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Nachtbürgermeister in Heidelberg: Niedrigere Zahl an Beschwerden dank „Night Coaches“

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Zum zweiten Mal stellen die Nachtbürgermeister ihren Tätigkeitsbericht vor. Neben Feierbad und Jugendförderkonzept geht es auch um die „Night Coaches“:

Fast zwei Jahre sind Heidelbergs erste Nachtbürgermeister jetzt im Amt. Seit Mitte Mai letzten Jahres sind Jimmy Kneipp und Daniel Adler bei Heidelberg Marketing beschäftigt. Jetzt haben die „Night Mayor“ zum zweiten Mal ihren Tätigkeitsbericht vorgelegt. Themen unter anderem: Winter- und Sommeredition des Feierbads, Night Coaches und das Konzept für junge Feierkultur, über das der Jugendgemeinderat am Donnerstag (24. November, 17 Uhr) abstimmt.

Nachtbürgermeister in Heidelberg: Weniger Beschwerden dank „Night Coaches“

„Das Feedback von Feiernden, Anwohnern und Polizei zu den ‚Night Coaches‘ ist echt positiv“, erzählt Nachtbürgermeister Jimmy Kneipp im Gespräch mit HEIDELBERG24. Seit Juni sind an Wochenenden in Heidelberg „Night Coaches“ unterwegs. In Dreiergruppen bewegen sie sich an Orten, wo viele junge Menschen zusammenkommen – auf der Neckarwiese, der Alten Brücke, am Uniplatz oder in der Unteren Straße.

„Niederschwellig und auf Augenhöhe“ sprechen die „Night Coaches“ Feiernde an, erklärt Kneipp das Konzept des Pilotprojekts. Sie weisen auf unterschiedliche Bedürfnisse und bestehende Probleme im öffentlichen Raum hin – etwa auf die Lärm- und Müllproblematik oder auf ausgewiesene Grillzonen auf der Neckarwiese. „Das macht für viele junge Menschen schon einen Unterschied, ob man gleich eine Ansage von einem Uniformierten bekommt oder eben von anderen jungen Leuten im T-Shirt“, sagt Kneipp.

In Heidelberg sind an Wochenenden auch „Night Coaches“ im Einsatz.
In Heidelberg sind an Wochenenden auch „Night Coaches“ im Einsatz. © Nachtbürgermeister/Heidelberg Marketing

Und das Konzept zeigt Wirkung, berichtet der Nachtbürgermeister: Über 7.000 Gespräche haben die „Night Coaches“ an 19 Wochenenden seit Juni geführt. Bis Ende Oktober waren jeweils neun Coaches an Freitagen und Samstagen von 17 bis 1 Uhr unterwegs. Dabei habe man eng mit Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) und Polizei zusammengearbeitet. Das Ergebnis: „Seit dem Einsatz der ‚Night Coaches‘ gibt es weniger Beschwerden.“ Jetzt wollen die Nachtbürgermeister, dass das Projekt fortgeführt wird.

Jugendgemeinderat entscheidet über Konzept für junge Feierkultur

Mehr Möglichkeiten für Jugendliche soll ein Förderkonzept für junge Feierkultur in Heidelberg schaffen. Unter Federführung der Nachtbürgermeister hat eine Arbeitsgruppe das Konzept erstellt, über das der Jugendgemeinderat jetzt entscheidet. Es besteht aus drei Förderprogrammen, in dem Jugendliche und junge Menschen Budget für „Partys“, „Räume“ und „Jugendkultur“ beantragen können.

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300.000 Euro hat der Gemeinderat für das Konzept bereitgestellt. Über die Verteilung der Gelder auf die einzelnen Programme, Berwerbungs- und Vergabekriterien will man informieren, sobald der Jugendgemeinderat dem Konzept zugestimmt hat, erklärt Kneipp. Eine Website zum Förderkonzept ist in der Mache und wird wohl Anfang Dezember live gehen. (rmx)

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