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OB-Wahl in Heidelberg: Michelsburg zieht zurück – was bedeutet das für Theresia Bauer?

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Im zweiten Wahlgang wird am 27. November der Oberbürgermeister gewählt. Sören Michelsburg wird nicht mehr antreten. Das bestätigt der SPD-Kandidat am Mittwoch:

Bei den Oberbürgermeisterwahlen in Heidelberg erreichte Sören Michelsburg am Sonntag (6. November) 13,5 Prozent. Damit landet der SPD-Kandidat hinter Amtsinhaber Eckart Würzner (45,9 Prozent) und Theresia Bauer (28,6 Prozent) auf dem dritten Platz. Zum zweiten Wahlgang am 27. November wird Michelsburg nicht mehr antreten. Das bestätigt der 34-Jährige am Mittwoch (9. November) auf Anfrage dieser Redaktion.

Michelsburg tritt zum zweiten OB-Wahlgang in Heidelberg nicht mehr an

Am Dienstag (8. November) habe es viele „intensive Gespräche“ mit allen Kandidaten gegeben, berichtet Michelsburg bei einem Telefonat mit HEIDELBERG24. In den Gesprächen sei es darum gegangen, ob man sich „hinter einem Kandidaten oder einer Kandidatin versammeln“ könne. „Viele wollten, dass ich weitermache“, sagt der 34-Jährige – allerdings habe er nicht die Unterstützung von Grünen-Kandidatin Bauer bekommen. Deshalb zieht Michelsburg seine Kandidatur zurück.

Eine Wahlempfehlung für den zweiten Wahlgang in Heidelberg wird die SPD nicht aussprechen. Das hat die Kreisdelegiertenkonferenz am Dienstag fast einstimmig beschlossen. Darüber habe man sowohl den parteilosen Rathauschef Eckart Würzner als auch die ehemalige Wissenschaftsministerin Bauer informiert. Michelsburg selbst will sich fortan wieder auf seine Arbeit im Gemeinderat konzentrieren und hat dabei vor allem das Thema Wohnen im Blick. Als Stadtrat will er sich künftig auch dafür einsetzen, dass Heidelberg ein „Referat für bezahlbares Wohnen“ bekommt.

Sören Michelsburg tritt nicht mehr bei der OB-Wahl in Heidelberg an.
Sören Michelsburg tritt nicht mehr bei der OB-Wahl in Heidelberg an. © Florian Römer/HEIDELBERG24

OB-Wahl in Heidelberg: Was bedeutet das Michelsburg-Aus für Theresia Bauer?

Welche Auswirkungen hat der Rückzug von Michelsburg auf die Chancen von Theresia Bauer? Ohne die Unterstützung des drittplatzierten SPD-Kandidaten dürfte es für die 57-Jährige schwer werden, eine „Koalition für einen Wechsel“ zu mobilisieren. In den kommenden Wochen dürfte es „für Frau Bauer schwierig werden, die Wähler zu überzeugen“, meint Michelsburg. Sie stehe vor einer „großen Herausforderung“.

Eine Stellungnahme zum Rückzug Michelsburgs gibt Bauer vorerst nicht ab. Man wolle sich zunächst intern beraten, heißt es aus dem Wahlkampfteam der Landtagsabgeordneten. Von den übrigen Bewerbern hat bislang nur Alina Papgiannaki-Sönmez (Heidelberg in Bewegung/HiB) angekündigt, Theresia Bauer gegen Würzner unterstützen zu wollen.* Davon verspricht sich HiB eine Verhandlungspartnerin im Rathaus, „die im Gegensatz zum jetzigen Amtsinhaber die gesamte Stadtgesellschaft wahrnimmt“, schreibt die Wählervereinigung in einer Mitteilung.

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Der zweite Wahlgang ist für den 27. November angesetzt. Welche Kandidaten antreten werden, steht am Donnerstag (10. November) fest. Neben den bisherigen Bewerben um den OB-Posten können sich für den zweiten Wahlgang auch Kandidierende aufstellen, die im ersten Wahlgang noch nicht teilgenommen haben. Briefwahlunterlagen für den erneuten Wahlgang wird es in der 46. Kalenderwoche geben. (rmx)

* In einer vorherigen Version dieses Artikels hieß es, keiner der übrigen OB-Kandidaten würden Bauer unterstützen. Dies wurde von der Redaktion korrigiert.

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