Unfallverursacher unter Schock

Nach tödlichem Unfall auf A5: Polizei gibt Identität der Opfer bekannt

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Der tragische Unfall auf der A5 kostet fast eine ganze Familie aus NRW das Leben.

St. Leon-Rot - Am frühen Montagnachmittag (12. Februar) ereignet sich der schreckliche Unfall auf der A5. Fast eine gesamte Familie verliert ihr Leben - nur eine Tochter überlebt. 

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall am Montag auf der A5, der vier Menschen das Leben kostete, waren die Aufräumarbeiten erst am frühen Dienstagmorgen beendet, sodass der rechte der drei Fahrstreifen erst gegen 2:20 Uhr wieder freigegeben werden konnte.

Indentität der Verunglückten

Für vier Menschen kam jede Hilfe zu spät. Eines der unfallbeteiligten Autos war mit einer vierköpfigen Familie aus Nordrhein-Westfalen besetzt. Die Eltern im Alter von 51 und 46 Jahren sowie ihre 13-jährige Tochter verstarben noch an der Unfallstelle. Ihre 15-jährige Tochter überlebte den Unfall schwer verletzt und befindet sich nach derzeitigen Informationen außer Lebensgefahr.

Im zweiten Auto saß ein 60-jähriger Mann aus Rheinhessen, der ebenfalls an der Unfallstelle verstarb.

Unfallhergang

Den Ermittlungen zufolge hatte der Fahrer eines Lkw am Montagnachmittag auf dem rechten von drei Fahrstreifen zwischen der Anschlussstelle Kronau und dem Autobahnkreuz Walldorf gestoppt.

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Dahinter hielten zwei Autos in Fahrtrichtung Frankfurt ebenfalls an. Der Fahrer eines nachfolgenden Sattelzuges konnte nicht rechtzeitig bremsen und schob beide Autos unter den vor ihnen stehenden Lkw.

Auf der Gegenfahrbahn ereignete sich ein sogenannter „Gaffer-Unfall“ mit sieben beteiligten Fahrzeugen.

Lkw-Fahrer unter Schock

Bei dem Unfallverursacher handelt es sich um einen 62-jährigen polnischen Staatsangehörigen aus dem südlichen Baden-Württemberg. Der Mann erlitt einen Schock und wird medizinisch betreut. Die Polizei beschlagnahmt sowohl seinen Führerschein als auch den von ihm gefahrenen Sattelzug. Der Laster soll von einem Sachverständigen untersucht werden.

Der Fahrer des vorderen Lkw, der aus Mittelfranken stammt, blieb unverletzt.

Der Sachschaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

Jetzt ermitteln die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Verkehrskommissariat Walldorf wegen des Verdacht auf fahrlässige Tötung.

dpa/StA/pol/hew

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