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Unwetter: Wie entsteht es und wann werden Warnungen herausgegeben?

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Person auf Rad hebt Beine, während sie durch Pfütze fährt.
Die Nachwehen eines Gewitters. (Symbolfoto) © Jan Woitas/dpa

Gewitter, Blitz und Donner waren schon immer beeindruckende aber auch beängstigende Phänomene. Früher mit Göttern und Mythologie erklärt, wissen wir heute genau wie sie entstehen.

Wir alle kennen es: ein weißblauer Blitz zuckt über den Himmel, Sekunden später ertönt grollender Donner, starker Regen und Hagel prasseln herab. Unwetter. Ein Unwetter kann verschiedene Formen annehmen. Mal kommt es zu Blitz und Donner. Mal zu starkem Niederschlag in Form von HagelStarkregen oder Schneefall. Grundsätzlich entsteht ein Unwetter, wenn sehr heiße und feuchtere Luftmasse auf kalte, deutlich kühlere Luft trifft. Doch wie entsteht ein Unwetter und wann ist Vorsicht geboten? Die Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen findest Du hier.

Unwetter: So entstehen Unwetter

Für die Entstehung von Gewitter müssen 3 Grundbedingungen erfüllt sein:

1. Vertikale Temperaturabnahme in der Atmosphäre, d. h. die Temperatur nimmt mit zunehmender Höhe stark ab

2. Luftfeuchtigkeit in der bodennahen Luftschicht

3. Auslösemechanismus, der zur Kondensation dieser feuchten Luft und damit zu ihrer Hebung führt

Gewitter können also entstehen, wenn die Lufttemperatur mit zunehmender Höhe stark abnimmt und die bodennahe Luftschicht eine erhöhte Luftfeuchtigkeit aufweist. Durch einen Auslösemechanismus wie erhöhte Sonneneinstrahlung wird dieses bodennahe Luftpaket durch Kondensation instabil und steigt auf.

Bei der Kondensation wird Kondensationswärme frei. Dadurch kühlt die bodennahe Luft weniger schnell ab als die umgebende Luft. Und warme Luft steigt nach oben.

Passiert dies vielerorts entstehen große Gewitterwolken, die zwischen 20 und 100 Millionen Tonnen Wasser enthalten. In diesen Wolken toben Orkanböen, die Wassertropfen in Luftschichten unter dem Gefrierpunkt wirbeln. Dort werden sie zu Hagel und fallen dann zu Boden.

Blitz und Donner gehören zu jedem ausgewachsenen Gewitter. Die Orkanböen in den Wolken treiben Wassertröpfchen vor sich her, die dann zusammenstoßen. Beim Zusammenprall entsteht eine elektrische Ladung. Die etwas leichteren Teilchen steigen auf, bekommen eine positive Ladung. Die schwereren Teilchen laden sich negativ auf und sinken in den unteren Teil der Wolke.

So entsteht ein starkes elektrisches Spannungsfeld, sowohl innerhalb der Wolke als auch zwischen Wolke und Erde. Diese Spannung muss sich zwangsläufig entladen. Quasi in einem gigantischen Kurzschluss – das ist der Blitz. Dieser kann bis zu 30.000 Grad heiß sein. Dadurch dehnt sich die Luft um ihn herum explosionsartig aus – das ist der Donner. Der Blitz hat Lichtgeschwindigkeit, d. h. eine Geschwindigkeit von 300.000 Kilometern pro Sekunde. Der Donner ist im Vergleich sehr langsam: Er hat nur die Schallgeschwindigkeit von 300 Metern pro Sekunde. Aus diesem Grund sieht man den Blitz meist viel eher, als man den Donner hört. Gewitter sind sehr charakteristisch für das typisch-deutsche Wetter.

Unwetter: So entsteht eine Superzelle

Durch Hagel können starke Fallwinde entstehen, die dann am Boden zu starken Böen werden und verheerende Schäden anrichten können. Von einer „Superzelle“ spricht man, wenn sich mehrere kleine Gewitterwolken zu einer riesigen Gewitterwolke zusammenschließen. Dann herrscht die höchste Gefahrenstufe.

Superzelle türmt sich vor lila Nachthimmel auf.
Superzelle türmt sich vor lila Nachthimmel auf. © Fabian Stoffers/dpa

Die dabei freigesetzte Energie verursacht zunächst starken Wind, der nach oben steigt. Eben dieser Aufwind treibt die wärmere und feuchte Heißluft nach oben in die kältere Atmosphäre, wo diese Luft kondensiert. Die Entstehung einer Superzelle ist beobachtbar. Bei einem Blick in den Himmel sieht man ganz klar, wie sich Gewitterwolken zu einer Superzelle auftürmen.

Unwetter: Wann wird gewarnt? Wie wird gewarnt?

Je nach Gefährdungslage unterscheidet der Deutsche Wetterdienst (DWD), der die Unwetterwarnungen für Deutschland herausgibt, zwischen 4 Stufen.

Stufe 1: Amtliche Warnungen (Gelb)

Stufe 2: Amtliche Warnung vor markantem Wetter (Orange/Ocker)

Stufe 3: Amtliche Unwetterwarnung (Rot)

Stufe 4: Amtliche Warnung vor extremem Unwetter (Dunkelrot)

Der DWD informiert zeitaktuell über mögliche Unwettergefährdung in Deutschland. Wird eine Warnung ausgegeben, verhalten Sie sich einfach entsprechend der Empfehlung der Gefahrenstufe. Sichern Sie ihre Fenster bei Sturm- und Gewitterwarnung. Treffen Sie Vorkehrungen gegen Hochwasser bei Warnungen vor Starkregen. Bei Warnungen vor Extremwetter bleiben Sie am besten einfach zu Hause.

lpb

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