„Wir haben alles verloren“

Feuer zerstört ihr Zuhause: Mutter und Tochter suchen seit 5 Monaten eine Wohnung!

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Im Mai brach das Feuer in ihrer Mietwohnung aus.

Viernheim - Es ist ein schwerer Schicksalsschlag für eine Mutter und ihre Tochter! Sie verlieren bei einem Brand ihr Zuhause und leben seitdem in einem Hotel. Nun hoffen sie auf einen Lichtblick:

Was Miriam* und ihrer Tochter seit fünf Monaten durchleben, möchte man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Am 2. Mai bricht in ihrer Mietwohnung ein Feuer aus. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit und das Fett in der Pfanne wird zu heiß. Rauch durchzieht die gesamte Wohnung, die Flammen greifen auf die Möbel über. Miriam und ihre 20-jährige Tochter schnappen sich ihre Katze und rennen nach draußen. Dort müssen die Frauen mitansehen, wie das Feuer ihr Hab und Gut, ihr Zuhause und ihr sorgloses Leben zerstört.

Seit diesem schweren Schicksalsschlag leben die beiden in einem Hotelzimmer und suchen verzweifelt nach einer Wohnung.

„Wir haben alles verloren“

Am Samstag (29. September) sprechen wir mit Miriam. Bis heute kann sie sich nicht erklären, wieso sie nicht rechtzeitig reagiert und die Pfanne von der Herdplatte gestellt hat. „Es ging alles so schnell. Plötzlich stand ich zwischen Rauch und Feuer“, so die 50-Jährige. Doch sie will sich nicht lange Vorwürfe machen, denn das ändert ihre schwierige Situation auch nicht.

Heißes Fett in der Pfanne löste den Brand aus.

Von Zuhause ins Obdachlosenheim

Die dreifache Mutter ist arbeitslos, ihre Tochter geht noch zur Schule. Viel Luxus oder gar eine hohe Miete für eine neue Wohnung können sich die beiden nicht leisten. 

Wie ein Sprecher der Stadt Viernheim am Montag (1. Oktober) bestätigt, wurden den beiden eine 1-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad und eine 2-Zimmer-Wohnung in der Obdachlosen-Unterkunft angeboten. Allerdings kommen diese für die 50-Jährige nicht in Frage. „Die eine Wohnung war wie ein Keller“, erklärt Miriam. Andere Angebote habe sie aus finanziellen Gründen ablehnen müssen oder ihr wurde abgesagt, da sie von Hartz-IV lebt. 

Sie beschließt, in ein Hotel zu ziehen. „Das Obdachlosenheim wollte ich meiner Tochter nicht antun.“ Doch auch diese Übergangs-Lage könnte bald ein Ende haben. 

„Ich fühle mich im Stich gelassen“

Miriam erklärt, dass sie schon bald nicht mehr finanziell unterstützt wird. „Ich weiß nicht, wo wir ab Oktober leben werden“, sagt sie hoffnungslos. Laut dem Sprecher der Stadt verfüge Viernheim derzeit „über keine weiteren vermietbare Wohnungen.“ 

Falls Miriam das Hotel verlassen müsse, würde sie und ihre Tochter bei Freunden unterkommen. „Besser als auf der Straße zu stehen“, meint die 50-Jährige.

Hoffnung auf ein Lichtblick

Seit Tagen habe die Mutter nicht mehr geschlafen. Täglich habe sie vor dem nächsten Morgen Angst. Dennoch hofft die 50-Jährige, dass sich eine geeignete Wohnung findet. Sie kann sich maximal eine Warmmiete von 550 Euro leisten. Sie würde auch nach Mannheim und Umgebung ziehen, Hauptsache die kleine Familie habe „endlich ein Lichtblick“.

Kannst Du helfen?

Wenn Du Miriam und ihrer Tochter helfen willst beziehungsweise eine geeignete Wohnung kennst, dann schreibe uns an 2424@headline24.de. Wir geben Deine Infos an die Betroffenen weiter.

*Anmerkung der Redaktion: Die Mutter möchte ihren richtigen Namen aus Schutz vor ihrer Privatsphäre und Tochter nicht öffentlich bekannt geben. Deswegen haben wir ein Pseudonym benutzt.

jol

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