Aus Mannheim

Babyknochen in Viernheim: Polizei findet Mutter (31) von ,Michael‘!

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Im Viernheimer Wald sind die Babyknochen gefunden worden (Archivfoto)

Viernheim - Nach sieben Monaten, zahlreichen Hinweisen und einen Aufruf in der Sendung ,Aktenzeichen XY ... ungelöst' kann die Polizei die Mutter des toten Säuglings ausfindig machen:

Am 9. September 2017 sind die Überreste eines Babys in einem Wald gefunden worden. Ermittlungen haben ergeben, dass es maximal drei Wochen alt wurde und bereits in den jungen Lebenstagen mit Drogen in Berührung kam. So konnten am Jungen Amphetamine festgestellt werden, die ihm schon in der Schwangerschaft zugeführt wurden. 

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Die Kriminalpolizei (K10) in Heppenheim suchte seit dem Fund der Überreste intensiv nach der Herkunft und vor allem nach der Mutter des Säuglings. Die Ermittlungen und Fahndungsaufrufe, zuletzt in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" am 31. Januar, haben ein hohes Hinweisaufkommen ausgelöst, wie die Polizei am Mittwoch (11. April) bestätigt. Vier der rund 40 Hinweise „haben sich konkret auf Frauen bezogen, die als mögliche Mütter in Betracht kommen konnten“, so die Polizei in einer Mitteilung. 

Mutter bereits vorbestraft

Die entscheidende Spur auf die Mutter habe die Sonderkommission ,Renatus‘, die sich auch mit dem toten Baby im Pfingstweiher befasst, gegeben. 

Eine 31-jährige Frau aus Mannheim soll wegen verschiedenen kleineren Delikten seit Juni 2017 eine Freiheitsstrafe in einem Gefängnis in Baden-Württemberg absitzen. Die Frau soll vor der Inhaftierung einen Sohn auf die Welt gebracht haben, von dem nun jede Spur fehlen würde. 

Die Überprüfungen der fallzuständigen AG ‚Kitz‘ zeigen, dass die inhaftierte Frau im März 2017 einen Jungen mit dem Namen ‚Michael‘ zur Welt gebracht hat. Die DNA des toten Jungen ist mit der DNA der 31-Jährigen verglichen worden und bringt den Durchbruch. 

Die Frau, die zuletzt in Mannheim wohnhaft war, ist die Mutter des kleinen Michael. Der Junge ist am 22. März 2017 zur Welt gekommen. 

Nach bisherigen Ermittlungen und Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchungen dürfte der Junge etwa drei Wochen gelebt haben, bevor er starb. 

Haftbefehl gegen 31-Jährige

Das Amtsgericht Darmstadt hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl gegen die 31 Jahre alte Mutter wegen des Vorwurfs des Totschlags erlassen. Der Haftbefehl ist am Dienstag (10. April) der 31-Jährigen eröffnet worden. 

Die Umstände, die zum Tod des kleinen Michaels geführt haben, sind noch unklar. Die Ermittlungen hierzu dauern an. „Zum Schutz des weiteren Ermittlungsverfahrens können erst einmal keine weiteren Auskünfte zu dem Fall gegeben werden“, so die Polizei weiter.

pol/jol

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