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Menschen in Aufzügen gefangen – Feuerwehr-Bilanz der Stromausfall-Nacht in Ludwigshafen

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Von: Katja Becher

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Ludwigshafen - Der große Stromausfall hat in der Nacht etliche Einsätze für Feuerwehr und Rettungskräfte ausgelöst. Rund 1.000 Notrufe seien bei der Integrierten Leitstelle eingegangen.

Wegen des Stromausfalls im Großraum Ludwigshafen muss die Feuerwehr am Freitagabend zu etlichen Einsätzen ausrücken. In der Zeit zwischen Freitagabend, 19:16 Uhr bis zum frühen Samstagmorgen seien es 32 Einsätze im Zusammenhang mit dem Stromausfall gewesen, teilen die Rettungskräfte der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz am Samstagnachmittag (11. März) mit. Unter anderem mussten acht Personen aus stehengebliebenen Aufzügen befreit werden.

Etliche Einsätze bei Stromausfall in Ludwigshafen – Klinik ohne Notstrom

Laut Feuerwehr hätten während des Stromausfalls in Ludwigshafen außerdem zwei Personen ein Firmengelände wegen eines ausgefallenen Sicherheitssystems nicht mehr verlassen können und mussten ebenfalls befreit werden. Insgesamt sei es außerdem zu neun Meldungen von Brandmeldeanlagen gekommen – allesamt Fehlalarme. Nennenswerte Einsätze wegen des zeitgleich über der Stadt wütenden Sturms habe es hingegen nicht gegeben.

Hinzu kamen für die Feuerwehr noch weitere Einsätze: Ein Patient, der auf ein Beatmungsgerät angewiesen ist, musste während des Stromausfalls von seinem Wohnort ins Klinikum transportiert werden. Im St. Annastift-Krankenhaus startete außerdem die Netzersatzanlage für die Stromversorgung nicht automatisch – Feuerwehr und THW mussten zur Unterstützung anrücken. Patienten waren glücklicherweise nicht in Gefahr.

Rund 1.000 Notrufe während Stromausfall in Ludwigshafen und Umgebung

Nach Angaben der Feuerwehr Ludwigshafen waren in der Stromausfall-Nacht rund 190 Rettungskräfte im Stadtgebiet im Einsatz – unter anderem Berufs- und freiwillige Feuerwehr, THW und Rettungsdienst, aber auch die Schnelleinsatzgruppen des Katastrophenschutzes der Johanniter Unfallhilfe sowie DRK, DLRG, ASB und Notfallseelsorge. Auch die Feuerwehr der Stadt Mannheim unterstützte bei den Einsätzen.

Insgesamt seien bei der Integrierten Leitstelle für die gesamte Vorderpfalz am Freitag bis Mitternacht rund 1.000 Notrufe eingegangen. „Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Fragen zu Ursache und Dauer des Stromausfalls“, teilte die Feuerwehr mit.

Nach Stromausfall in Ludwigshafen: TWL nennt Details zu Gründen

Den Pfalzwerken zufolge war es wegen eines technischen Defekts im Umspannwerk Mundenheim am Abend zu einem Kurzschluss gekommen, der die Abschaltung von vier Hochspannungsleitungen zur Folge hatte. Es kam zu einem Stromausfall, der große Teile Ludwigshafens sowie Frankenthals und Umgebung betraf. Was den Defekt an einem Schalter ausgelöst habe, werde in den nächsten Tagen analysiert, hieß es. (kab/pol/dpa)

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