Er soll nie wieder Tiere halten dürfen

Pferde grausam gehalten: Petition und Anzeige gegen Besitzer (77)!

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Die beiden übrigen Pferde sind wieder auf dem Hof in Viernheim.

Viernheim - Günter H. soll seine Pferde unter grausamen Umständen gehalten haben, bis sie gerettet wurden. Doch dann bekommt er sie überraschenderweise zurück. Nun gibt es eine Petition und eine Anzeige gegen ihn:

Der Fall erhitzt auch weiterhin die Gemüter unserer Leser...

Ein Pferdebesitzer in Viernheim soll seine Tiere vernachlässigt und eins sogar mit einer Mistgabel malträtiert haben, sodass es eingeschläfert werden musste. Nachdem ihm die Pferde weggenommen wurden nun die überraschende Wende – er bekommt seine Tiere wieder!

Petition ins Leben gerufen  

Für viele Leute ist diese Entscheidung aber ein Skandal und sie lassen ihrer Wut auf Facebook freien Lauf. So kann Jessica zum Beispiel nicht verstehen, warum „miese Leute “ so oft ihre Tiere zurückbekommen.

Anke fordert sogar die Änderung der Tierschutzgesetze, damit Täter härter bestraft werden. 

Eve S. startet sogar eine Online-Petition auf Avaaz.org. Das Ziel ist klar – Günter H. soll die Haltung von Tieren verboten werden! Dafür will die Starterin der Petition 750 Unterschriften zusammenbekommen. 

Das Ziel ist sogar realistisch – am Freitagmorgen (7. September, 9:30 Uhr) haben bereits 568 Personen unterschrieben. Haben sie genug Unterschriften beisammen, geht sie an den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier

Leiter des Veterinäramts in der Kritik

Laut Dr. Edmund Haferbeck von der Wissenschafts- und Rechtsabteilung der PETA ist die Petition ein wichtiger Schritt. Allerdings sei der Ministerpräsident nicht der richtige Ansprechpartner. Viel wichtiger wäre es, den Leiter des Veterinäramts des Kreises Bergstraße von der Gefährdung zu überzeugen – im Zweifel auch mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde

PETA hat Günter H. zudem bereits am 21. August angezeigt. Mehrere Bürger hätten sie auf den Fall aufmerksam gemacht und die Zustände konkret geschildert. Haferbeck zählt gleich mehrere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz auf – unter anderem das Zufügen von Schmerzen und die Verwahrlosung der Pferde

Die Tiere sollen laut der Tierrettung Rhein-Neckar verwahrlost gewesen sein. (Archivfoto)

Für ihn sei der Leiter des Veterinärsamt „dubios, weil er der Rückkehr der Tiere zugestimmt habe. Weil das Ganze aber einen „Einzelfall“ darstelle, werde man keine Demonstrationen oder Kundgebungen veranstalten. Haferbeck geht aber davon aus, dass der 77-Jährige sowieso keine Tiere mehr halten dürfe, falls es zu einer Verurteilung kommen sollte. 

Hintergrund

Mitte August werden Polizei und die Tierrettung Rhein-Neckar zu einem Hof in Viernheim gerufen. Der 77-jährige Besitzer habe eines seiner drei Pferde mit einer Mistgabel malträtiert – es musste später von einer Tierärztin eingeschläfert werden!

Eines der Pferde wurde so schwer verletzt, dass es von einer Tierärztin eingeschläfert werden musste. (Archivfoto)

Fast drei Wochen später bekommt der Besitzer, Günter H. seine Pferde allerdings wieder zurück – zur Überraschung aller Beteiligten. Laut der Abteilung Veterinärwesen und dem Verbraucherschutz des Kreises Bergstraße gebe es nämlich keine Anhaltspunkte, dass die Pferde gefährdet seien. Unter Polizeischutz werden die beiden überlebenden Tiere deshalb am Mittwoch (5. September) zurück auf den Hof gebracht. 

Immerhin scheint sich die Situation etwas gebessert zu haben. Wie MANNHEIM24 von einem Insider erfahren hat, würden die Pferde mittlerweile auf dem Hof laufen und Zugang zu Wasser und Heu haben.

Die beiden übrigen Pferde sind wieder zurück auf dem Hof. 

dh

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