Ruprecht-Karls-Universität

Uni Heidelberg: Deutschlands älteste Hochschule - Fakultäten, Nobelpreisträger und Geschichte

An der Heidelberger Universität haben schon bedeutende Wissenschaftler aus dem In- und Ausland ihr Hochschulstudium abgeschlossen. Sie hat einen hervorragenden Ruf und ist eine Exzellenzuniversität.

  • Die Heidelberger „Ruprecht-Karls-Universität“ wurde 1386 gegründet und ist die älteste Hochschule Deutschlands.
  • Die Uni Heidelberg ist einer der forschungsstärksten Hochschulen in Europa.
  • Viele bedeutende Wissenschaftler haben dort ihr Studium absolviert.

Die Universität Heidelberg ist in Deutschland eine der forschungsstärksten Hochschulen in Europa. Mit ihren Erfolgen in allen Förderrunden des Exzellenzwettbewerbs und in internationalen Rankings wird ihre führende Rolle und ihr exzellenter Ruf in der Wissenschaftslandschaft unterstrichen. „Semper Apertus“ - immer offen - das Motto der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg gilt bis heute. Sie ist eine von Deutschlands Spitzenuniversitäten.

Uni Heidelberg: Tradition und Nobelpreisträger

Die Universität Heidelberg ist die älteste Hochschule Deutschlands. Seit ihrer Gründung im Jahr 1386 hat sie führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland angezogen, unter anderen Robert Bunsen, Hermann Helmholtz, Gustav Kirchhoff und Max Weber. Alles Namen, die jedermann kennt. Aber auch Dichter waren dabei. 

Chemiker Stefan W. Hell erhielt 2014 den Nobelpreis.

Elf Nobelpreise gingen an Professoren der Universität Heidelberg – zuletzt 2014 an Professor Stefan Hell für seine Arbeiten zur Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie. Rankings zeigen den Erfolg und damit auch das herausragende Niveau der Wissenschaften in Heidelberg.

Das sind die 11 Heidelberger Nobelpreisträger:

  • 2014: Stefan W. Hell, Chemie
  • 2008: Harald zur Hausen, Medizin
  • 1991: Bert Sakmann, Medizin
  • 1979: Georg Wittig, Chemie
  • 1963: Hans Jensen, Physik
  • 1963: Karl Ziegler, Chemie
  • 1954: Walter Bothe, Physik
  • 1938: Richard Kuhn, Chemie
  • 1922: Otto Meyerhof, Medizin
  • 1910: Albrecht Kossel, Medizin
  • 1905: Philipp Lenard, Physik

Dazu gibt es

45 weitere Nobelpreisträger

, deren Namen mit der Universität oder der Stadt Heidelberg verbunden sind.

Uni Heidelberg: Die Hochschule mit Auszeichnung – Prädikat wertvoll

Ob eine Uni ausgezeichnet wird, hängt von vielen Faktoren ab. Ein Gremium aus Wissenschaftlern und Politikern entscheidet darüber. Die Uni Heidelberg wurde schon mehrmals ausgezeichnet. Zuletzt hat sie im Jahr 2019 erneut den Status „Exzellenzuniversität“ erhalten.Sie gehört somit zu den elf Elite-Universitäten Deutschlands. Und das beudetet, dass mehr Gelder fließen können! Und das können zwischen 10 und 28 Millionen Euro im Jahr sein, die durch Bund und Länder gezahlt werden. 

Das Gebäude der neuen Universität in Heidelberg.

Mit diesen Zuschüssen kann die Uni Heidelberg aufbauend auf ihrem Konzept – einer Volluniversität mit herausragender Forschungsstärke – ihre Stärke weiter nutzen: Nämlich ihren Einfluss um Innovationen in Forschung, Lehre und Transfer weiterzutreiben und zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Doch damit nicht genug: Sie ist außerdem Gründungsmitglied der Liga Europäischer Forschungsuniversitäten sowie der Coimbra-Gruppe. Sie versteht sich als Organisation traditionsreicher, europäischer, multidisziplinärer Universitäten von hohem internationalem Format. 

Uni Heidelberg: Hoch angesehen in vielen wissenschaftlichen Bereichen

Die Universität Heidelberg hat sich in den letzten Jahren auch durch ihre vielen Kliniken und durch Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein hohes Ansehen im Bereich der Medizin, aber auch in der Neurobiologie, Chemie und Physik sowie der Mathematik und Informatik verschafft. Zusätzlich besteht ein guter Ruf im Bereich der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre. Sie ist die erste deutsche Universität, die Niederlassungen im Ausland wie in Ägypten, Chile oder Massachusetts (USA) gegründet hat.

Uni Heidelberg: Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Studenten

Heidelberg ist als Stadt jung und alt bekannt. Genauso populär aufgrund ihres Status ist die Uni Heidelberg. Durch den internationalen Vergleich genießt die Hochschule eine hohe Reputation. Jahr für Jahr schreiben sich Studenten ein - und die kommen nicht nur aus Deutschland. Viele der Studierenden (nahezu 18%) kommen aus dem Ausland. 

Knapp 30.000 Studenten sind eingeschrieben und genießen die exzellente Hochschulausbildung. Davon sind ca. 5.500 Studierende aus dem Ausland. Hiervon promovieren über 1.000 (Stand: Wintersemester 2018/2019). 

Uni Heidelberg: So sind die Institute aufgeteilt

Die Universität ist räumlich geteilt: Die Naturwissenschaften, Sportwissenschaft und die meisten Teile der Medizin befinden sich im Neuenheimer Feld, das Gros der Geisteswissenschaften sowie die Rechtswissenschaften befinden sich in der Heidelberger Altstadt, ebenso wie das Rektorat und die Universitätsverwaltung. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften befinden sich seit dem Frühjahr 2009 auf dem neugegründeten „Campus Bergheim“. 

Hinzu kommen diverse Liegenschaften der Universität im Stadtgebiet und der näheren Umgebung (unter anderem über zehn Gebäude der Fakultät für Physik und Astronomie am Philosophenweg). Das Rektorat und das Universitätsmuseum sind in der Alten Universität untergebracht. Eine Vielzahl an Freizeitangeboten in Heidelberg und Umgebung sorgt für den nötigen Ausgleich zum Studium. Das macht das Studieren in Heidelberg zusätzlich attraktiv.

Uni Heidelberg: Uni mit Zukunft - was kann dort studiert werden?

Die etwa 30.000 Studierenden an der Universität Heidelberg können auf ein Spektrum von mehr als 160 Studiengängen zurückgreifen. Dazu ermöglicht die Universität Heidelberg eine in Deutschland nahezu einmalige Vielfalt an Fachkombinationen. Es gibt insgesamt 12 Fakultäten:

  • Theologische Fakultät
  • Juristische Fakultät
  • Medizinische Fakultät Heidelberg
  • Medizinische Fakultät Mannheim
  • Philosophische Fakultät
  • Neuphilologische Fakultät
  • Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften
  • Fakultät für Mathematik und Informatik
  • Fakultät für Chemie und Geowissenschaften
  • Fakultät für Physik und Astronomie
  • Fakultät für Biowissenschaften

Uni Heidelberg: Älteste Universitäts-Bibliothek mit großer Auswahl

Die Universitätsbibliothek Heidelberg ist eine öffentliche wissenschaftliche Universalbibliothek und die Zentralbibliothek im Bibliothekssystem der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Sie hat eine wiederholte Platzierung in der Spitzengruppe im renommierten Bibliotheksranking BIX der Bertelsmann-Stiftung! 

Hier werden umfangreiche Literatur und Informationen bereitgestellt - doch nicht nur für die Universität. Auch andere Hochschulen wie die „Pädagogische Hochschule“ und die „Hochschule für jüdische Studenten“ profitieren von der immensen Auswahl an Büchern. Für die Einwohner der Stadt und Region steht dieser Service ebenfalls zur Verfügung. Die Universitätsbibliothek Heidelberg verfügt über einen Bestand von 3,2 Mio. Medien, davon ca. 980.000 Bände gedruckter Altbestand mit Erscheinungsjahr bis 1900, rund 6.800 Handschriften. 

Der Codex Manesse ist ein berühmtes Liederbuch aus dem Mittelalter. 

Darunter etwas ganz Besonderes: die wertvollste deutsche Handschrift, den Codex Manesse (auch Manessische Liederhandschrift oder Manessische Handschrift genannt) – es ist die umfangreichste und berühmteste deutsche Liederhandschrift des Mittelalters. Weiterhin verfügt die Bibliothek über 490.000 Non-Book-Materialien. 

Uni Heidelberg: Bibliothek beherbergt zahlreiche Schätze

Sie nimmt am Deutschen und Internationalen Leihverkehr teil und ist Leitbibliothek für andere Bibliotheken im Umkreis. Besondere Sammelgebiete sind das Schrifttum über die Kurpfalz und Baden sowie Ägyptologie, klassische Archäologie, mittlere und neuere Kunstgeschichte (1945) sowie Südostasien – dies alles im Rahmen der Fachinformationsdienste der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In der Abteilung „Handschriften und Alte Drucke“ werden die historischen Sammlungen der Universalbibliothek betreut.

Dazu zählen Handschriften, Urkunden, Nachlässe, Inkunabeln, alte Drucke bis 1700 und wertvolle Drucke späterer Zeit sowie die Graphische Sammlung und weitere Sondersammlungen. Es gibt 1.100 Arbeitsplätze und jährlich nutzen über 35.000 aktive Nutzer diese Bibliothek. Ohne Formalitäten ist ein freier Zugang möglich - einfach gegen Vorlage des Studenten- bzw. Personalausweises.

Uni Heidelberg: Erfolgreiche Forschung führt zu „Spin-Offs“

Eine weitere Stärke der Universität Heidelberg sind ihre vielen Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Die Universität fördert damit den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und bietet ideale Rahmenbedingungen für Forscherinnen und Forscher. 

Nachwuchsförderung und Gleichstellung sind Teil der Exzellenzstrategie. Wie eng Theorie und Praxis zusammen liegen, zeigen erfolgreiche „Spin-Offs“ der Universität. Spin-offs sind Unternehmensgründungen durch Studierende, Absolventinnen und Absolventen oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Kompetenzen aus Forschungsprojekten. Diese werden im Einvernehmen mit der betreffenden Hochschule oder Forschungseinrichtung gegründet. Teil der Exzellensstrategie der Ruperto Carola sind nicht nur Schwerpunkte der forschungsbasierten Lehre sondern auch eine strukturierte Doktorandenausbildung. Hierbei wird aktiv die Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eingesetzt.

Uni Heidelberg: Ab wann kann sich eingeschrieben werden?

Interessierte Studienanfänger, Hochschulwechsler und International Studierende aus der EU können sich für das nächste Semester (Herbst/Winter 2020/2021) vom 1. Juni bis 15. Juli 2020 einschreiben. Die Vorlesungen beginnen ab 12. Oktober 2020.

sir/pr

Quelle: Heidelberg24

Rubriklistenbild: © dpa/picture alliance

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