Nach tödlichem Unfall auf A5 

„Unsere Welt ist nicht mehr normal!“ – so wütet Brandmeister Rüssel gegen Gaffer

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Stellvertretender Brandmeister Werner Rüssel ist wütend und fassungslos. 

St. Leon-Rot - Bei einem schrecklichen Unfall auf der A5 am Montagnachmittag sterben 4 Menschen. Auch auf der Gegenfahrbahn kracht es – wegen Gaffern! Brandmeister Werner Rüssel findet dafür klare Worte: 

Am Montagnachmittag kracht ein Lastwagen-Fahrer auf der A5 kurz vor dem Walldorfer Kreuz in ein Stauende. Zwei Autos werden zwischen seinem Sattelzug und einem anderen Lastwagen eingequetscht – vier Menschen sterben, eine Frau wird schwer verletzt. 

Der tragische Verkehrsunfall reißt eine Familie in den Tod. Nur eine Tochter überlebt schwer verletzt.

Auf A5: Autos zwischen zwei Lastwagen zerquetscht – 4 Tote! 

Ein Rettungshubschrauber, fünf Krankenwagen, zwei Notärzte, zwölf Rettungssanitäter und zwei Feuerwehrzüge mit insgesamt 30 Feuerwehrmännern aus Kronau und Waghäusel sind im Einsatz.

Doch anstatt sich um den tragischen Unfall zu kümmern, müssen sie sich vor allem mit einem herumärgern: Gaffern! Nicht nur verlangsamen sie den Verkehr auf der Gegenfahrbahn, sie bauen dort sogar einen Unfall! 7 Fahrzeuge sind beteiligt – es gibt insgesamt drei Auffahrunfälle

Die Folge: Es staut sich und erschwert den Rettungskräften umso mehr die Unfallstelle abzuschirmen und die Würde der Toten zu wahren. 

„Wir können schon langsam nicht mehr“

Einer ist besonders wütend: Stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Karlsruhe Werner Rüssel. Auto-und Lkw-Fahrer gleichermaßen hätten nichts besseres zu tun als langsam an der Unfallstelle vorbeizufahren und ihre Handys und Tablets zu zücken und damit zu filmen. 

Der Brandmeister ist fassungslos: „Es interessiert überhaupt nicht mehr was dem Menschen passiert ist, hauptsache man hat rattenscharfe Bilder.“ und „Wir wissen schon überhaupt nicht mehr wie wir die Unfallstelle absperren sollen. Von der einen Seite kommen sie die Böschung rausgeklettert um zu schauen ob es hier Tote gegeben hat, auf der anderen Seite – auf der Fahrspur wo es laufen würde – da verlangsamen sie den Verkehr um eventuell Bilder zu machen, oder um zu sehen was da los ist.“ Er schließt mit den Worten: „Unser Welt ist nicht mehr normal.“

Auch Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Mannheim, David Faulhaber, ist mitgenommen: „Es gab hier einen sehr schweren Unfall. Wie man dann auf der Gegenfahrbahn noch effekthascherisch irgendwelche Bilder hiervon produzieren oder machen kann, ist für uns unverständlich.“

Hier gibt‘s das komplette Interview: 

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kp

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