Herbstzeit ist Igelzeit!

SO hilft man Baby-Igeln richtig über den Winter

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Wenn man diese Tipps beachtet, freuen sich die Igel im Garten.

Sulzbach – Na, auch schon Igelbabys gesehen? Gerade im August und September kommen die meisten Igel zur Welt und tummeln sich in den Gärten. SO hilft man den Kleinen richtig über den Winter:

„Igel brauchen mindestens 500 Gramm Körpergewicht, um den Winter sicher überstehen zu können“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. 

„Solange die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, können die jungen Stacheltiere im Freien selbstständig und ohne fremde Hilfe an Gewicht zulegen.

Wann soll man zufüttern?

Wenn es längere Zeit kalt bleibt und die Nahrungstiere der Igel im Garten seltener werden, können die Menschen zufüttern. 

Mit was kann man die Igel füttern?

Es gibt zwar in der Tierhandlung spezielles Igelfutter zu kaufen, doch das muss nicht unbedingt sein. 

„Alternativen sind Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch.“, empfielt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser angeboten werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, ergänzt sie.

Wann soll man den Igeln helfen?

Nicht jeder Igel braucht Hilfe. Am besten ist es, die Tiere erst einmal eine Zeit lang zu beobachten. Nur hilfsbedürftige Igel dürfen mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt.

Bei folgenden Anzeichen ist menschliche Hilfe gefragt:

- Der Igel macht insgesamt einen eher kläglichen Eindruck.

- Der Igel rollt sich beim Kontaktnicht sofort zusammen.

- Das Tier ist auffallend dünn, apathisch oder verletzt

Igel sind keine Haustiere!

„Igel eignen sich keinesfalls als Haustiere oder gar Spielgefährten für die Kinder“, warnt Dr. Anette Fach. Man sollte einen Igel grundsätzlich nur dann bei sich zu Hause aufnehmen, wenn bereits ausreichend Sachkenntnis, vor allem zum Thema Fütterung, besteht.

Das Überwinterungsquartier

In diesem Fall eignet sich eine möglichst zwei Quadratmeter große, ausbruchsichere Unterbringung mit Schlafhaus als Überwinterungsquartier. 

„Da Igel Einzelgänger sind, kann man die Tiere ohne Probleme alleine überwintern lassen“, weiß die Tierärztin.

Wie sieht ein igelfreundlicher Garten aus?

Trockenes Laub oder Reisig auf einem Haufen gesammelt, bietet den Tieren ein sicheres Zuhause für den Winter. Auch einen offenen Komposthaufen nutzen die Tiere gerne als Winterbehausung. Einen Laubsaugern sollte man nicht verwenden, da dieser neben dem Laub auch die Beutetiere der Igel aufsaugt.

Vorsicht bei aufbewahrtem Kaminholz im Freien: Auch hier könnte sich ein Stacheltier versteckt haben.

Wenn man diese Hinweise beachtet, werden sich im nächsten Zeit bestimmt wieder kleine Igelbabys im Garten tummeln!

Tierschutzorganisation TASSO/kp

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