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Nach Sturm „Ignatz“: Akute Lebensgefahr in Parks und Wäldern in Rhein-Neckar-Region

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Von: Peter Kiefer

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Rhein-Neckar-Region – Sturm „Ignatz“ hat auch in der Metropolregion gewütet: Überall entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste. Deshalb besteht noch immer Lebensgefahr!

Update vom 22. Oktober, 15:31 Uhr: Auch in den Stadtwäldern hat Sturm „Ignatz“ seine Spuren hinterlassen. So sind zahlreiche Bäume umgestürzt und Äste herabgefallen. Teilweise hängen Bäume auf anderen Bäumen oberhalb von Wegen und drohen noch herunterzustürzen. Dadurch sind noch einige Wege nicht passierbar. Die Forstverwaltung hat bereits mit der Aufarbeitung und Beseitigung der Sturmschäden begonnen. Schätzungsweise sind rund 600 bis 700 Festmeter Sturmholz in Mannheims Stadtwäldern angefallen.
 
Alle Besucher*innen werden aktuell um erhöhte Vorsicht beim Waldbesuch gebeten. Umgefallene oder schiefstehende Bäume sowie abbrechende Äste können eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Abgesperrte Wege dürfen keines Falls betreten werden. Wie lange die Aufräumarbeiten andauern, kann aktuell noch nicht gesagt werden. „Wegen der langanhaltenden Dürre und Baumkrankheiten herrscht aktuell im Wald und auch am Waldrand eine anhaltende erhöhte Gefahr durch umbrechende Bäume und herabstürzende Ast- und Kronenteile. Besonders bei Sturm wird diese Gefahr noch stark verstärkt“, warnt Dr. Stefan Wilhelm, Leiter der Unteren Forstbehörde Mannheim.

So wie auf dieser Kreisstraße hat Sturm „Ignatz“ vielerorts seine Spuren hinterlassen.
So wie auf dieser Kreisstraße hat Sturm „Ignatz“ vielerorts seine Spuren hinterlassen. © Matthias Bein/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Betreten des Waldes geschieht auf eigene Gefahr. Das ist in Paragraph 14 des Bundeswaldgesetzes geregelt und gilt insbesondere für „waldtypische Gefahren“. Dazu zählen unter anderem Gefahren, die von absterbenden Bäumen, trockenen Ästen oder auch von Wildtieren ausgehen. Für entstandene Schäden kann keine Haftung übernommen werden. 

Sturm „Ignatz“ in Rhein-Neckar: Neckarauer Straße in Mannheim wieder geöffnet

Update vom 21. Oktober, 18:38 Uhr: Die sturmbedingten Schäden am Dach eines Privathauses in der Neckarauer Straße konnten durch Schutznetze und ein Gerüst gesichert werden, so dass die Straße seit circa 18 Uhr wieder für den gesamten Verkehr freigegeben ist.

Sturm „Ignatz“ in Rhein-Neckar: Neckarauer Straße in Mannheim voll gesperrt 

Update vom 21. Oktober, 16:37 Uhr: Die Neckarauer Straße ist aktuell abschnittsweise in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt – sowohl für den Fahrzeugverkehr als auch für Radfahrer, Fußgänger und den ÖPNV. „Grund hierfür sind sturmbedingte Schäden am Dach eines Privathauses. Es drohen Teile herabzustürzen, die eine Gefahr darstellen könnten. Durch die Sperrung kommt es aktuell sowohl stadtein- als auch stadtauswärts zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Es wird empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Mannheim, des Polizeipräsidiums Mannheim sowie der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv):

Mannheim: In der Neckarauer Straße 227 sind gegen 9 Uhr mehrere umgestürzte Kamine gemeldet worden (21. Oktober 2021).
Mannheim: In der Neckarauer Straße 227 sind gegen 9 Uhr mehrere umgestürzte Kamine gemeldet worden (21. Oktober 2021). © MANNHEIM24/PR-Video/Rene Priebe

Aufgrund der Sperrung nahe der Haltestelle Voltastraße kann der Gleisabschnitt der Linie 1 zwischen den Haltestellen Krappmühlstraße und Rheinau Karlsplatz in beiden Richtungen nicht befahren werden. Die Bahnen fahren aus der Stadtmitte bzw. aus Rheinau kommend nur bis zu diesen beiden Haltestellen. Die dazwischenliegenden Stadtbahnhaltestellen Hochschule, Lettestraße, Voltastraße, Neckarau Bahnhof, Friedrichstraße, Isarweg, Dannstadter Straße und Sandrain können für die Dauer der Sperrung nicht bedient werden. Fahrgäste werden gebeten, auf die Linie 3 sowie die S-Bahn auszuweichen.

Wie lange die Sperrung in der Neckarauer Straße aufrechterhalten bleiben muss, kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Alle beteiligten Stellen arbeiten an einer schnellen Lösung. 

Sturm „Ignatz“ in Rhein-Neckar: Lebensgefahr in Parks und Wäldern! Behörde warnt

Update vom 21. Oktober, 15:04 Uhr: Auch das Polizeipräsidium Mannheim zieht eine erste Bilanz: Zwischen 6 und 13:15 Uhr waren insgesamt rund 200 Einsätze verzeichnen. Dabei kam es zu zählreichen Sachschäden in der Region. Eine Person wurde im Bereich Sinsheim durch einen herabfallenden Ast verletzt. In Eberbach musste kurzzeitig der Strom abgeschaltet werden, da ein Baum auf eine Stromleitung gefallen war. Hierdurch kam es zu Beeinträchtigungen in einigen Stadtteilen in Eberbach. Zudem musste die Feuerwehr ein Baugerüst in der Bahnhofstraße sichern, dass umzustürzen drohte.

Aktuelle Beeinträchtigungen: Im Bereich der Neckarauer Straße 227 in Mannheim kommt es sowohl stadtein- als auch stadtauswärts zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. An einem Gebäude waren gegen 9 Uhr mehrere umgestürzte Kamine gemeldet worden. Da weiterhin die Gefahr besteht, dass sich Teile des Gebäudedachs lösen, wird die Fahrbahn aktuell in beide Richtungen gesperrt.

Im Rhein-Neckar-Kreis ist die K4102 zwischen Mückenloch und dem Neckarhäuser Hof ist derzeit aufgrund eines umgestürzten Baumes in beide Richtungen gesperrt. In der Heidelberger Straße in Dossenheim stürzte ein Starkstrommast um. Die Stadtwerke sind vor Ort, um diesen zu reparieren. Ob es zu Beeinträchtigungen in der Stromversorgung kommt, kann bisher nicht gesagt werden.

Erste Sturm-Bilanz der Polizei in Ludwigshafen und Vorderpfalz

Update vom 21. Oktober, 14:43 Uhr: Im Zeitraum zwischen 5 und 11 Uhr wurde die Feuerwehr Ludwigshafen zu insgesamt 56 Einsätzen alarmiert. Einsatzschwerpunkt waren lose Dachteile, abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume, die teilweise auf parkende Fahrzeuge fielen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Ludwigshafen mit mehreren Fahrzeugen der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte und der Freiwilligen Feuerwehr Ruchheim, die Polizei und die Technischen Werke Ludwigshafen. Im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Ludwigshafen (Speyer, Frankenthal, Neustadt/Weinstraße, Ludwigshafen, Rhein-Pfalz-Kreis und Landkreis Bad Dürkheim) wurden zwischen 5 und 11 Uhr insgesamt 143 Feuerwehreinsätze disponiert.

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Rheinpfalz ist es bislang zu rund 140 polizeilichen Einsätzen gekommen. Darunter 48 umgestürzte Bäume, weshalb kurzzeitig sieben Straßen gesperrt werden mussten. Eine Person wurde beim einem Verkehrsunfall leicht verletzt. Der Schwerpunkt der Einsätze ereignete sich im Bereich der Polizeidirektion Ludwigshafen. Dort kam es durch Windbruch und umgewehte Zäune und Schilder zu einer Vielzahl von Sachschäden mit einem Schaden von rund 16.300 Euro. Der Gesamtschaden im Präsidialbereich wird derzeit auf 29.300 Euro beziffert.

Schwetzingen: Schäden und Sperrung im Schlossgarten

Update vom 21. Oktober, 13:49 Uhr: Sturmtief „Ignatz“ verschont auch nicht den schönen Schlossgarten Schwetzingen, der deswegen gesperrt werden musste: Wegen der Unfallgefahr durch Ast- und Baumbruch bleiben die Tore geschlossen, bis der Sturm weitergezogen und die Gefahrensituation abgeklärt ist, heißt es in einer Mitteilung. Das heutige Konzert der SWR-Festspiele im Schlosstheater findet jedoch statt, der Zugang ist über den Haupteingang möglich, die Seitentore sind geschlossen. „Wir haben beträchtliche Schäden an der nördlichen Treillage zu vermelden, große Astbrüche und außerdem einen gespaltenen Kastanienbaum an der Zähringer Straße“, sagt Sandra Moritz, die Leiterin der Schlossverwaltung Schwetzingen. „Wir sind gerade dabei, die Sturmschäden zu erfassen. Wir haben uns wegen der Unfallgefahr, die durch Ast- und Baumbruch droht, für eine vorübergehende Sperrung des Schlossgartens entschieden.“

Große Äste sind von Bäumen im Schwetzinger Schlossgarten abgebrochen.
Große Äste sind von Bäumen im Schwetzinger Schlossgarten abgebrochen. © Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Wenn das Orkantief Ignatz weitergezogen ist, müssen die Gartenfachleute überprüfen, welche Schäden entstanden sind, bevor die Wege wieder freigegeben werden können. Daher wird die Sperrung aufrechterhalten, bis alle notwendigen Maßnahmen abgeschlossen sind. Wer wissen will, ob der Schlossgarten wieder offen ist, findet die aktuellen Informationen auf der Internetseite der Staatlichen Schlösser und Gärten unter www.schloss-schwetzingen.de.

Baum kracht auf Starkstromleitung – A5 komplett gesperrt

Update vom 21. Oktober, 12:51 Uhr: Eine während des Sturms beschädigte Starkstromleitung hat am Morgen eine Vollsperrung der wichtigen A5 von Heidelberg nach Darmstadt ausgelöst. Ein Baum kippte auf einen Strommast, dabei knickte der Kopf des Mastes um. Dadurch hingen zwei Stromleitungen tiefer als sonst. Diese erwischte ein Lastwagen, der Fahrer wurde bei dem Unfall aber nicht verletzt. Die Schadenshöhe war zunächst noch nicht bekannt. Gegen 10 Uhr wurde die Sperrung zwischen Hemsbach in Baden-Württemberg und Heppenheim (Kreis Bergstraße) in beide Richtungen wieder aufgehoben, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte.

Forst: Leuchtreklame stürzt 10 Meter auf Supermarkt-Parkplatz

Update vom 21. Oktober, 11:49 Uhr: Gegen 10 Uhr musste die Freiwillige Feuerwehr im baden-württembergischen Forst zu einem Supermarkt in der Bruchsaler Straße ausrücken: Dort hat sich durch den starken Wind ein großes Stück einer Leuchtreklame gelöst, ist über 10 Meter tief auf den Boden geklatscht. Glücklicherweise sind keine Passanten verletzt oder Fahrzeuge beschädigt worden. Nachdem die Einsatzkräfte das mehrere Meter große Leuchtschild auf Stabilität und eventuelle lose Teile überprüft haben, sperrte die Feuerwehr sicherheitshalber einen Bereich des Parkplatzes ab, wie HEIDELBERG24* berichtet.

Das Werbeschild von REWE stürzte mehrere Meter tief auf einen Supermarkt-Parkplatz in Forst (Badem-Württemberg).
Das Werbeschild von REWE stürzte mehrere Meter tief auf einen Supermarkt-Parkplatz in Forst (Badem-Württemberg). © Einsatz-Report24/Aaron Klewer

Lkw-Anhänger auf Rheinbrücke umgekippt – Unfallstelle geräumt

Update vom 21. Oktober, 11:26 Uhr: Sturmböen haben am frühen Morgen auf der Rheinbrücke in Fahrtrichtung Speyer den Anhänger eines Lkw erfasst. Kurz nach 7 Uhr wurde der Anhänger des Gespanns eines 39-Jährigen erfasst und stürzte auf die Leitplanke, wo dieser liegen blieb. Während der Fahrer unverletzt geblieben ist, stand die Zugmaschine quer auf der Fahrbahn, wodurch es im Berufsverkehr zu einem Stau in Fahrtrichtung Rheinland-Pfalz gekommen ist. Bei dem Einsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei wurden alle Fahrbahnen zunächst vollgesperrt, konnten jedoch bis auf den betroffenen Streckenabschnitt wieder freigegeben werden. Nach Absicherungsarbeiten der Feuerwehr wurde der Anhänger letztlich durch einen Abschleppdienst geborgen, so dass keine weitere Gefahr mehr für Verkehr bestand. Die Unfallstelle war gegen 9 Uhr geräumt. Andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht geschädigt.

Orkanartige Böen kippten auf der Rheinbrücke der A61 diesen Anhänger eines Sattelzuges um.
Orkanartige Böen kippten auf der Rheinbrücke der A61 diesen Anhänger eines Sattelzuges um. © PR-VIDEO/René Priebe

Baum kracht in Mercedes – Fahrer (58) schwer verletzt

Update vom 21. Oktober, 11:03 Uhr: Einen Schwerverletzten hat Orkan „Ignatz“ am Donnerstag gegen 9:30 Uhr in Südhessen auf der L3098 gefordert. Der 58-jährige Benz-Fahrer war mit seiner 22-jährigen Beifahrerin auf der Landstraße von Nieder-Beerbach in Richtung B426 unterwegs, als plötzlich während der Fahrt ein Baum auf seinen Wagen stürzte. Hierbei durchbohrte ein Ast die Frontscheibe und verletzte den 58-Jährigen am Bein. Der Mühltaler erlitt nach jetzigem Kenntnisstand dadurch schwere, jedoch nicht lebensbedrohliche Verletzungen und ist umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden. Die 22 Jahre alte Beifahrerin erlitt einen Schock und wurde durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Während Unfallaufnahme, Bergung und Aufräumarbeiten blieb die Fahrbahn im dortigen Bereich für circa eine Stunde voll gesperrt. Geschätzter Sachschaden: mehrere Tausend Euro.

Heidelberg: Zoo muss geschlossen bleiben

Update vom 21. Oktober, 10:47 Uhr: Und das Sturmtief wirkt sich auch auf den Zoo Heidelberg aus: Aufgrund des Unwetters bleibt der Zoo am Donnerstag geschlossen – auch das Heidelberger Zoo-Leuchten muss daher ausfallen. „Wir möchten kein Risiko eingehen, daher schließen wir den Zoo heute für den Besucherverkehr. Die Tierpfleger kümmern sich selbstverständlich weiterhin um unsere Tiere“, sagt Zoodirektor Dr. Wünnemann. Fast alle Tiere halten sich heute dauerhaft im Innenbereich auf, so beispielsweise die Huftiere, wie Kudus oder Blessböcke, die besonders schreckhaft sind. Auch die Großkatzen verbringen den Tag im geschützten Tierhaus.

Besucher, die ein Online-Ticket gebucht und geplant haben, heute den Zoo Heidelberg zu besuchen, werden gebeten, Zuhause zu bleiben. Die Tickets können an einem anderen Tag eingelöst werden, eine Kontaktaufnahme mit dem Zoo ist nicht erforderlich. Gleiches gilt für die Online-Tickets „Heidelberger Zoo-Leuchten“, das heute ebenfalls nicht stattfindet. Diese Tickets können bis zum Ende des Zoo-Leuchtens am 28. November flexibel eingelöst werden.

Wälder nicht betreten! Auch nach Tagen noch Lebensgefahr

Update vom 21. Oktober, 10:31 Uhr: Das Sturmtief Ignatz hat auch den Rhein-Neckar-Kreis erreicht. In diesem Zusammenhang warnt das Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises vor umstürzenden Bäumen oder umherfliegenden Ästen und bittet darum, in den nächsten Tagen auf Waldbesuche zu verzichten. Bürger*innen sollten strikt die Wälder meiden, denn es bestünde Lebensgefahr, so die Behörde. Dies gelte nicht nur am Tag des Sturms, sondern auch für die folgenden zwei bis drei Tage. Lose Baumteile oder ganze entwurzelte Bäume könnten immer noch in den Kronen hängen und unvermittelt herunterbrechen. Dies könne ohne Vorwarnung geschehen, selbst wenn die Windgeschwindigkeiten wieder nachgelassen hätten. Aus diesem Grund könnten auch die Aufräumarbeiten im Wald erst beginnen, wenn dieser wieder sicher betretbar sei.

Mannheim: Luisenpark, Herzogenriedpark und Friedhöfe geschlossen

Update vom 21. Oktober, 10:22 Uhr: Aufgrund des starken Sturms bleiben heute in Mannheim aus Sicherheitsgründen der Luisenpark und der Herzogenriedpark geschlossen. Alle Friedhöfe bleiben vorerst ebenfalls geschlossen. Terminierte Trauerfeiern werden jedoch abgehalten. Besucher von Trauerfeiern werden von der Stadt gebeten, wegen der drohenden Ast- und Baumbruchgefahr die Hauptwege nicht zu verlassen. Zudem sollte man Grünanlagen mit hohem Baumbestand aufgrund der Gefahr von umstürzenden Bäumen aktuell zu meiden.

Am Werderplatz in der Mannheimer Oststadt krachte ein dicker Ast auf dieses Auto.
Am Werderplatz in der Mannheimer Oststadt krachte ein dicker Ast auf dieses Auto. © PR-VIDEO/Priebe

Auch im Mannheimer Stadtgebiet viele entwurzelte Bäume und herabstürzende Äste: So wie am Werderplatz in der Oststadt sind viele Autos beschädigt worden.

Sturm „Ignatz“ in Rhein-Neckar: Feuerwehren im Dauereinsatz

Update vom 21. Oktober, 9:46 Uhr: Wie die Feuerwehr Mannheim mitteilt, musste man mit Unterstützung der insgesamt acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr zu 66 Einsätzen (Stand 9:30 Uhr) ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. Die häufigsten Einsätze waren abgedeckte Dächer, umherfliegende lose Bauteile, abgebrochene Äste sowie umgestürzte Bäume. Parallel musste drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr zu mehreren Brandmelder-Alarmen ausrücken.

Sturm „Ignatz“ in Rhein-Neckar: Umgestürzte Bäume und gesperrte Autobahnen

Erstmeldung vom 21. Oktober, 8:47 Uhr: Beim Blick aus dem Fenster hat Du es sicher schon bemerkt: „Ignatz“, der erste Herbststurm der Saison, wütet am Donnerstag (21. Oktober) auch in der Rhein-Neckar-Region! Deshalb warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) weiter bis in die Nachmittagsstunden vor schweren Sturmböen und orkanartigen Böen. Dutzende Notrufe bei Feuerwehr und Polizei halten die Einsatzkräfte seit den Morgenstunden auf Trab. Wetter-Experten befürchten im Laufe des Tages Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h, wie echo24.de* berichtet.

So ist aufgrund mehrerer querstehender Lkw auf der Rheinbrücke der A61 zwischen Speyer und Hockenheim derzeit alle Fahrbahnen in beide Richtung gesperrt. Neben Polizei sind auch Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die anhalten Sturmböen den Anhänger eines Lkw erfassten und dieser so umstürzte. Verletzte Personen sind bislang nicht bekannt. Die Einsatzmaßnahmen dauern derzeit an.

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Baum auf A6 gestürzt – Fahrbahn 30 Minuten lang gesperrt

Bereits am frühen Morgen musste die A6 auf Höhe der Ausfahrt an der Tank- und Rastanlage „Am Hockenheimring-West“ in Richtung Heilbronn gesperrt werden. Grund: Ein durch die starken Winde umgestürzter Baum hat die Fahrbahn blockiert. Die Feuerwehr Hockenheim hat den Baum zersägt und beseitigt. 

Ein umgestürzter Baum sorgte für eine Sperrung der A6 in Richtung Heilbronn.
Ein umgestürzter Baum sorgte für eine Sperrung der A6 in Richtung Heilbronn. © PR-VIDEO/René Priebe

Sturm „Ignatz“: Städte Ludwigshafen und Worms warnen vor Parks und Grünanlagen

Aufgrund des Sturmes bleiben am heutigen Donnerstag in Ludwigshafen sämtliche Friedhöfe sowie der beliebte Wildpark geschlossen. Die Stadt bittet, Grün- und Parkanlagen insbesondere den Stadtpark und das Maudacher Bruch mit dem hohen Baumbestand nicht zu betreten.

Auf ihrer Website warnt die Stadt Worms vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten um 110 km/h, die anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung aufkommen. Die Menschen werden aufgerufen. auf umherfliegende Gegenstände zu achten. Auch hier sollen Wälder, Parks und Bäume generell gemieden werden. Der Tiergarten bleibt bis voraussichtlich 14 Uhr geschlossen. Aktuelle Infos und Änderungen unter www.tiergarten-worms.de sowie auf der Facebook-Seite des Tiergarten: facebook.com/Tiergarten.Worms/. Das Betreten der Friedhöfe geschieht auf eigene Gefahr.

Mannheim: Alle Feuerwehr-Fahrzeuge wegen Sturm im Einsatz

Wie die Freiwillige Feuerwehr bei Facebook mitteilt, sind seit 6 Uhr früh alle verfügbaren aufgrund der aktuellen Unwetterlage im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Gleichzeitig warnen die Notfall-Profis: „Wer nicht unbedingt das Haus verlassen muss, sollte dies auch nicht tun!“ Um genauere Infos zum Sturmverlauf zu erfahren, empfiehlt die Feuerwehr die gängigen Apps wie Warnwetter vom Deutscher Wetterdienst, KATWARN und NINA.

Wegen Sturm „Ignatz“: Geschwindigkeitsbeschränkungen auf A61 und A63

Insbesondere die Talbrücken Alzey (an A61) und dem Alzeyer Stadtteil Weinheim (an A63) waren in den letzten Jahren immer wieder von solchen Windereignissen betroffen. Aktuell sind dort aufgrund der heftigen Sturmböen sogar Geschwindigkeitsreduzierungen angeordnet. Bisher kam es zwar zu keinen Unfällen oder Behinderungen, aber die Polizei bittet weiter um besonnene Fahrweise und um angepasste Geschwindigkeiten. Fahrer*innen mit leichten, besonders hohen oder unbeladenen KFZ oder Anhängern sollten die Strecken möglichst meiden. Es besteht auf den stark mit Wind belasteten Brücken die Gefahr des Umkippens. (dpa/PM/pol/pek) *HEIDELBERG24 und echo24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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