Vorweihnachtszeit bei der Post

Alles andere als besinnlich: Hochbetrieb im Paketzentrum Speyer

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Viel zu tun im Paketzentrum Speyer.

Speyer - Mehr als 8 Millionen Pakete flitzen täglich über das Band, die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. Das ist die Vorweihnachtszeit im Paketzentrum Speyer:

Im Paketzentrum Speyer flitzen die Päckchen auf Bändern durch die Gegend, als ob sie Achterbahn fahren. In Windeseile wird die eintrudelnde Fracht hier sortiert und zur richtigen Verladestation gebracht. Kurz vor Weihnachten herrscht besonders viel Betrieb. „Die Arbeit verdoppelt sich nahezu im Vergleich zum Jahresmittel“, erklärt der Leiter des Zentrums, Rudi Herz. „Es ist halt richtig was los bei uns.

In Speyer steht eines von 33 Paketzentren der Deutschen Post DHL. In der U-förmigen, fast 300 Meter langen Halle ist von vorweihnachtlicher Besinnlichkeit wenig zu spüren. 420 Männer und Frauen arbeiten in Schichten an den Be- und Entladestationen der Lastwagen. Während sie an normalen Tagen jeweils bis zu 250.000 große und kleine Pakete stemmen, steigt die Zahl bis zum Fest auf ganze 450.000. In normalen Betrieb ist das nicht zu bewältigen, deshalb bekommen die Mitarbeiter pro Schicht Verstärkung von bis zu 150 Studenten.

Die Deutsche Post DHL transportiert nach Angaben von Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek werktags im Schnitt 3,6 Millionen Pakete, „an den Spitzentagen vor Weihnachten erwarten wir über 8 Millionen Pakete täglich“. 

Wenn die Pakete bei der Anlieferung einen korrekten Barcode mit den Adressdaten tragen, dauert es vom Start des Bandes im besten Fall zwei Minuten, bis sie die passende Station und den Lastwagen ins Zielgebiet erreichen, sagt Herz. 

Trägt ein Päckchen keinen Code, kommen Ilona Willis und ihre Kollegen ins Spiel. Die Mitarbeiterin ‚bearbeitet‘ Päckchen, die zum Beispiel mit handgeschriebener Adresse eintreffen – also mit einer Schrift, die die Scanner nicht lesen können. Sie sitzt vor einem PC, dessen Bildschirm alle sechs Sekunden ein anderes Päckchenetikett zeigt und tippt mit geübten Fingern die Postleitzahlen auf dem Etikett in die Tastatur ein – auf diesem Weg bekommt das Päckchen den nötigen Code. 

Tagsüber geht es noch relativ entspannt im Zentrum zu. ‚Richtig schlimm‘ wird es erst zwischen 18 und 21 Uhr, dann sind alle Linien belegt, erklärt Herz. Und auch nachts wird weitergearbeitet. Bis zu 600 Lastwagen fahren das Zentrum pro Tag an, um Pakete zu holen oder zu bringen. 

Am Betrieb merke man, wie sich die Gesellschaft verändert habe, sagt Thomeczek. „Das hat mit den Online-Bestellungen zu tun.“ Vor vier Jahren habe die Post bundesweit noch 2,8 Millionen Pakete täglich transportiert, etwa 800.000 weniger als heute.

Trotz der harten Arbeit können sich die Mitarbeiter zumindest über die Kreativität ihrer Fracht erfreuen. Die Pakete werden bunter und mit weihnachtlichen Motiven geschmückt, beobachtet Thomeczek.

dpa/mk

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