Die Perseiden kommen

Die größte Sternschnuppen-Nacht des Jahres steht bevor! 

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In Der Nacht von 12. auf den 13. August kannst du bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Nachthimmel sausen sehen. (Symbolbild) 

In den warmen Sommernächten des August ist es soweit: Wir können wieder Sternschnuppen gucken! Wann es soweit ist, wo Du sie am besten sehen kannst und wie Du sie fotografierst: 

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen - Wie jedes Jahr können wir auch diesen Sommer wieder ein außergewöhnliches Spektakel am Himmel bestaunen: denn um den 12. August herum kreuzt die Erde auf ihrem Weg um die Sonne die Umlaufbahn des Meteorstroms der Perseiden. Das bedeutet für uns: Sternschnuppen-Gucken bis zum Abwinken! 

Wann sind die meisten Sternschnuppen am Himmel zu sehen? 

Der Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt sich vom 17. Juli bis zum 24. August. Doch die meisten Sternschnuppen sieht man in der Nacht vom 12. auf den 13. August, also Sonntag auf Montag. Den besten Blich auf die Perseiden hat man von 2 bis 4 Uhr nachts – da ist es am dunkelsten.

Fachleute, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternenfreunde, Sven Melchert aus Heppenheim, rechnen mit etwa 100 Meteoren pro Stunde! Darunter sind auch besonders helle Exemplare, die als Boliden oder Feuerkugeln bezeichnet werden. 

Ein einzelner Bolide versetzte die Metropolregion schon einmal im November 2017 in Erstaunen.

Von wo aus kann ich die Sternschnuppen am besten sehen? 

Wir haben Glück was die Sicht auf die Meteoren angeht, denn am Abend vor der größten Sternschnuppen-Nacht haben wir Neumond, somit stört das Licht des Mondes nicht. 

Für Beobachter scheint der Ursprung der vielen Sternschnuppen im Sternbild Perseus zu liegen, von dem sich Ihre Bezeichnung als Perseiden ableitet. Da das Sternbild Perseus am Abend aufgeht, können erste Sternschnuppen bereits nach Eintritt der Dunkelheit beobachtet werden. 

Am besten sieht man die Sternschnuppen wenn man einen freien Blick in nordöstlicher Richtung hat, denn dort steht das Sternenbild um diese Jahreszeit. Außerdem sollte man sich von Lichtquellen fernhalten. Also raus aufs Feld – außerhalb der Städte mit ihren vielen Lichtern ist der Nachthimmel am besten zu sehen! 

Wer um diese Uhrzeit nicht aus den Federn will, hat auch in den Nächsten davor und danach gute Chancen viele Sternschnuppen zu sehen.

Sternschnuppen gucken im Rhein-Neckar Kreis 

Im Rhein-Neckar-Kreis bieten sich die Thingstätte und der Königstuhl in Heidelberg zum Sternschnuppen-Gucken an. In Mannheim hat man vom Karlsternweiher im Käfertaler Wald einen guten Blick auf den Himmel. In Rheinland-Pfalz kann man vom Rand des Pfälzer Waldes gut Sternschnuppen gucken.

Auch die Burg Hohenzollern bietet eine Sternschnuppennacht an. Lichtkunst im Burghof, chillige Musik und ein Rahmenprogramm runden das Event ab. Die Schauräume der Burg sind an diesen Abenden geöffnet und man kann völlig frei durch die Burgräume flanieren. Auch der Feldberg bietet eine Sternschnuppen-Veranstaltung an, sie ist jedoch schon ausgebucht. 

Wie wird das Wetter in der Sternschnuppen-Nacht Sonntag auf Montag?

Am Sonntagabend ist es in Mannheim teils wolkig und teils heiter und die Temperatur liegt bei 15 Grad. In der Nacht gibt es laut Wettervorhersage einen wolkenlosen Himmel bei Werten von 19 Grad. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 0 Prozent. 

In Heidelberg scheint von Sonntagmorgen bis zum Nachmittag die Sonne und die Temperaturen liegen zwischen 14 und 28 Grad. Am Abend gibt es in Heidelberg überwiegend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken. Die Temperatur sinkt auf 14 Grad. In der Nacht bilden sich leichte Wolken bei Tiefstwerten von 20 Grad. Auch in Heidelberg liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei 0 Prozent. 

In Ludwigshafen strahlt von morgens bis nachmittags die Sonne bei Werten von 15 bis zu 29 Grad. Am Abend spannt sich ein überwiegend blauen Himmel mit vereinzelten Wolken über Ludwigshafen. Die Temperatur liegt bei 15 Grad. Die Nacht wird klar bei Tiefsttemperaturen von 19 Grad.

Wie fotografiert man Sternschnuppen? 

Wenn du den Meteorstrom fotografieren willst, solltest Du eine Kamera mit Weitwinkelobkektiv auf ein Stativ stellen und eine Langzeitbelichtung auswählen. Objektive mit kurzer Brennweite eignen sich gut, da man einen großen Ausschnitt des Himmels ablichten kann – man weiß ja im Vorfeld nicht wo die Sternschnuppen herunterkommen.  

Es muss nicht unbedingt eine Spiegelreflexkamera verwenden, jedoch empfiehlt es sich sehr, eine zu benutzen. Wichtig ist, dass man bei der Kamera die Belichtungszeit manuell einstellen kann. Die Kamera sollte außerdem möglichst wenig Bildrauschen aufweisen, auch bei höherer ISO-Zahl.

Tipps für das perfekte Sternschnuppen-Bild:

  • Fokus: Stell den Fokus am Objektiv beziehungsweise in den Kameraeinstellungen unbedingt manuell auf unendlich ein. Sonst versucht die Kamera immer wieder selbst zu fokussieren.
  • Blende: Stell Sie die Blende so klein wie möglich ein. Je nach Objektiv variiert die kleinste Blendenzahl. 
  • Belichtungszeit: Bei der Belichtungszeit muss man ausprobieren. Es sollten jedoch mindestens 30 Sekunden sein.
  • ISO: Den ISO-Wert sollte so klein wie möglich sein. Die Sternschnuppen im Meteorstrom sind meist heller als die übrigen Sterne

Was sind Perseiden eigentlich? 

Die Perseiden sind ein Meteorstrom, die jedes Jahr im gleichen Zeitraum (17. Juli bis zum 24. August) die Umlaufbahn der Erde kreuzen. Die Meteore, die für die schönen Sternschnuppen sorgen, stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle, der 133 Jahre braucht um die Erde einmal zum umrunden. Die Teile die er dabei verliert bilden als Staubpartikel den Meteorstrom. 

Die Meteoren, also die Trümmerteile des Kometen, sind fix unterwegs. So gehören sie mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde zu den schnelleren Meteoren. In einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern erzeugen die kleine Staubteilchen die Sternschnuppen genannt werden. 

Die Geschichte der Perseiden 

Aus chinesischen, koreanischen und japanischen Aufzeichnungen geht hervor, dass die Perseiden dort schon vor 2.000 Jahren beobachtet wurden. Doch auch in Europa ist schon lang bekannt, dass um den 10. August herum – dem Namenstag des Märtyrers Laurentius viele Sternschnuppen zu sehen sind. Deswegen sind die Perseiden im Volksmund auch als „Laurentiustränen“ bekannt. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Meteor und einem Meteoriten?

  • Meteor: Ein Meteor ist die fachlich richtige Bezeichnung für eine Sternschnuppe. Dies ist eine Leuchterscheinung, die durch den Eintritt und das Verglühen von Meteoriden in die Erdatmosphäre entsteht. 
  • Meteroid: Meteroiden sind kleine Objekte die in einer Umlaufbahn um die Sonne kreisen. Wenn ein Meteroid in die Erdatmosphäre eintritt, verglüht er und erzeugt so einen Meteor, also eine Sternschnuppe.  
  • Meteorit: Ein Meterorit ist ein Meteoroid, der beim Eintritt in die Atmosphäre nicht vollständig verglüht und auf der Erdoberfläche einschlägt. Das passiert etwa 10 Mal im Jahr. Meist schlagen Meteoriten in unbewohnten Gebieten ein und sind sehr klein. 
  • Asteroid: Wie auch Meteoroide sind Asteroide Objekte, die die Sonne umkreisen. Sie sind jedoch größer als Meteroide und werden deswegen auch Kleinplaneten oder Planetoiden genannt. Von Zwergplaneten unterscheiden sie sich durch eine geringere Masse. das wirkt sich natürlich auch auf die Form aus: Zwerplanten sind annähernd rund, Asteroiden jedoch unregelmäßig geformt. 
  • Kometen: Kometen sind den Asteroiden ähnlich, bestehen jedoch aus flüchtigerem Material. In der Nähe der Sonne verliert der Komet kontinuierlich Teile seiner Masse, durch den Einfluss des Sonnenwindes bilden sich in vielen Fällen charakteristische Leuchterscheinungen wie eine schalenförmige Koma und zwei Kometenschweife. 

kp

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