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Trier: Mann erschießt Ex-Freundin – und tötet sich nach Beichte

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Von: Daniel Hagen

Absperrband der Polizei in Wald.
In einem Waldgebiet bei Trier werden zwei Leichen gefunden. (Symbolfoto) © Bodo Schackow/dpa

Trier - In der Gemeinde Wallendorf soll ein Mann seine Ex-Freundin erschossen haben. Nachdem er die Tat einem Freund beichtet, nimmt er sich selbst das Leben.

Ein dramatisches Verbrechen erschüttert die 380-Seelen-Gemeinde Wallendorf in Rheinland-Pfalz. Wie das Polizeipräsidium Trier berichtet, soll ein 52-Jähriger am Freitag (10. September) seine Ex-Freundin erschossen haben. Kurz darauf meldet sich der Mann bei einem Freund und beichtet diesem die Tat. Zudem kündigt er an, sich selbst umbringen zu wollen. Der Freund alarmiert daraufhin die Polizei, die mit allen zur Verfügung stehenden Kräften eine Suchaktion startet. Unter anderem sind auch ein deutscher und ein luxemburgischer Polizeihubschrauber an dem Einsatz beteiligt, weil Wallendorf direkt an der Grenze zu Luxemburg liegt.

Trier: Mann erschießt Ex-Freundin – und tötet sich nach Beichte

Einen Tag später wird das Fahrzeug des 52-Jährigen in einem Waldstück bei Wallendorf gefunden. In diesem entdecken die Beamten die Leichen des Mannes und seiner Ex-Freundin, einer 30-jährigen Frau aus Luxemburg. In der Hand des Mannes befindet sich immer noch die Schusswaffe, die wohl für beide Taten benutzt worden ist. Nach dem jetzigen Stand der von der Kriminaldirektion Trier geführten Ermittlungen hält es die Staatsanwaltschaft für wahrscheinlich, dass der Mann zunächst seine Ex-Freundin und sodann sich selbst erschossen hat.

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Trier: Obduktion der Leichen soll weitere Antworten bringen

Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktion der Leichen der Verstorbenen veranlasst. Die Ermittlungen dauern an. Wie die Polizei vermutet, könnte das Verbrechen mit Beziehungsproblemen und der Trennung zusammenhängen. Ein ähnliches Drama ereignet sich Anfang Juli in einer Gemeinde bei Hanau. Dort wird eine 52-Jährige in einem Cafe brutal ermordet. Später finden die Ermittler die Leiche ihres Ehemanns.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

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