketing-Geschäftsführer Mathias Schiemer erklärt: „Auf dem Marktplatz, dem Universitätsplatz, Kornmarkt und Karlsplatz wird eine 2G-Regelung gelten. Die Bereiche werden eingezäunt sein, und es wird Einlasskontrollen geben.“ Geimpfte haben dabei die Option, sich beim Einlass ein Armband geben zu lassen, um bei jedem Besuch nicht immer wieder aufs Neue zur Kontrolle anstehen zu müssen. Für Genesene gibt es diese Möglichkeit nicht, da der Genesenen-Status – anders als der Impfstatus bisher – ein Verfallsdatum hat (6 Monate nach der Infektion). Sie müssen an den Zugangsbereichen ein entsprechendes Nachweisdokument vorzeigen.

Ausnahmen von der 2G-Regel gelten nach der Corona-Verordnung des Landes für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre mit Schülerausweis sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die es keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt. Dazu zählen auch noch Schwangere und Stillende, da es hier erst seit 10. September 2021 eine allgemeine Impfempfehlung der STIKO gibt. 

Im gesamten Bereich des Weihnachtsmarkts gilt die Maskenpflicht. Die medizinische Maske darf nur zum Trinken und Essen abgesetzt werden. Zur Kontaktnachverfolgung erfolgt eine Registrierung via Luca-, Corona-Warn-App oder Kontaktformular.

Weihnachtsmarkt Heidelberg: Kein 2G an Anatomiegarten und Bismarckplatz

Ausgenommen von der 2G-Regelung sind der Anatomiegarten und der Bismarckplatz. Die Buden hier sind für jeden frei zugänglich und geöffnet – allerdings nur für „To-Go“-Verkauf, nicht zum Aufenthalt. „Ich bin überzeugt“, sagt Schiemer, „dass jeder Glühwein und jede Bratwurst, die draußen verzehrt werden, besser sind, als wenn sie in geschlossenen Räumen verzehrt werden.“ Auch die benachbarte Stadt Mannheim hatte vor Start ihres Weihnachtsmarktes bereits verkündet, die 2G-Regel auf dem gesamten Gelände am Wasserturm umzusetzen.

Und was, wenn Baden-Württemberg die „Alarmstufe“ wieder verlässt? Die Veranstalter bleiben flexibel. „Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Baden-Württemberg zurück in die Warnstufe rutscht, haben wir die Option, zu 3G zurückzukehren“, sagt Joe Schwarz, Eventmanager bei Heidelberg Marketing. Startschuss für den Weihnachtsmarkt in Heidelberg ist Donnerstag, der 18. November. Der Weihnachtsmarkt ist sonntags bis freitags von 11 bis 21 Uhr, samstags von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Die offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes findet am Montag, 22. November, um 18 Uhr mit Oberbürgermeister Prof. Würzner und dem Christkind am Marktplatz statt. Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert. (luko)

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