1. Mannheim24
  2. Region

Rheinland-Pfalz: Ungeimpft in Quarantäne – Keine Lohn-Entschädigung mehr

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katja Becher

Rheinland-Pfalz - Ungeimpfte müssen im Herbst damit rechnen, dass sie im Fall einer Quarantäne auf ihren Verdienstausfällen sitzen bleiben.

Ungeimpfte in Rheinland-Pfalz haben ab Oktober keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung. Zur Begründung teilte eine Sprecherin des Gedundheitsministeriums am Donnerstag mit, dass ab dem 1. Oktober grundsätzlich davon auszugehen sei, „dass alle Bürgerinnen und Bürger in den Altersklassen, in denen die Impfung öffentlich empfohlen wurde und soweit ihnen die Impfung medizinisch möglich ist, ein Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten haben“.

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne haben Arbeitnehmer laut Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Entschädigung. Dies sei aber nach dem Infektionsschutzgesetz nicht mehr gegeben, wenn durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung eine Absonderung oder ein Tätigkeitsverbot hätte vermieden werden können, erklärte die Sprecherin.

Ungeimpfte in Rheinland-Pfalz: Keine Verdienst-Entschädigung bei Quarantäne

Auch die Regierung von Baden-Württemberg hat bereits mitgeteilt, dass nichtgeimpfte Personen damit rechnen müssen, für einen quarantänebedingten Verdienstausfall keine Entschädigung mehr zu erhalten. Dort gilt die Regelung bereits ab dem 15. September. Neben den finanziellen Belastungen durch Verdienstausfälle müssen Ungeimpfte auch in anderer Hinsicht tiefer in die Tasche greifen – vor allem bei den Corona-Tests.

In Rheinland-Pfalz müssen sich nicht geimpfte Personen ab Sonntag (12. September) auch noch auf weitere Knallhart-Regeln einstellen. Das öffentliche Leben in der Pandemie richtet sich ab diesem Tag nach einer neuen Corona-Warnampel, die in einer aktualisierten Corona-Verordnung von RLP festgehalten. Geimpfte und Genesene erhalten dabei ein Stück Normalität zurück, während Ungeimpfte – je nach 7-Tage-Inzidenz und Intensivzahlen – mit Einschränkungen rechnen müssen.(kab/dpa)

Auch interessant

Kommentare