Nach Vorfällen im Amateurbereich

Verbände in Baden-Württemberg warnen Vereine vor Salut-Jubel! 

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Türkische Nationalspieler salutierten nach dem Spiel in Frankreich.

In den vergangenen Tagen haben türkische Nationalspieler beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Nachdem die Geste auch im baden-württembergischen Amateurbereich Nachahmer gefunden hat, reagieren nun die Verbände:

Die Fußballverbände in Baden-Württemberg wollen ihre Vereine vor dem kommenden Spieltag sensibilisieren und so vor Strafen wegen unerlaubter Salut-Jubel schützen. „Wir sind gerade daran uns intern abzustimmen, wie und mit welchem Wortlaut wir die Vereine informieren. Weniger in die strafandrohende Richtung, eher in die sensibilisierende Richtung", erklärt der Sprecher des Südbadischen Fußballverbandes, Thorsten Kratzner, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.  

Im Land hatte es am vergangenen Wochenende mindestens in sechs Fällen Salut-Jubel gegeben wie bei der türkischen Nationalelf. „Es gab ein Fall in Singen. Da gab es eine Meldung vom Schiri entsprechend im Spielbericht. Das geht jetzt zum Sportrichter", so Kratzner. Der Württembergische Fußballverband (wfv) berichtet von mindestens drei, der Badische Fußballverband (bfv) von mindestens zwei Vorkommnissen.

Verbände in Baden-Württemberg wollen Vereine vor Salut-Jubel warnen

„Die Unterstützung kriegerischer Handlungen durch entsprechende öffentliche Bekundungen im Rahmen eines Fußballspiels sind mit unseren Verbandsgrundsätzen nicht in Einklang zu bringen. Wir werden die betreffenden Vereine und Mannschaften daher auffordern, davon künftig Abstand zu nehmen", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des wfv und des bfv. „Ob die betreffenden Spieler disziplinarrechtlich zu sanktionieren sind, ist ungeachtet der verbandspolitischen Missbilligung durch die unabhängige Sportgerichtsbarkeit zu entscheiden."

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden.

dpa 

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