33 Fahrverbote

Erschreckendes Ergebnis der Lkw-Kontrollen: Ein Fahrer liegt bewusstlos in Erbrochenem!

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Walldorf: Alkohol-Kontrollen vor Ende Sonntagsfahrverbot bei LKW Fahrern

Rhein-Neckar-Kreis - Es ist ein erschreckendes Ergebnis, das die Lkw-Kontrolle am Wochenende hervorbringt: 33 Fahrverbote und ein Fahrer ist so betrunken, dass er bewusstlos ist!

Zum vierten Mal findet Sonntagabend (9. Dezember) die landesweite präventive Alkoholkontrolle bei LKW-Fahrern statt. In fünf Stunden kommen so 33 Fahrverbote zustande!

Ein Fahrverbot wird ausgesprochen, wenn der Fahrer mindestens 0,5 Promille hat. 18 Lkw-Fahrer haben Werte von über einem Promille. Der ‚Spitzenreiter‘ bringt einen Wert von 2,3 Promille zustande! 

Das bedeutet: Jeder 14. darf nicht weiterfahren!

Walldorf: Alkohol-Kontrollen vor Ende Sonntagsfahrverbot bei LKW Fahrern

Ins Röhrchen geblasen haben 485 Lkw-Fahrer auf den sechs Rastplätzen der Tank- und Rastanlagen Kraichgau-Süd, Hockenheim, Sinsheim und Sandhausen. Leider bestätigt sich bei Schwerpunktrollen immer wieder die polizeiliche Annahme, dass dem Sonntagsverbot unterliegende Lkw-Fahrer auf den Rasthöfen zu tief ins Glas schauen.

Von den beanstandeten Personen dürfen die ersten ab 6 Uhr fahren - mit 8 Stunden Verspätung!

Walldorf: Alkohol-Kontrollen vor Ende Sonntagsfahrverbot bei LKW Fahrern

In Deutschland gilt seit dem 1. Mai 1956 an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr ein Fahrverbot für Laster über 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse sowie für alle Lkw ungeachtet ihrer zulässigen Gesamtmasse, die einen Anhänger mit sich führen.

„Viele Fahrer trinken am Sonntag oft aus Langeweile stark“, so eine Beamtin des Polizeireviers Walldorf. Dadurch entstehe die Gefahr einer Trunkenheitsfahrt, wenn das Fahrverbot am Sonntag ab 22 Uhr aufgehoben wird. „Das ist ein normaler Zustand sonntags.“ 

Walldorf: Alkohol-Kontrollen vor Ende Sonntagsfahrverbot bei LKW Fahrern

Ein Fahrer wird schon um 17 Uhr in seiner Kabine in der Raststätte Kraichgau Süd bewusstlos aufgefunden. Er liegt total betrunken in seinem eigenen Erbrochenen auf dem Boden der Fahrerkabine! Die Feuerwehr muss die Tür aufbrechen, weil er eingeschlossen ist. Er wird mit Verdacht auf schwere Alkoholvergiftung in die Klinik nach Heilbronn überwiesen. Lebensgefahr ist nicht ausgeschlossen!

Erstmalig überprüfen die Beamten bei den Kontrollmaßnahmen auch die bestehenden Sozialvorschriften mit Schwerpunkt des unerlaubten Verbringens der Wochenruhezeit im Fahrzeug. Dabei können bei 10 von 15 alkoholisierten Fahrern Verstöße festgestellt werden.

Die Kontrollen finden nicht nur beim Polizeipräsidium Mannheim, sondern auch zeitgleich in elf weiteren Polizeipräsidien des Landes Baden-Württemberg statt. Das landesweite Ergebnis der Schwerpunktmaßnahme wird am Dienstag vom Innenministerium des Landes veröffentlicht.

kpo/pol

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