Fehlende Beweise

Doch kein Durchbruch in der Stammzellenforschung! 

+
Eine "riesen" Entdeckung die keine war: Zu wenig Beweise für den "Durchbruch in der Stammzellenforschung" (hier:Symbolbild)

Nach jahrelangem Streit um einen angeblichen Durchbruch in der Stammzellforschung, hat das Team um den Heidelberger Professor Thomas Skutella seine Forschungsergebnisse nun zurückgezogen...

Die vermeintliche Entdeckung:

Der Heidelberger Professor hatte im Jahr 2008, noch von seinem Lehrstuhl in Tübingen aus behauptet, er habe aus den Hoden erwachsener Männer Zellen gewonnen, die fast dieselben Eigenschaften wie embryonale Stammzellen haben.

Schnell wurde diese wichtige Entdeckung von vielen Stammzellforschern heiß diskutiert und als Durchbruch in der Stammzellenforschung angesehen. Aus solchen Zellen könnte eines Tages Ersatzgewebe gezüchtet werden, somit wäre diese Entdeckung ein revolutionärer Schritt für bislang unheilbare Krankheiten wie Parkinson.

Erste Zweifel:

Doch schnell waren Zweifel an der Arbeit der Tübinger Wissenschaftler laut geworden. Schon 2010 hatten Experten ebenfalls in der Fachzeitschrift "Nature" eine Untersuchung veröffentlicht, mit der sie Skutellas Ergebnisse als widerlegt ansahen.

Das Geständnis:

Nachdem die Experimente nun noch einmal nachvollzogen worden seien, hätten Skutella und sein Team zugegeben, dass nicht ausreichend bewiesen sei, dass wirklich pluripotente Stammzellen gewonnen wurden, schrieb "Nature" online.

dpa/nis

Quelle: Heidelberg24

Mehr zum Thema

Fotos: Auffahrunfall auf A6 - Zwei Personen verletzt! 

Fotos: Auffahrunfall auf A6 - Zwei Personen verletzt! 

Fotos: Schlaglöcher und Risse auf Gaiberger Weg

Fotos: Schlaglöcher und Risse auf Gaiberger Weg

Ein nebeliger Herbstmorgen über Heidelberg

Ein nebeliger Herbstmorgen über Heidelberg

Kommentare